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Querbeet-Garten Gemüsebeete bestücken

Mitte Mai nach den Eisheiligen ist es Zeit, den Querbeet-Garten mit Gemüse zu bestücken. Und genau das macht Sabrina Nitsche heute: sie pflanzt Zucchini und Schnittblumen ins Freiland und Gurken und Tomaten ins Gewächshaus.

Von: Julia Schade

Stand: 12.05.2021

Gemüsebeete im Querbeet-Garten mit Zucchini und Blumen bestücken | Bild: BR

Zucchini pflanzen

Den Anfang macht das bayerische Gemüse des Jahres: Wilma und Fred, eine gelbe und eine grüne Zucchini, die beide sehr kompakt wachsen und sich auch für Balkon und Terrasse oder die Kultur im Hochbeet eignen. Wie alle Zucchini stehen auch Wilma und Fred gerne sonnig und warm. Damit die Pflanzen gut anwachsen, lockert Sabrina den Boden gut und arbeitet etwas Dünger mit ein. Gepflanzt wird im Abstand von 60-70 cm. Die beiden Zucchini bekommen noch Gesellschaft von drei weiteren Sorten: eine runde gelbe und eine runde grüne Zucchini, sowie eine Kletterzucchini.

Hier unsere Sorten im Überblick:
Wilma (gelb) und Fred (grün), ‘Floridor‘ (gelb, rund), ‘Geode‘ (grün, rund), Kletterzucchini ‘Black Forrest‘

Internet-Tipp:

Mehr Informationen zu Zucchini Wilma und Fred, dem Bayerischen Gemüse des Jahres, finden sie hier:

Blumen fürs Gemüsebeet

Damit es im Sommer im Querbeet-Garten richtig schön bunt wird, pflanzt Sabrina noch Schnittblumen zwischen das Gemüse: Astern und Zinnien. Beide blühen bis in den Herbst hinein und bieten so vielen Insekten Nahrung. Damit beim Pflanzen ein natürliches Bild entsteht, verteilt sie die Jungpflanzen locker in die Bereiche zwischen dem Gemüse und pflanzt kleine Tuffs à 5-7 Pflanzen. 

Gurken und Tomaten pflanzen

An die Nordseite im Gewächshaus pflanzt Sabrina vier Exemplare der Snackgurke ‘Mini Star‘. Einmal angefangen, fruchtet die bis in den Herbst und liefert kleine, etwa 15 cm lange Früchte, die sich super einmachen lassen oder frisch verzehrt werden können. Als Starthilfe hat Sabrina hier vor dem Pflanzen organischen Mehrnährstoffdünger eingearbeitet. Damit sie später nicht umfällt, bekommt jede Gurke eine Schnur mit ins Pflanzloch unter dem Ballen. Die wurzelt dann mit ein und man kann im weiteren Kulturverlauf die Gurken daran aufleiten.

Im restlichen Gewächshaus verteilt Sabrina Paprika und Tomaten. Auch die Tomaten bekommen eine Schnur mit ins Pflanzloch. Zudem entfernt Sabrina bei ihnen gleich noch alle unteren Blätter, die sonst auf den Boden hängen würden. Sowohl die Gurken als auch die Tomaten sind veredelt. Beim Pflanzen heißt das: aufpassen, dass die Veredlungsstelle nicht mit eingepflanzt wird. Sonst würde die Edelsorte Wurzeln treiben und es wäre dahin mit den Vorteilen der Veredlung und die Pflanze würde sich nicht mehr über die kräftigen Wurzeln der Unterlage versorgen. Schlimmsten Falls beginnt sie zu kümmern oder krank zu werden.

Tipp

Wir verwenden als Schnüre sogenannte Tomatenspindeln. Die werden an der Gewächshausdecke eingehängt und können bei Bedarf abgewickelt werden. Zum Beispiel, wenn die Pflanzen im Gewächshaus an die Decke stoßen. Das Ablassen hat gleich zwei Vorteile: die oberen Pflanzenteile werfen oft ihre Blüten ab, wenn es ihnen zu heiß ist und bilden keine Früchte mehr aus, dank Ablassen kein Problem. Außerdem muss man sich dann bei der Ernte nicht so sehr strecken, da alle Gurken auf angenehmer Höhe reifen.

Mulchen

Zum Abschluss mulcht Sabrina den Boden im Gewächshaus noch mit Feldsalat. Den haben wir in Winter und Frühjahr regelmäßig geerntet und dann einfach weiter wachsen lassen. So war zum einen der Boden im Gemüsegarten ständig bedeckt und Sabrina kann den Feldsalat jetzt zum anderen als Mulch nutzen. So trocknet der Boden im Gewächshaus nicht so schnell aus und das Bodenleben wird angeregt.