BR Fernsehen - quer


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quer komplett Ganze Sendung und Kommentare vom 29.07.2021

Tierheime voll mit Corona-„Rückläufern“ // Geimpften-Rechte verschleppt? // Katalysator-Diebe suchen Edelmetalle // Wem gehört die Stadt? // Freie Wähler wollen Gerüche schützen - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 28.07.2021

Ein Hundeleben: Tierheime voll mit Corona-„Rückläufern“

In der Pandemie haben sich mehr Leute als sonst ein Haustier angeschafft: Gassi gehen war eine sinnvolle Beschäftigung im Lockdown, die Ausgangssperre durfte man mit Hund sogar umgehen. Viele haben sich mit Haustier weniger einsam gefühlt. Jetzt scheint es, dass zahlreiche dieser „Corona-Haustiere“ ausgedient haben: Die Tierheime sind voll mit Tieren, für die jetzt niemand mehr Zeit hat und denen man zum Teil sogar ansieht, dass sie ein Jahr lang nicht richtig betreut wurden.

Geimpften-Rechte verschleppt? Bayern droht konfliktreicher Herbst

Die Debatte um mehr Freiheit für Geimpfte nimmt auch in Bayern Fahrt auf. Mehr Rechte könnten Unentschlossene zur Impfung motivieren. Noch fordern die Geimpften nicht massenhaft ihre Grundrechte ein, zumal derzeit ohnehin kaum Beschränkungen gelten. Und manchen Politiker würden eine Entscheidung ohnehin gern vermeiden, zumindest bis zur Wahl. Dabei sagen alle Prognosen: Die Chance, durch Impfung einer vierten Welle zu entgehen, gibt es nur noch jetzt sofort. Gelingt das nicht, dann drohen wieder Einschränkungen – und mit ihnen ein umso schärferer Konflikt um die Frage, ob Menschen mit und ohne Impfung gleichbehandelt werden.

Das Gold im Auspuff: Katalysator-Diebe suchen Edelmetalle

Immer wieder verschwinden an Autos in Bayern die Katalysatoren. Die Zahl der Katalysator-Diebstähle ist in den vergangenen Jahren gestiegen, denn in einem „Kat“ stecken seltene Erden, vor allem Rhodium. Der Rohstoffpreis geht weltweit durch die Decke, Rhodium ist mittlerweile wertvoller als Gold. Den Klau aber bemerken Autobesitzer meist zu spät, und die Polizei ist dann oft machtlos. Ganze Fuhrparks in Bayern wurden schon von Dieben ausgeweidet. Und die Nachfrage ist da: Im Kampf gegen Abgase wächst der Hunger nach Rohstoffen für Katalysatoren weltweit.

Von ewigen Löchern und Baugruben: Wem gehört die Stadt?

Glamouröses Einkaufen, mitten in Hof: So lautete das Versprechen eines Luxemburger Investors, der vor vier Jahren die „Hof Galerie“ bauen wollte. Doch heute: Erdhaufen statt Einkaufen. Das Projekt liegt auf Eis, der Investor wird vorerst nicht bauen. Nicht das erste Mal, dass eine bayerische Stadt in die Röhre schaut, nachdem ein Investor hochfliegende Pläne verkündet hat. Aber für die Kommunen ist es sehr schwer, sich gegen einen Investor durchzusetzen – denn wer zahlt, schafft an.

Das riecht nach Wahlkampf - Freie Wähler wollen Gerüche schützen

Beschwerden gegen Bäckerei-Geruch, Klagen gegen den Geruch einer Käserei – bald vielleicht Petitionen gegen Kuhfladen-Geruch? So kann es in Bayern nicht weitergehen, finden die Freien Wähler, und sie haben eine Idee: Bayerische Gerüche und Geräusche gesetzlich schützen! Doch was ist ein typisch bayerischer Geruch? Ist das nicht auch der Diesel-Gestank an der Landshuter Allee in München oder der Döner am Landshuter Hauptbahnhof? quer stößt mittenhinein in die Frage, was Bayern olfaktorisch ausmacht.

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Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 29.07.2021. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Wolfgang Zenker, Sonntag, 01.August 2021, 12:31 Uhr

32. Lassen sich "Aluhüte" impfen?

Grundsätzliches zuerst: Einzelmenschen schlossen sich seit jeher zu höheren sozialen Einheiten zusammen, weil ihre Existenz dadurch sicherer wird: Der Staat - wenn er funktioniert -, veranlasst Notwendiges, um Not abzuwenden.

In Zeiten langen Wohlstandes ohne Not hat sich jedoch Auflösung ausgebreitet: Unreflektierter Individualismus, als "Freiheitsliebe" getarnt, ist wichtiger als soziale Verantwortung; Vergnügen als individueller Freiraum ist wichtiger, als erforderliche Vorsorge aller (mein Menschenrecht auf die Party). Auf diese Weise zerfallen Gesellschaften in Blöcke, die sich zunehmend feindselig gegenüberstehen.

Die Staatsmacht, repräsentiert durch Abgesandte von Parteien in Parlament und Regierung, möchte wählbar bleiben, und entzieht sich deshalb tendenziell, das erkannt Notwendige durchzusetzen.

Deshalb war es einfacher, unsere Freiheit am Hindukusch zu verteidigen (hier war keine Not auf Kosten des Individualismus zu wenden), als eine Impfpflicht durchzusetzen.

Franz Offenbächer, Samstag, 31.Juli 2021, 16:54 Uhr

31. @25. Der Welt beste Impfexperten von quer — Nachtrag

Da habe ich doch was übersehen: „ich sehe doch einige Patienten, die Monate nach der Impfung ein Fatigue Syndrom entwickeln“. „Die ersten Impfungen fanden am 26. Dezember 2020 statt.“ meint zumindest Wikipedia. Nun, mir persönlich sind da drei konkrete Fälle bekannt. Einer davon entwickelt mit tödlicher Sicherheit keine Langzeitfolgen. Die beiden anderen? Unklar. Aber daß die jeweils für einige Wochen auf der Intensivstation lagen ist sicher. Und davon wurde eine Person nach mehr als einem halben Jahr immerhin wieder (vorläufig?) gesund geschrieben.
Ach ja: welche Langzeitfolgen liefert so eine Infektion? Die erfolgt immerhin mit erheblich mehr Bestandteilen als dem da als Grundlage für so einen Impfstoff dienenden Fragment. Das da also, neben allen anderen Besstandteilen, auch für diese Langzeitfolgen dienen kann.

Franz Offenbächer, Samstag, 31.Juli 2021, 16:48 Uhr

30. @25. Der Welt beste Impfexperten von quer

„Langzeiterfahrungen fehlen völlig“ — Nun, machen wir es, wie beispielsweise schon damals rund um den Schwarzen Tod: abwarten. Wenn sich die Mindestabstände so langsam zur blanken Illusion entwickelt haben, dann erübrigt sich alles Andere nach und nach von selbst. Immerhin würde sich das Problem mit dem Zuviel Menschen ja auch gleich erledigen. Meine Schätzung: unter 2 Milliarden könnten schon übrig bleiben.  — Oder wie?

Franz Offenbächer, Samstag, 31.Juli 2021, 16:42 Uhr

29. @24. Tierheime voll mit Coronatieren

Mir geht da gerade so ein unausgegorener Gedanke durch den Kopf: wie wäre es mit „Hundesteuer für mindestens …“? Direkt dranhängen: die Tierheime. Und wer da Steuern hinterzieht darf gleich für die Mindestfrist das Doppelte an entsprechende Institutionen „spenden“. Also zusätzlich zum sonst Üblichen, das einem da seitens der Finanzbehörden droht. Irgendwas in der Art.

Franz Offenbächer, Samstag, 31.Juli 2021, 16:36 Uhr

28. @20. Mir wird schwindelig bei der Transformation in Sachen Klimaschutz

„ über 50 AKWs und der soll jetzt grün sein?“ — Ja wo wäre denn da das Problem? Atomstrom ist ganz schnell grün angestrichen! Man muß den dafür nur geeignet zwischenlagern. Beispielsweise indem man den nutzt, um damit Wasser von unten nach oben zu pumpen. Schon ist daraus eine „grüne“ Wasserkraft-Stromquelle geworden, findet sich in so manchem (allen?) „grünen“ Rechnungen der Energieversorger wieder!
Nein, das ist nicht meine Idee. Die hatten andere (ja welche nur?) schon länger.