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Querbeet-Garten Bohnen pflanzen

Heute pflanzt Sabrina ihre selbst gezogenen Bohnen in den Querbeet-Garten. Damit diese sich gut ausbreiten können, baut sie ein Gerüst aus Fichtenstangen. Und der erste Rettich im Hochbeet ist erntereif.

Von: Tobias Bode

Stand: 31.05.2021

Bohnen im Querbeet-Garten | Bild: BR

Feldsalat als Flächenmulch

Im Gemüsegarten schneidet Sabrina als erstes den Feldsalat zurück, und zwar mit der Heckenschere. Das kleingeschnittene Material dient als Mulchschicht für den Boden rund um das zu bauende Bohnengerüst. Der Flächenmulch hält das Wasser im Boden und setzt nach und nach Nährstoffe frei, die dann den Folgekulturen zur Verfügung stehen. Unter einer solchen Mulchschicht fühlen sich natürlich auch Schnecken wohl. Allerdings ist eine Erkenntnis im Querbeet-Garten, dass die Gemüsepflanzen mit Flächenmulch weniger von Schnecken angefressen werden. Wohingegen in Beeten ohne Flächenmulch mehr Gemüse Schneckenfraß ausweist. Es könnte also sein, dass die Schnecken durch den Flächenmulch die Jungpflanzen eher verschonen.

Gerüst für Stangenbohnen

Das Bohnengerüst baut Sabrina aus geschälten Fichtenstangen. Davon schlägt sie mehrere über Kreuz in den Boden, darauf legt sie quer einen dickeren Ast. Fertig ist das individuelle Klettergerüst. Das Gerüst fixiert Sabrina noch mit selbst gebogenen Weidenzweigen. Noch sind diese flexibel. Doch schon bald trocknen sie ein und werden so stabiler. Wird das Gerüst wieder abgebaut, kann man die Weidenringe einfach im Beet liegenlassen oder auf den Kompost geben.

Bohnen pflanzen

Dann dürfen die Bohnen ins Beet. An jede Stange pflanzt Sabrina ein bis zwei Exemplare. Da Bohnen Schmetterlingsblütler sind und sie in der Lage sind, mithilfe von Knöllchen-Bakterien Stickstoff aus der Luft zu binden, ist eine zusätzliche Düngung bei normalem Gartenboden in der Regel nicht nötig. Nur den direkten Bereich um die Jungpflanzen befreit Sabrina vom Flächenmulch. Gerade so, dass die Pflanzen ausreichend Platz finden. Dann heißt es nur noch, gut wässern, damit sich die Erde um die Wurzelballen schließt.

Rettich und Radieschen ernten

Der Gemüsebereich des Querbeet-Gartens ist für Rettich denkbar ungeeignet. Denn Rettiche brauchen einen tiefgründigen Boden mit wenig „Hindernissen“ in Form von Steinen. Daher haben wir das Gemüse im Hochbeet angebaut. Dabei haben wir auf eine regelmäßige Wasserversorgung geachtet, denn sonst wird der Rettich holzig. In die frei gewordenen Flächen pflanzt Sabrina Ringelblumen, damit das Substrat im Hochbeet auch weiterhin bedeckt ist.