BR Fernsehen - Querbeet

Tipps von Sabrina Ernten und lagern

Heute dreht sich im Querbeet-Garten alles um die Ernte. Die Kartoffeln dürfen aus dem Boden – und werden von Sabrina gleich wieder vergraben. Für eine Lagermethode ganz ohne Strom…

Stand: 26.09.2018

Querbeet-Garten: Ernten und lagern | Bild: BR

Kartoffeln ernten

'Bamberger Hörnla'

Ende Mai hat Sabrina im Querbeet-Garten Kartoffeln gepflanzt. Recht spät, allerdings stand dabei nicht unbedingt eine reiche Ernte im Vordergrund. Die Kartoffeln sollten vor allem den Boden lockern. Und das hat gut funktioniert. Dort, wo die Kartoffeln gewachsen sind, ist der Boden feinkrümelig und gut zu bearbeiten.

5 Kartoffelsorten wachsen im Querbeet-Garten. Es sind alte Sorten, die nicht nur gut schmecken, sondern auch Farbe auf den Teller bringen.

Kartoffelsorten im Querbeet-Garten:

´Rote Emmalie´ - Kartoffel des Jahres 2018

´Linda´, ´Rote Emmalie´ (Kartoffel des Jahres 2018), ´Bamberger Krumbeere´ (auch bekannt als ´Bamberger Hörnla´ oder ´Bamberger Hörnchen´), ´Blaue Anneliese´ und ´Violetta´.

Topinambur

Als nächstes kommt der Topinambur Sorte ´Bianca´ aus der Erde. Die Sorte wird maximal 2 Meter hoch und vermehrt sich nicht so aggressiv wie andere Sorten. Wichtig ist dennoch: alle Knollen und Wurzelreste müssen aus dem Boden. Die Pflanze treibt sonst wieder aus und wandert durch den Garten. Und dort soll sie auch bleiben. Denn Topinambur gehört zu den Neophyten, die heimische Pflanzen verdrängen können. Eine Wurzelsperre hindert die Pflanze daran, sich zu sehr auszubreiten.

Erdmiete

Im Querbeet-Garten haben wir keine Möglichkeit, Gemüse über den Winter zu lagern. Die Lösung: eine Erdmiete. Das hat Sabrina zwar selbst noch nicht ausprobiert, einen Versuch ist es aber wert. Und so ist die Gärtnerin vorgegangen:

- 50 cm tiefes Loch ausheben, ca. 2 m lang und 80 cm breit
- Boden lockern
- bei Problemen mit Wühlmäusen: Boden und Seitenwände mit Wühlmausdraht auskleiden und anschließend über dem Gemüse zusammenschlagen
- Gemüse rein: nur ausgereiftes und gesundes Gemüse; Gemüse vorher nicht waschen, aber die Blätter entfernen
- Solange noch kein Frost droht, das Lagergut nur mit einer dünnen Erdschicht abdecken, damit das Gemüse nicht zu viel Wasser verdunstet und vor der Sonne geschützt ist
- Je kälter es wird, desto mehr Erde muss auf das Gemüse angehäufelt werden. Bei überraschenden Kälteeinbrüchen kann ein Vlies helfen.
- Wird es im Frühjahr wieder wärmer, muss auch die Erdschicht dünner werden, damit das Gemüse nicht anfängt auszutreiben.

Flächenkompost

Das Laub der eingelagerten Gemüse (darunter Kartoffeln, Topinambur, Karotten und Rote Bete) kommt als Flächenmulch auf das ehemalige Kartoffelbeet. Wichtig: nur das Laub, keine Samenstände. Durch den Flächenkompost wird der Boden langsam und konstant mit organischem Dünger versorgt und so nachhaltig verbessert. Und auch das Umgraben wird sich Sabrina hier sparen, um die Bodenstruktur nicht zu zerstören.