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Querbeet-Garten Von Totholz und Wildstauden

Heute geht´s im Querbeet-Garten um Totholz, eine Nisthilfe für Wildbienen, einen neuen (alten) Kompost und um Wildstauden für Insekten.

Stand: 30.05.2018

Querbeet-Garten: Totholz und Wildstauden | Bild: BR

Totholz – voller Leben

In totem Holz steckt eine Menge Leben. Unter anderem Käfer, Wildbienen und solitäre Wespen nutzen trockene Baumstämme oder Wurzelstöcke als Lebensraum. Und auch am Querbeet-Garten entsteht ein Totholzbereich. Mit Stämmen und Wurzeln von Bäumen, die aus Alters- und Sicherheitsgründen gefällt werden mussten. Außerdem landen alte Zaunpfähle aus unbehandeltem Lärchenholz und allerlei Äste auf dem Haufen. Gepflegt wird der Totholzbereich nicht, die Tiere sollen dort in Zukunft ihre Ruhe haben.

Nisthilfe für Wildbienen

Damit wir im Querbeet-Garten Wildbienen beim Brutgeschäft beobachten können, baut Sabrina Nitsche aus Bambusstäben eine Nisthilfe. Der Bambus wird unterhalb eines Knotens geschnitten, das Röhrchen auf gut 15 cm eingekürzt und mit kleinen Bürsten vom Mark befreit. Anschließend werden die Kanten der Öffnung glatt geschliffen. Die Bambusstäbe steckt Sabrina in eine Dose, so eng, dass nichts mehr wackelt. Später bekommt die Nisthilfe noch einen Regenschutz, sowie ein Gitter gegen Vögel und wird an einer sonnigen Stelle an der Obstwiese platziert.

Der Kompost

Bereits im alten Querbeet-Garten hatten wir einen 3-Kammer-Kompost. Und der soll jetzt auch im neuen Querbeet-Garten stehen. Er besteht aus 4 cm dicken unbehandelten Lärchenholzbohlen und hat die Zeit im Zwischenlager gut überstanden. Der Aufbau ist kein Problem, als Standort hat Sabrina einen Platz im lichten Schatten gewählt. Knapp 3 Meter lang ist der Kompost, jede Kammer fasst gut 800 Liter.

Der Dreifach-Komposter hat den Vorteil, dass man sobald die erste Kammer vollständig gefüllt ist, diese in Ruhe lassen kann und neu anfallendes Material in die nächste Kammer füllt. Nach einigen Monaten schichtet man den Kompost der ersten Kammer in die noch freie um. Dort kann das Material weiterreifen, bis man den fertigen Kompost nach 9 bis 12 Monaten nach und nach im Garten ausbringt. Einzeln eingesteckte Bretter erleichtern im Querbeet-Garten Arbeiten wie Befüllen, Umschichten und Entnehmen des Komposts.

Wildstauden

Im Saumbereich der Wildobsthecke pflanzt Sabrina heimische Wildstauden. Die sind pflegeleicht, kommen mit dem eher mageren Boden und dem sonnigen Standort gut zurecht und liefern Nahrung für Insekten. Es gibt kein starres Pflanzkonzept, mengenmäßig bekommt jede Art einen Quadratmeter.

Hier die Pflanzliste:
Achillea millefolium - Wiesen-Schafgarbe 6 St./m²
Anthemis tinctoria – Färberkamille 4 St./m²
Buphthalmum salicifolium – Ochsenauge 8 St./m²
Prunella grandiflora - Große Braunelle 16 St./m²
Geranium sanguineum - Blut-Storchschnabel 8 St./m²
Salvia pratensis - Wiesen-Salbei 6 St./m²
Succisa pratensis - Gewöhnlicher Teufelsabbiss 4 St./m²