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Beete vorbereiten Bodenproben ziehen

Alle paar Jahre ist es sinnvoll, sich den Gartenboden mal genauer anzusehen. Besonders, wenn dort Gemüse wachsen soll. Eine gute Zeit für eine Bodenprobe ist der Herbst.

Von: Tobias Bode

Stand: 06.11.2020

Wissen, was im Boden steckt

Regelmäßig durchgeführte Bodenproben mit anschließenden Analysen helfen dabei, den Nährstoffgehalt im Boden zu bestimmen, die Nährstoffzufuhr, also Düngung, hieran anzupassen und so schließlich die Bodengesundheit zu erhalten und optimales und gesundes Pflanzenwachstum zu erzielen. Denn wissen, wie viel man düngen muss, kann man nur, wenn man weiß, was schon im Boden drin steckt. Sobald die Beete abgeräumt sind, kann man Bodenproben ziehen. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, darf man vor der Probenentnahme nicht mehr düngen.

Bodenproben ziehen

Bodenproben kann man mit dem Spaten oder mit dem Bohrstock ziehen. Bohrstöcke kann man sich beim nahegelegenen Gartenbauverein ausleihen. Den Bohrstock spatentief in den Boden rammen, drehend heraus ziehen und überschüssigen Boden abstreifen. Den Boden aus dem Bohrschaft gibt man in einen Eimer. Insgesamt zieht man so 10-20 Einzelproben von einer bestimmten Fläche. Zum Beispiel aus dem Gemüsegarten, der Streuobstwiese, dem Rasen oder einer Staudenrabatte. Denn je nach Nutzungsart gelten andere Richtlinien, was die optimale Versorgung mit Nährstoffen anbelangt.

Die Proben entnimmt man aus der Mitte der Fläche und nicht von Wegen oder Rändern. Nach dem Ziehen vermischt man die Einzelproben miteinander. Dann geht es für den Boden ab in die Tüte. Ist er zu nass, sollte man ihn vorher etwas abtrocknen lassen. Als Richtmaß gilt: eine Handvoll Boden in die Faust nehmen und zusammendrücken. Tritt Wasser aus, ist der Boden zu feucht. Fürs Labor benötigt man ungefähr 500 Gramm Boden, das entspricht in etwa einem halben Liter. Eine gute Orientierungshilfe ist hier ein Gefrierbeutel, in dem man die Probe getrost verschicken kann.

Formalitäten

Stimmt der Restfeuchtegehalt, füllt man die Bodenprobe ab und beschriftet den Beutel mit Namen, Adresse, Datum der Probeentnahme und der Art der beprobten Fläche. Viele Labore bieten einen Vordruck zum Ausfüllen an, den man der Probe beifügt. Auf diesem werden zum einen die Angaben von der Tüte erneut eingetragen, zum anderen hat man dort die Möglichkeit, zu bestimmen, was mit dem Boden im Labor geschieht. Also welche Parameter geprüft werden sollen. Für Hobbygärtner bietet sich die Standarduntersuchung an. Dort werden pH-Wert, Kalkbedarf und die Versorgung mit den Hauptnährelementen Phosphor und Kalium ermittelt.

Internet-Tipps:

Infos über Bodenproben von der Bayerischen Gartenakademie: