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Querbeet-Garten Den Winter vorbereiten

Die ersten Nachtfröste sind bereits vorüber, höchste Zeit für Sabrina, empfindliche Pflanzen in Sicherheit zu bringen. Und dann gibt es da noch ein widerspenstiges Knollengemüse…

Stand: 07.11.2018

Herbstarbeiten im Querbeet-Garten | Bild: BR

Zitronenverbene überwintern

Im Sommer wurden mehrere Exemplare der Zitronenverbene (Aloysia citrodora) in eines der beiden Hochbeete gepflanzt. Aus kleinen, grünen Pflänzchen haben sich im Laufe mehrere Monate über einen Meter hohe Sträucher entwickelt, samt verholzter Basis. Allerdings ist die Zitronenverbene nicht frosthart. Deshalb schneidet Sabrina die Pflanze auf eine Höhe von etwa 20 cm zurück. Das Schnittgut hebt sie auf. Auf Darren getrocknet, wird aus den Blättern ein idealer Tee. Sabrina gräbt die zurückgeschnittenen Pflanzen aus, schneidet verletzte Wurzeln mit einer scharfen Schere ab und setzt den Ballen in einen Topf.

Damit die Pflanze die kalte Jahreszeit gut übersteht, sitzt sie in einem Substrat aus Gartenboden, Sand und Blähton. Die Pflanze muss zwar auch in den Wintermonaten hin und wieder gegossen werden, stauende Nässe verträgt die Zitronenverbene jedoch nicht. Zum Überwinterungsort: frostfrei bei 8°C bis 12°C. Ideal sind Garage, Keller oder ein kühler Hausflur. Generell gilt: je dunkler der Überwinterungsort, desto kühler sollte es sein.

Stauden teilen

Im Eingangsbereich des Querbeet-Gartens stehen zwei Kübel, bepflanzt mit Blutweiderich, Sonnenhut und Ruten-Hirse.

Die Pflanzen kommen jetzt ins Beet. Da die bereits bei der Pflanzung sehr groß waren, kann Sabrina sie noch teilen. So werden aus einer Staude drei. Dafür einfach die Ballen mit einem scharfen Messer durchtrennen, die Wurzeln lockern und die Stauden gruppenweise einpflanzen.

Der Vorteil: durch den Wundreiz wachsen die Stauden in der Regel besser an, als wenn man sie direkt aus dem Kübel ins Beet setzt. Als Winterschutz bindet Sabrina die Gräser mit einem Strick zusammen. So kann gelangt weniger Wasser in den Wurzelstock. Und die Gefahr, dass das Gras verfault, ist geringer. Zudem bleiben die Gräser auch bei Schnee aufrecht stehen und fallen nicht auseinander.

Yacon – widerspenstige Knolle

Yacon (Smallanthus sonchifolius) stammt aus Südamerika und ist eine Verwandte von Topinambur. Die Yacon-Knollen haben ein leicht süßliches Aroma, sie eignen sich zum Beispiel für Rohkostsalate. Sabrina hat die Pflanzen extra ins Hochbeet gesetzt, um die Knollen in der lockeren Erde leichter ernten zu können. Denn die werden 20 bis 40 cm lang und brechen leicht. Das Ausgraben wird dennoch zur Herausforderung, trotz Spaten bewegt sich die Pflanze anfangs kein Stück. Und dann muss Sabrina feststellen, dass sie mit eben diesen Spaten die erste Knolle zerstochen hat.

Versuch 2 ist erfolgreich. Mit der Grabgabel lassen sich die Knollen ohne Verletzung aus dem Boden hebeln, an der größten Pflanze erntet Sabrina 6 große Exemplare. Nächstes Jahr soll die Yacon erneut im Querbeet-Garten wachsen. Dafür werden die Wurzelstöcke ausgegraben und wie Dahlien frostfrei in einem Sand-Erde-Gemisch gelagert.