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Griechischer Bergtee Genuss aus dem Süden

146 Tonnen 'Treuchtlinger Marmor' bilden die Struktur von Barbara Krasemanns Steingarten. Viele der Gewächse hat die Gärtnerin aus Samen selbst angezogen und ins 75 Quadratmeter große Alpinum umgesiedelt. Heute kommen einige Exemplare des Griechischen Bergtees, botanisch Sideritis syriaca, dazu.

Stand: 19.05.2014

Bergtee | Bild: BR

Der griechische Bergtee fühlt sich an einem vollsonnigen Standort auf eher mageren Böden besonders wohl. Er stammt aus den felsigen Bergregionen Griechenlands und wird im Alpinum von Barbara Krasemann auch auf Fels und Steinen stehen.

Die Steine speichern die Wärme und so kann die Pflanze ihr volles Aroma entfalten. Zudem fließt überschüssiges Wasser schnell ab, denn nasse Füße mögen die Pflanzen überhaupt nicht. Einmal angewachsen zeigt der Griechische Bergtee einen gedrungenen Wuchs und bildet im Laufe der Zeit dichte Polster. Um schnell einen üppigen Bestand zu erhalten, pflanzt Barbara Krasemann die Stauden im Abstand von 20 Zentimetern in ihren Steingarten. Das kräftige Angießen sorgt für einen guten Bodenschluss. Einmal eingewachsen, braucht man Sideritis kaum mehr zu Wässern.

Griechischer Bergtee ist perfekt an heiße, trockene Standorte angepasst. Der silbrige Filz auf Blättern und Stielen schützt vor starker Sonneneinstrahlung und verhindert zugleich übermäßigen Wasserverlust.

Aromatische Blüten

Im Hochsommer entwickeln sich die 30 bis 40 Zentimeter hohen Blütenstände. Die Einzelblüten öffnen sich von unten nach oben. Ist etwa die Hälfte erblüht, kann die Ernte beginnen, dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Damit sich diese bei Hitze nicht verflüchtigen, schneidet man das Kraut am besten am späten Vormittag. Barbara Krasemann erntet nur die Blütenrispen, denn in ihnen steckt das beste Aroma. Die Blätter könnte man auch verwenden, allerdings ist ihr Geschmack nicht so intensiv wie der der Blüten. Der Griechische Bergtee lässt sich nicht nur einmal ernten, er treibt aus den Blattachseln meist noch einmal neue Rispen nach, so dass man diesen Tee über mehrere Wochen ernten kann. Verwenden kann man die Blüten sowohl frisch, als auch getrocknet. Zum Anlegen eines Vorrats die Stiele einfach bündeln und an einem dunklen, luftigen Ort zum Trocknen aufhängen.

Teezubereitung wie in Griechenland?

Bei der Teezubereitung gibt es zwei Möglichkeiten. Die traditionell griechische Variante lautet: die Blüten in kochendes Wasser geben, den Topf abdecken und das Ganze 10 Minuten weiterköcheln lassen. Barbara Krasemann bevorzugt die für die Inhaltsstoffe schonendere Version, sie übergießt die Blütenstiele mit etwa 80 Grad heißem Wasser und lässt den Tee dann einige Minuten ziehen. Um das Aroma zu unterstreichen, kommt eine halbe Stange Zimt dazu.

Genießen kann man den Tee heiß oder kalt. Aufgrund seiner sanft anregenden und stimmungsaufhellenden Wirkung wird er in Griechenland gerne nach Feierabend zum Entspannen getrunken. Seine antibakteriellen und entkrampfenden Inhaltsstoffe können zudem Erkältungen und auch Magenprobleme lindern.

Kontakt:

Barbara Krasemann
Dixenhausen 23
91177 Thalmässing
Tel.: 09173/78886
Mail: info@baerbels-garten.de


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