BR Fernsehen - Querbeet

Sabrina daheim 1 Osterdeko und Tomaten pikieren

Auch in der Querbeet-Redaktion ist derzeit keine normale Filmproduktion möglich. Da die Natur aber nicht stillsteht, hat Moderatorin und Gartenbau-Technikerin Sabrina Nitsche alle Sämereien und Jungpflanzen zur Pflege mit nach Hause genommen.

Stand: 03.04.2020

Osterdeko aus dem Garten

Für Osterstimmung sorgt Sabrina in Form einer Tischdekoration aus einer großen Baumscheibe, bunten Flaschen, Gänseeiern und Gehölzen, und Blumen aus dem Garten. Die Baumscheibe dient als Unterlage. Darauf kommen die Flaschen und die Eier. Die Flaschen sind für die Zweige von Felsenbirne und Kirsche. Hierfür kann man aber alles verwenden, was gerade so wächst und gefällt. Wechselt man das Wasser dann noch alle 2-3 Tage, entfalten die Gehölze sogar ihre Laubknospen. Die ausgeblasenen Gänseeier dienen als Vasen für die Blumen, ebenfalls aus dem Garten. Bei Sabrina Löwenzahn, Gänseblümchen und Duftveilchen. Damit die Blumen darin Platz finden, vergrößert Sabrina einfach oben das Loch vom Ausblasen.

Zuvor hat sie die Eier allerdings noch gefärbt und sozusagen bedruckt mit den Blättern der jeweiligen Blumen. Dazu einige Blätter möglichst fest und flach um die Eier legen, einen alten Damenstrumpf darüberstülpen und alles mit einem Faden vorsichtig fest fixieren. So kann das Ei in die Farbe abtauchen. Ausgeblasene Eier muss man dabei unter Wasser drücken bis sie vollgelaufen sind, damit sie nicht oben aufschwimmen. Dann nur noch das Ei aus seiner Verpackung holen und hoffen, dass es mit dem Muster geklappt hat. Das ist nämlich abhängig von der Deckkraft der verwendeten Farben. Von alleine würde das Ei auf der Baumscheibe aber nicht stehen. Doch Sabrina hat eine pfiffige Lösung und formt sich aus gefärbter Holzwolle kleine Nester, in denen die Eier sicher stehen.

Woher bekommt man jetzt Pflanzen, Erde und Co.?

Viele bayerische Gärtnereien, Gartencenter und Baumärkte liefern momentan Pflanzen und Zubehör direkt nach Hause. Gärtnereien, die in Ihrer Umgebung liefern, finden Sie z.B. unter folgendem Link:

Tomaten im selbst gebauten Gewächshaus

Sabrina hat sich die Arbeit mit nach Hause genommen. Denn eigentlich sollten die Jungpflanzen für den Querbeet-Garten in den Räumen der Redaktion heranwachsen, in einem umgebauten Regal als Gewächshaus samt Beleuchtung. Im Regal hat Sabrina LED-Leuchten montiert, die für gleichmäßiges Licht sorgen. Solche Pflanzenleuchten bekommt man online bei verschiedenen Händlern. Für ausreichend feuchte Luft sorgt ein übergestülptes Mini-Gewächshaus.

Tomaten pikieren

Sobald die Tomaten das erste entwickelte Blattpaar gebildet haben, sollte man die Jungpflanzen pikieren. Das ist in der Regel zwei bis drei Wochen nach der Aussaat der Fall. Das Substrat für die Jungpflanzen sollte durchlässig und nährstoffarm sein. Die Keimlinge als erstes vorsichtig mit dem Pikierstab lösen und samt Wurzeln aus der Erde nehmen. Zu lang gewordene Wurzeln kann man auf einige Zentimeter einkürzen. Beim Einsetzen in den neuen Topf die Keimlinge tiefer setzen, als sie vorher in der Erde standen. Denn Tomaten bilden auch am Stiel Wurzeln und sind so später standfester. Die pikierten Tomaten nun noch angießen. Am besten mit einer Sprühflasche besprühen, damit die Erde zwar feucht, aber nicht zu nass wird. Dann dürfen die Jungpflanzen an einen hellen Platz, vorerst ohne direkte Sonne. Nach einigen Tagen vertragen sie mehr Licht. 

Kübelpflanzen rein – und wieder raus

Solange noch frostige Nächte angesagt sind, räumt Sabrina ihre Kübelpflanzen wie Zitrus und Rosmarin regelmäßig in den frostfreien Anbau. Das gilt auch für frisch gepflanzte Frühblüher im Topf, wie Lungenkraut oder Schlüsselblume. Wer keinen Platz hat, kann die empfindlichen Pflanzen auch über Nacht mit einem Karton oder Vlies abdecken.

Mischkultur im Topf

Einfach nur Frühjahrsblüher in einen Kübel pflanzen ist Sabrina zu langweilig! Sie setzt auch hier auf Mischkultur: eine große Schlüsselblume im Hintergrund und vorne ein paar Samen von Radieschen und Pflücksalat. Wenn das Gemüse abgeerntet ist, kommen andere Pflanzen an seine Stelle. Die Erde für ihren Kübel hat Sabrina selbst gemischt. Aus je einem Drittel Gartenboden, Kompost und Sand.
Ein Tipp zu den Radieschen: am besten alle 2-3 Tage ein paar aussäen, dann gibt’s immer Nachschub und es sind nicht alle auf einmal fertig.

Das allein macht aber noch keine Ernte. Deswegen sät Sabrina noch Kopfsalat in Eierkartons. Immer 1-2 Korn pro Ausbuchtung. Die Kartons hat sie mit Aussaaterde befüllt. Sind die Jungpflanzen dann schön herangewachsen, kommen sie ins Hochbeet. Dort können sie sich mit genügend Abstand gepflanzt zu schönen Köpfen entwickeln.

Besuch im Querbeet-Garten

Die meiste Zeit ist Sabrina derzeit zuhause. Doch auch der Querbeet-Garten braucht Aufmerksamkeit. Deswegen wechselt sich die Redaktion derzeit mit der Pflege ab. Im Prinzip klappt das ganz gut, der Nachteil ist allerdings, dass wir bei weitem nicht so oft vor Ort sein können, wie üblich. Das sieht man auch den Pflanzen an. Kohlrabi und Salat im selbstgebauten Frühbeetkasten sind gut gewachsen. Und auch im Gewächshaus sieht es ganz gut aus, Spinat und Asia-Salat sind gut gekeimt. Einzig das Salzkraut macht Sabrina Sorgen. Das mag es während der Keimphase gleichmäßig feucht und muss damit zurechtkommen, dass es momentan nicht so oft gegossen wird. Im Freiland bei den Aprikosen hat der Frost zugeschlagen und die meisten Blüten sind erfroren. Zum Glück haben die Bäume aber noch ein paar neue Knospen und Sabrina gibt die Hoffnung auf eine Ernte noch nicht auf.

Kübel für Ostern

Ein weiteres Projekt von Sabrina: einen Kübel für Ostern bepflanzen. In den kommen Goldlack (Erysimum), einige Mini-Narzissen, sowie eine Wolfsmilch (Euphorbia). Euphorbien enthalten Milchsaft, der die Haut reizen kann. Empfindliche Personen sollten beim Pflanzen Handschuhe tragen. An den Rand des Topfes sät Sabrina Kresse, die später wie ein Nest wachsen soll. Ein kleines Deko-Schaf im Kressenest macht den Kübel komplett. Kresse gehört übrigens bei Familie Nitsche zu jeder Brotzeit. Butterbrot, einige essbare Blüten (z.B. von Rosmarin oder Schlüsselblume aus dem Garten), Kresse – fertig.

Den Sommer vorbereiten

Ab Juni blühen Dahlien. Bei Sabrina dieses Jahr im Topf, dort sind sie vor Schnecken sicher. Die Knollen setzt Sabrina so, dass die Triebknospen leicht mit Erde bedeckt sind. Das Substrat ist durchlässig und eher nährstoffreich. Da die Knollen frostempfindlich sind, stellt Sabrina den Topf erstmal an einem frostfreien Platz auf. Wer keinen frostfreien Platz hat, sollte bis Ende April mit dem Setzen der Knollen warten. Diese blühen dann allerdings etwas später, als die Anfang April gesetzten Dahlien.
Anders als die Dahlien, können Zwiebelgewächse wie verschiedene Zier-Lauch (Allium in Arten und Sorten) im Topf die Nächte draußen verbringen. Sabrina setzt in einen Topf unter anderem die Zwiebeln des Rosenzwerglauchs (Allium oreophilum). Das Substrat ist eine Mischung aus Sand, Kompost und Gartenboden.