BR Fernsehen - Querbeet

Tipps aus dem Querbeet-Garten Rezepte mit Kräutern

Wenn die Kräuter im Querbeet-Garten groß genug sind, schneiden wir sie ab. Dabei fällt oft mehr an als wir frisch verarbeiten können. Sabrina zeigt heute, wie man Kräuter konserviert: als Paste, Pesto, Schnaps oder Sirup.

Stand: 16.08.2018

Kräuter aus dem Querbeet-Garten | Bild: BR

Basilikum-Pesto

Pestos schmecken am besten selbst gemacht! Denn wir finden, es gibt nichts Besseres zu Nudeln als Basilikum-Pesto! Und damit wir von dem immer genug Nachschub herstellen können, ernten wir unser Basilikum so, dass es sich von unten her neu verzweigen kann, also weiterhin buschig wächst und nicht verkahlt.

Tipp: immer ganze Triebe ernten und keine einzelnen Blätter. Und immer auf eine Blattachsel zurückschneiden. Also die Schere etwa einen halben Zentimeter über einem Blattpaar ansetzen. Das gilt nicht nur für Basilikum, sondern auch für die meisten anderen Kräuter.

Zutaten
-
Basilikum
- Schnittknoblauch
- Parmesankäse
- Pinienkerne
- Olivenöl
- Salz

Wir geben hier bewusst keine genauen Mengenangaben, da die Zusammensetzung stark vom individuellen Geschmack abhängt. Unser Tipp: einfach immer wieder probieren, bis die Zusammensetzung diesem Geschmack entspricht.

Zubereitung
Das Basilikum von Stängeln und Stielen befreien. Die einzelnen Blätter mit den Pinienkernen und etwas Öl in den Mixer geben und gut passieren. Dann alles in eine Schüssel geben, den Parmesan darüber reiben, mit etwas Salz würzen und gut umrühren. Dabei auf die Konsistenz achten, es sollte schön „matschig“ sein. Wenn es zu trocken ist, einfach noch mehr Öl dazugeben und weiterrühren. Dann alles in Gläser füllen und oben eine Schicht reines Öl einfüllen, damit die Gläser gut gefüllt sind und keine Luft ans Pesto kommt. So hält es im Kühlschrank mehrere Wochen.

Kräuterpasten…

…sind eine gute Alternative zum Trocknen von Kräutern. Denn dabei geht oft Aroma verloren. Wer seine Kräuter als Paste gemischt mit Öl und Salz konserviert, konserviert auch ihr volles Aroma!

Tipp: Kräuter idealerweise am späten Vormittag ernten. Dann ist das Laub trocken und der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen am höchsten! Unsere Kräuter sind Bio, werden also nicht gewaschen. Wer das tun möchte, sollte sie danach unbedingt gründlich abtrocknen. Fürs Weiterverarbeiten zu Pasten schadet es zudem überhaupt nicht, wenn die Kräuter leicht angewelkt sind. Im Gegenteil, ihr Aroma ist dann noch intensiver.

Zutaten
ca. 100 g Kräuter nach Belieben – pur oder gemischt
ca. 100 ml Öl
1 TL Salz

Zubereitung
Die trockenen Kräuter hacken, je nach Belieben eher grob oder fein. Dann mit Öl und Salz vermischen und solange rühren bis keine Luftbläschen mehr in der Paste sind. Alles in saubere Gläschen füllen und oben noch einen Schuss Öl darauf geben, damit die Gläschen gut gefüllt sind und keine Luft an die Kräuter kommt.

Magenbitter

Wer zu viel Pesto gegessen hat, weil das selbstgemachte einfach doppelt gut schmeckt, bekommt schnell ein Völlegefühl. Dagegen hilft ein selbst hergestellter Magenbitter mit Wildkräutern und Kräutern aus dem Garten. Und so geht’s:

Zutaten
-
gut 100 g Kräuter/Wildkräuter mit verdauungsfördernder Wirkung
- wir haben verwendet: Blüten von Schafgarbe und Rotklee, Estragon, Rosmarin, Zitronenmelisse und Salbei
- Gewürznelken (2-3 TL)
- Anis (2-3 TL)
- Fenchelsamen (2-3 TL)
- 1 Liter Schnaps (min. 42 % Alkohol)

Zubereitung
Die leicht angewelkten Kräuter in eine Flasche mit großer Öffnung füllen. 2-3 TL von jedem der Gewürze im Mörser leicht andrücken und ebenfalls einfüllen. Dann kommt auch schon der Schnaps drauf, mit ihm füllt man die Flasche randvoll. Jetzt alles gut verschließen und 2-3 Wochen ziehen lassen. Dann nur noch die Kräuter abseihen, den Schnaps wieder in Flaschen füllen und stamperlweise genießen.

Spitzwegerich-Sirup

Der Sirup ist ein Experiment. Ob das so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, erfahren Sie erst in ein paar Wochen! Denn anders als bei anderem Sirup wird hier nichts gekocht. Das hat den Vorteil, dass nicht nur die adstringierenden Gerbstoffe und die Schleimstoffe enthalten bleiben, sondern auch die antibakterielle Wirkung der Heilpflanze. Die wird verursacht durch den Inhaltsstoff Aucubin. Der wiederum ist sehr hitzeempfindlich. Helfen soll der Sirup bei Husten und Erkältungen. Eingenommen wird er wie Hustensaft. Oder man verwendet ihn zum Süßen von Tees.

Zutaten
-
3-4 Handvoll Spitzwegerich-Blätter
- 500 g Zucker

Zubereitung
Die Blätter in feine Streifen schneiden und abwechselnd mit dem Zucker in ein Glas schichten. Jede Schicht sollte etwa einen Zentimeter dick sein. Die Spitzwegerich-Blätter kann man mit einem Löffel oder Stößel andrücken. Die oberste Schicht sollte Zucker sein. Nach 2 Monaten ist die oberste Schicht kristallisiert und unter ihr befindet sich der fertige Sirup. Wir sind gespannt, ob’s klappt!