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Querbeet-Garten Saatgut ernten

Heute dreht sich im Querbeet-Garten alles ums Saatgut. Ums ernten, reinigen und lagern. Eine ideale Methode, gerade bei einjährigen Pflanzen, um nicht jedes Jahr neues Saatgut kaufen zu müssen.

Von: Tobias Bode

Stand: 18.09.2020

Saatgut ernten | Bild: BR

Saatgut ernten

Sabrina erntet und lagert heute Saatgut sowohl von Blumen als auch von speziellem Gemüse. Am besten erntet man an einem sonnigen Tag ab dem späten Vormittag, wenn der Morgentau getrocknet ist. Denn ist das gesammelte Saatgut zu nass, kann es schnell schimmeln.

Gewürztagetes
Als erstes sammelt Sabrina Saatgut der Gewürztagetes. Ihre länglichen Samen stecken in kleinen Samenröhrchen. Das Saatgut lässt Sabrina einige Zeit trocknen, dann kann sie es verpacken und lagern.

Kapuzinerkresse
Die Blüten der Kapuzinerkresse gehören zu Sabrinas Favoriten. Die würzig-scharfen Blüten passen gut in eine Blütenbutter oder in einen Salat. Oder man nascht die Blüten direkt von der Pflanze. Die Samen sind erntereif, wenn sie braun werden. Leider liegen sie dann meist auch schon am Boden, so dass man regelmäßig sammeln und die Samen bei Bedarf noch nachtrocknen sollte.

Spargelerbse
Die Spargelerbse ist ein Feinschmeckergemüse mit ausgefallenen Hülsen. Damit Sabrina die Pflanzen auch im kommenden Jahr aussäen kann, hat sie einige Hülsen an der Pflanze ausreifen lassen und anschließend getrocknet. Um nun an die Samen zu gelängen, muss man die Hüllen aufbrechen. Die Samen landen auf einem flachen Teller. Allerdings auch einige Reste der Hüllen. Um Samen und Hüllenreste zu trennen, pustet Sabrina vorsichtig über den Teller. Dadurch fallen nun die leichteren Bestandteile zu Boden, die schweren Samen bleiben in der Schüssel. Dieser Arbeitsschritt braucht allerdings ein bisschen Übung, damit nicht auch die Samen auf dem Boden landen.

Saatgut lagern

Damit das Saatgut seine Keimfähigkeit behält, muss es richtig gelagert werden. Je trockener das Saatgut ist, desto länger behält es seine Keimfähigkeit. Weiterhin wichtig beim Saatgut lagern: kühl (4-10°C), keine kurzfristigen Temperaturschwankungen, dunkel und trocken, motten- und mäusesicher. Passende Gefäße zur Aufbewahrung trockenen Saatguts sind gut verschließbare Behälter wie Marmeladengläser oder Einkochgläser mit Gummidichtung. Ist das Saatgut noch nicht komplett trocken, kann man es auch einige Zeit in Papiertütchen aufbewahren.

Spinat aussäen

Nachdem das geerntete Saatgut eingelagert ist, sät Sabrina noch Spinat aus. Für den Winteranbau kann man Spinat noch bis Ende September aussäen, bei passender Witterung ist ab Anfang November Erntezeit. Und Herbst- und Winterspinat ist zudem eine optimale Nachkultur für abgeerntete Beete. Der Boden ist über den Winter bedeckt und im Frühjahr wird der verbliebene Spinat umgehackt, dient als Flächenmulch und Startfütterung für die Bodenorganismen. Spinat wird direkt gesät. In Reihen (Abstände 20-35cm) oder breitwürfig, die Samen ca. 2-3cm tief einarbeiten.