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Gärtnern im Büro Gemüse aussäen und Gummibaum abmoosen

Heute ist Sabrina wieder im Querbeet-Büro. Sie möchte unter anderem Artischocken aussäen. Die sollen dann im Büro heranwachsen. Doch im Büro gibt es dafür eigentlich zu wenig Licht. Die Gärtnerin hat sich für das Problem etwas einfallen lassen.

Von: Tobias Bode

Stand: 03.03.2021

Gärtnern im Büro: Gemüse aussäen und Gummibaum abmoosen | Bild: BR

Wärmeliebende Gemüse aussäen

Los geht´s mit der Gemüseaussaat. Okra, Passionsblume oder auch Artischocke mögen es hell und warm, um keimen zu können. Mit Okraschoten hat Sabrina noch keine Erfahrung, daher legt sie zwei Samen in jeden Aussaattopf, die stärkere Pflanze wird später weiter pikiert. Als Aussaattopf verwendet Sabrina alte Joghurtbecher. Ein Loch im Boden verhindert, dass sich das Wasser staut. Als Erde verwendet Sabrina ein nährstoffarmes Aussaatsubstrat.

Anzuchtregal

Die ausgesäten Gemüse brauchen viel Licht. Aber davon gibt es im Büro nicht genug. Daher hat sich Sabrina 4 Pflanzenlampen besorgt: 60 Watt LED. Die sind hell genug, werden aber nicht zu warm. Die Lampen befestigt Sabrina in den verschiedenen Etagen des Rolltisches. In die Etagen kommen jetzt die Saatschalen. Damit die Luft ausreichend feucht bleibt, bekommt der ganze Rolltisch eine durchsichtige Haube. So haben die Jungpflanzen perfekte Bedingungen zum Wachsen.

Gummibaum abmoosen

Wer seinen Gummibaum vermehren möchte, setzt meist auf die Stecklingsvariante. Der Nachteil: bis die Pflanze richtig herangewachsen ist, dauert es. Eine Methode, bei der man schnell große Pflanzen bekommt, ist das Abmoosen. Ein weiterer Vorteil: die dabei entstehende „neue“ Pflanze hat bereits Wurzeln und läuft nicht Gefahr, zu vertrocknen. Beim Abmoosen lässt man die Pflanze erst an einer bestimmten Stelle Wurzeln bilden und schneidet dann den Steckling.

Sabrina hat dabei bisher nur zugeschaut, es aber noch nie selbst ausprobiert. So ist sie bei dem „Experiment“ vorgegangen:
- einen Trieb auswählen
- dort, wo sich die neuen Wurzeln bilden sollen, die Blätter entfernen
- an dieser Stelle die Rinde triebumlaufend in einem ca. 1 cm breiten Stück mit einem scharfen Messer entfernen
- Unterhalb der Schnittstelle mit einer Folie eine Tüte formen und diese mit feuchtem Torfmoos (aus dem Fachhandel) füllen. Die neuen Wurzeln sollen in das Moos hineinwachsen
- die Tüte oben verschließen
- Geduld haben

Bereits nach 5 Wochen hat der Ficus an der Schnittstelle Wurzeln gebildet. Jetzt entfernt Sabrina die Folie und schneidet den Trieb unterhalb der neugebildeten Wurzeln ab. Vorsichtig entfernt die Gärtnerin das Moos und pflanzt den abgemoosten Trieb ein. Damit sich der Ficus gut verzweigt, schneidet sie die Spitze der Pflanze etwas zurück. So kann der neue Ficus ans Fensterbrett.