BR Fernsehen - Querbeet

Querbeet-Garten Gewächshaus bepflanzen

Tomaten, Gurken und Paprika - letztes Jahr wuchsen sie im Freiland in den Gemüsebeeten des Querbeet-Gartens. Dieses Jahr bauen wir sie im Gewächshaus an. Moderatorin Sabrina Nitsche verrät, wie genau…

Stand: 15.05.2019

Gewächshaus im Querbeet-Garten bepflanzen | Bild: BR

Hoch hinaus

Sowohl Gurken als auch Stabtomaten können in einer Saison mehrere Meter Wachstum zurücklegen. Voraussetzung dafür: genug Luft nach oben und fester Halt. Im Gewächshaus des Querbeet-Gartens gewährleistet das zum einen die Stehwandhöhe, zum anderen das von Sabrina gebaute Gerüst aus Gewächshaushaken und Tomatenspindeln. Die Gewächshaushaken lassen sich einfach in den Aluprofilen aller gängigen Kleingewächshäuser befestigen. Einfach einfädeln und um 90 Grad drehen. Dann kommen die Tomatenspindeln, ein Utensil aus dem Profigartenbau. Es besteht aus einer Drahtkonstruktion mit zwei Haken, um das eine lange Schnur gewickelt wird. Der eine Haken kommt in die Öse der Gewächshaushaken, der andere hängt einfach nach unten. Die Schnur lässt man soweit ab, dass sie mindestens den Boden des Gewächshauses berührt. Denn sie wir später mit eingepflanzt.

Wenn die Tomaten oder Gurken dann so groß sind, dass kein Platz mehr nach oben ist, wickelt man einfach ein Stück der Schnur ab, lässt sozusagen die ganze Pflanze ab, und dann hat diese wieder 10-15 cm mehr Luft nach oben. Das hat nicht zur Folge, dass die Früchte auf dem Boden liegen. Denn die unteren Etagen sind zu diesem Zeitpunkt bereits abgeerntet und die Blätter zum Vorbeugen gegen Pilzkrankheiten entfernt.

Düngen

Das Gewächshaus im Querbeet-Garten wurde mit einem Gemisch aus Mutterboden und Kompostsubtrat aufgefüllt. Wichtige Nährstoffe wie Phosphor oder Kalium, bzw. Spurenelemente wie Eisen oder Bor sind also schon vorhanden. Fehlt nur noch der Stickstoff. Den gibt es in Form von Hornspänen. In einer Menge von 150 g/m² verteilt auf zwei Gaben à 75 g. Einfach oben auf die Erde streuen und mit Hacke oder Kreil leicht einarbeiten, damit die Mikroorganismen im Boden mit dem Umsetzen anfangen können.

Verdunstungsschutz und noch mehr Futter

Zu guter Letzt mulcht Sabrina den Boden im Gewächshaus. Dazu verwendet sie all die Beikräuter, die in unseren Beeten nichts verloren haben. Die Wurzelballen dürfen aber nicht mit ins Haus, sie landen auf dem Kompost. Zum Mulchen reicht eine dünne Laubschicht. Sie wird zum Teil von den Regenwürmern unter die Erde gezogen und verwertet, trocknet zu Teil aber auch oberirdisch ein und hemmt somit Wasser daran, aus dem Boden zu verdunsten. Die Pflanzen bekommen so also noch mehr Nährstoffe und der Boden muss weniger gegossen werden.