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Querbeet-Garten Kalebassen und Tomaten

Im Mai hat Sabrina Flaschenkürbisse, auch Kalebassen genannt, gepflanzt. Diese müssen vor den ersten Frösten geerntet werden. Die jungen Kürbisse lassen sich verarbeiten wie Zucchini, die älteren trocknet Sabrina als Deko. Zudem steht die letzte Tomatenernte an.

Von: Tobias Bode

Stand: 14.10.2020

Kalebassen und Tomaten: Ernte im Querbeet-Garten | Bild: BR

Kalebassen ernten

Kalebassen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Im Querbeet-Garten wächst eine Mischung verschiedener Kalebassen in den unterschiedlichsten Formen. Kalebassen wurden weniger zum Verzehr angebaut, sie dienten vor allem als Transportgefäß. Dafür muss man die Früchte allerdings lange trocknen. Sobald sich die Stängel braun färben, kann man Kalebassen ernten. Da Kalebassen am besten hängend trocknen, belässt Sabrina einen Teil des Stiels an der Frucht. Jüngere Flaschenkürbisse sollen auch als Gemüse genießbar sein, ähnlich zu verarbeiten wie Zucchini. Ob sich Flaschenkürbisse zum Verzehr eignen, hängt auch von der Sorte ab. Denn einige enthalten viele Bitterstoffe und sind ungenießbar. Das Exemplar, das Sabrina probiert hat, erinnert mit dem frischen Geschmack in der Tat an Zucchini.

Kalebassen trocknen

Zum Trocknen hängt Sabrina die Flaschenkürbisse in die Redaktionsräume, denn die Früchte brauchen einen warmen und trockenen Platz. Das Ganze ist ein Experiment, denn ausprobiert hat Sabrina das Trocknen von Kalebassen noch nie. Das Trocknen kann mehrere Monate dauern, währenddessen muss man die Früchte regelmäßig kontrollieren. Denn die äußere Schicht der Kalebassenschale baut sich durch Pilze und Bakterien im Laufe der Zeit ab. Und damit die darunterliegende Schicht nicht angegriffen wird, muss man die weichen Schichten entfernen. Liegt die holzige Schicht frei, so die Empfehlungen aus der Literatur, wäscht man diese mit einer Essiglösung und einer Salzlösung ab, damit sich nicht erneut Pilze ansiedeln. Anschließend müssen die Früchte nochmals nachtrocknen, erst dann kann man sie verarbeiten.

Grüne Tomaten

Im Gewächshaus kann Sabrina jetzt noch die letzten Tomaten ernten. Es hängen allerdings auch noch etliche grüne Früchte an den Pflanzen. Die sind kein Fall für die Tonne! Die grünen Früchte kann man an einem dunklen und warmen Ort nachreifen lassen. Wichtig beim Nachreifen: nur unversehrte Früchte verwenden und beim Ernten darauf achten, dass keine Druckstellen an den Tomaten entstehen. Legt man einen Apfel dazu, reifen die Tomaten schneller nach, denn das Obst gibt das Gas Ethylen ab, das die Reife beschleunigt. Das Nachreifen der Tomaten kann, je nach Sorte, mehrere Wochen dauern.