BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 12.05.2022

Wie Event-Gäste die Biergartenkultur bedrohen // Nürnbergs Zukunftsmuseum und Söders Gegenwart // Bayerns Bibern geht es an den Pelz // Kostbares Tiefen-Grundwasser: Run auf die letzten Reserven // Wie ein Führerscheinumtausch zur Odyssee wird -- u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 11.05.2022

Dreist aufgetischt: Wie Event-Gäste die Biergartenkultur bedrohen

Die ganze Welt beneidet Bayern um die Biergärten. Und um die Besonderheit, dass man hier sein eigenes Essen mitbringen darf. So hat es König Max Joseph I. 1812 verfügt, um einen Streit zwischen Wirten und Brauern zu entschärfen. Doch über 200 Jahre später scheint der königliche Erlass nichts mehr zu gelten. Biergartenbetreiber wollen kein mitgebrachtes Essen mehr dulden. Sie führen an, dass Gäste mehrere Tische für ganze Buffets okkupieren und den mitgebrachten Grill im Biergarten für eigene Steaks anschüren. Droht der traditionellen Freiheit durch die Dreistigkeit der Gäste das Aus?

Teure Visionen: Nürnbergs Zukunftsmuseum und Söders Gegenwart

Von Franken lernen, heißt Zukunft lernen! Dachte sich wohl Markus Söder, als er noch als Finanzminister Nürnberg mit einem Zukunftsmuseum beglückte. Doch in der lästigen Gegenwart kritisiert der Oberste Rechnungshof, dass bis 2044 inkl. teurer Miete wohl Kosten von 200 Millionen Euro anfallen. Der Mietvertrag sei sehr vermieterfreundlich ausgelegt. Dass der Vermieter als CSU-nah gilt, macht die Kritik nicht leiser. Oder will Zukunftsfreund Söder die Bayern darauf vorbereiten, dass alle zukünftig eben sehr viel mehr Miete zahlen müssen?

Aufruhr im Auenland: Bayerns Bibern geht es an den Pelz

In der Oberpfalz geht ein Serientäter um, der Biber tötet. Die Polizei sucht mit Drohnen nach weiteren Kadavern und setzt eine Belohnung aus. Und im Allgäu wurde ein Biber von einem 34-Jährigen mit einer Schaufel erschlagen. Dabei leistet sich Bayern ein Heer an Biberberatern und sogar zwei hauptamtliche Bibermanager. Doch offensichtlich ist bei Einigen im Land die Schmerzgrenze bei Biberschäden überschritten. Fehlmanagement oder mangelnde Bereitschaft, der Natur mehr Raum zu geben?

Kostbares Tiefen-Grundwasser: Run auf die letzten Reserven

Unter Bayern liegt ein Schatz: Tiefen-Grundwasser. Es ist besonders rein, denn es regeneriert sich nur über Jahrhunderte. Daher ist es als letzte Notreserve gedacht. Doch die Reinheit weckt Begehrlichkeiten. Firmen möchten den wertvollen Rohstoff in Flaschen abfüllen und verkaufen. Stadtwerke wollen die Vorkommen zur Wasserversorgung anzapfen, da jetzt Gewerbegebiete auf den bisherigen Wasserschutzgebieten liegen. Oder weil die übrigen Brunnen mit Nitrat verseucht sind. Trotz Klimawandel und Dürrephasen: wie kostbar Wasser ist, scheint immer noch eine Ermessensfrage

Diskriminierung? Wie ein Führerscheinumtausch zur Odyssee wird

Anna Schweitzer fährt seit 40 Jahren unfallfrei, seit sie ihren Führerschein gemacht hat. Doch als sie nun ihren alten Führerschein umtauschen wollte, wie Millionen andere Deutsche, kam eine böse Überraschung: Die Gemeinde möchte, dass sie ein Gutachten erbringt, ob sie überhaupt verkehrssicher Autofahren kann. Denn Frau Schweitzer ist spastisch gelähmt. Dabei hat sich ihre Behinderung in den vergangenen 40 Jahren nicht verändert. Notwendige Vorsichtsmaßnahme der Gemeinde oder unzulässige Diskriminierung? Frau Schweitzer jedenfalls ist kämpferisch.

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Johannes Bär, Sonntag, 15.Mai 2022, 13:25 Uhr

16. Biber

Bei uns am Ort macht der Biber massivste Schäden, er ruiniert jeden zweiten Baum an der Mangfall.
Wie die Deutsche Bahn, die auch hemmungslos jeden Baum umschneidet, der in 50 m Umkreis zum Gleis wächst. Fazit : Sehe ich die Zerstörung, due der Biber hier anrichtet ist der Biberschutz kontraproduktiv.

Monika Mößner , Freitag, 13.Mai 2022, 15:28 Uhr

15. Führerschein Entzug

Ich bin aus Regensburg. Habe schon von mehreren Seiten gehört, dass die Ämter in Regensburg fragwürdige Entscheidungen treffen. Ich find wie man mit der Dame umgeht entwürdigend. Ich finde so etwas ist auch Rassismus.

Walter Reiff, Freitag, 13.Mai 2022, 15:08 Uhr

14. Bericht über Anna Schweitzer in der Sendung quer vom 12.05.2022

Ich kann Frau Schweitzers Ärger über das Verhalten der Behörden sehr gut nachvollziehen
Ich selbst erlitt 2014 im Alter von 62 Jahren einen Schlaganfall und bin seitdem rechtsseitig
teilweise gelähmt und war bis Eintritt des Rentenalters auf Sozialhilfe angewiesen. Von
1 April 2016 bis 31. März 2017 ist diese mir ganz versagt worden mit der Begründung, dass
der Landkreis Ludwigsburg im Interesse seiner Bürger sparsam wirtschaften müsse.
Mit meiner körperlichen Behinderung habe ich keine Probleme, auch psychisch nicht.
Womit ich erhebliche Schwierigkeiten habe, sind die geistig Behinderten in den verschiedenen
Behörden, denn ich erkenne an ihrem Verhalten eine Menge geistiger Defizite.

  • Antwort von Bruno Schillinger-Safob, Samstag, 14.Mai, 21:34 Uhr

    Gegenfrage bei angeblichen Sparzwang
    "Sparen ist immer gut und ich bin auch sicher, das Sie auf ihr Gehalt verzichten, oder begehen Sie durch Gehaltsannahme sogar Vorteilsnahme- Gewährung, sind also korrupt?"
    Danach sind die plötzlich ganz ruhig.
    Spassig wurde es, wenn Vorgesetzte dazukamen und man Verständnis für das "sparen" äußerte und sie zu ihren Mitarbeitern beglückwünschte die zur Entlastung des Haushaltes auf ihr gehalt verzichten, denn wenn Sie den Bürgern die Sozialleistungen verweigern und damit Recht auf Leben, dann sind sie sicher nicht so unverschämt/korrupt, selbst Gehalt abzuzocken. :-))))
    PS es geht bei diesen BüroKrauts nur noch mit sofortigen verbalen Ohrfeigen weiter
    PPS die BüroKrauts sind nicht behindert - die sind einfach so degeneriert

Nils, Freitag, 13.Mai 2022, 13:50 Uhr

13. Führerschein für Mitarbeiter!

Wie kommt denn bitte solch ein Mitarbeiter zum TÜV?
Gibt es dort nicht ein Mindestmaß an Emphatie?

Wonach werden dort Mitarbeiter ausgesucht?

Vielleicht sollten sie auch alle paar Jahre ihre Mitarbeiter testen
oder besser noch schulen...

Pah...

Manuela Konrad, Freitag, 13.Mai 2022, 11:56 Uhr

12. Diskriminierung? Wie ein Führerscheinumtausch zur Odyssee wird

Danke für den Film. ich habe eine Conterganschädigung und ähnliche Erfahrungen gemacht, Vor 6 Jahren habe ich meinen roten Führerschein getauscht. Der alte mit zahlreiche Auflagen, die eigentlich hinfällig sind, wegen der neuen Standards (elektr. Fensterheber, Startknopf, ect.). Jetzt muss ich 3 DIN A4 Seiten immer mit dabei haben. Zudem wurde mir unterstellt, ich sei eine Gefahr für den Verkehr, ich fahre seit 1980, damals 36 Jahre, unfallfrei mehr als 500 000 km! Zudem habe ich die Auflage, kein Fahrzeug mit mehr als 1500kg fahren zu dürfen. Ich fahre ganz sicher einen Volvo xc 60, für mich das beste Fahrzeug, was ich je gefahren habe, wiegt aber wohl 2500kg. Kleine Fahrzeuge haben oft weniger Komfort als größere, sie sind deshalb für mich ungeeignet. Die Auflagen zu kappen bedeutet für mich ebenfalls wie für die Frau im Film, ein Besuch beim TÜV in Hannover und Kosten. Ich fahre doch keinen PKW, den ich nicht steuern kann!