BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare für den 29.04.2021

Impfrennen in Bayern: Wie komme ich schnell zum richtigen Stoff?// Wein-Bewässerung entzweit fränkische Winzer // Das Schallschutz-Drama von Geiselwind // Schlachtabfälle vor der Haustür: Wie es einem Dorf gewaltig stinkt // Sparen trotz Corona: Wird die Pflege dem Gewinn geopfert? - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 28.03.2021

Impfrennen in Bayern: Wie komme ich schnell zum richtigen Stoff?

Lange haben die Bayern geduldig auf einen Impftermin gewartet. Doch das ändert sich gerade: Vor dem Hintergrund der bald fallenden Priorisierung und der Debatte um Grundrechte für Geimpfte beschleicht manchen das Gefühl, geduldiges Anstehen in der Impf-Schlange könnte nicht mehr reichen: Geht es beim Arzt vielleicht schneller als im Impfzentrum? Warum ist eigentlich der Nachbar schon geimpft? Ist es moralisch überhaupt vertretbar, sich jetzt aktiv um einen schnelleren Termin zu kümmern? quer über die Impf-Strategien der Bayern, und über die, die weiter geduldig anstehen wollen.

Trockener Tropfen: Wein-Bewässerung entzweit fränkische Winzer

Im von Trockenheit geplagten Unterfranken setzen viele Weinbauern mittlerweile auf zusätzliche Bewässerung. Nur so, glauben sie, ließen sich auch in Zukunft noch die gewohnten Erträge erwirtschaften. Hohe Fördergelder fließen in Bewässerungsprojekte. Doch mittlerweile gibt es auch Kritik aus den eigenen Reihen: Besonders Bio-Weinbauern warnen: Wasser für den Weinbau sei auf Dauer nicht nachhaltig und schlecht für die Qualität. Eine Richtungsentscheidung für den Frankenwein.

Unendliche Geschichte: Das Schallschutz-Drama von Geiselwind

Die Sehnsucht in Geiselwind nach einem Lärmschutz ist schon fast so alt wie die benachbarte A3 selbst. Jahrzehntelang kämpften Bürgerinitiativen, setzten sich Kommunalpolitiker für einen Schallschutz ein. 2009 sollte es dann eigentlich losgehen, und - nach ein paar Hindernissen - steht seit 2019 auch ein Lärmschutzwall für mehrere Millionen Euro. Doch der muss jetzt wieder abgerissen werden: Baumängel. Und mancher in Geiselwind fürchtet, dass die Geschichte doch nicht so schnell vorbei ist.

Schlachtabfälle vor der Haustür: Wie es einem Dorf gewaltig stinkt

Wenn es wärmer wird, gehen einige Bürger aus Unterthürheim im Landkreis Dillingen nur ungern raus: Dann riecht es im Dorf nach Blut und altem Fleisch. Ein Landwirt hat seinen Betrieb erweitert und handelt auch mit Schlachtabfällen. Die Anwohner beschweren sich über Müll, Geruch und starken Verkehr. Doch der Handel mit den unappetitlichen Überresten der Zivilisation ist ein gutes Geschäft - auch wenn es den Nachbarn stinkt.

Sparen trotz Corona: Wird die Pflege dem Gewinn geopfert?

Die Situation auf Bayerns Intensivstationen wird in der dritten Welle immer dramatischer, das Pflegepersonal ist enormen psychischen Belastungen ausgesetzt. Viele Tote, viel Druck, ein von Sparzwang gebeuteltes Gesundheitssystem unter Dauerbelastung. Ärzte warnen bereits vor einer Welle von posttraumatischen Belastungsstörungen. Und vor Kündigungen: Viele Pflegekräfte überlegen sich, den Beruf zu wechseln, etliche sind im vergangenen Jahr bereits gegangen. Und während immer mehr Personal ausgebrannt das Handtuch wirft, geht das Sparen in manchen Krankenhäusern sogar noch weiter.  

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Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 29.04.2021. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Kommentare

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Mayershofer Jürgen, Freitag, 07.Mai 2021, 11:39 Uhr

28. Uns stinkts!

Uns stinkts und unser Lebensraum wird seit Jahren rücksichtslos geschädigt!
Wir wollen endlich wieder einen Sommer und Erholung im Garten ohne Gestank.
Endlich wieder Freitag- und Samstagabende ohne Lärm und Gestank.
Endlich wieder gemütlich mit Leuten zusammensitzen und genauso wie die Bürokraten "das wohlverdiente Wochenende" genießen, welches diese Bürokraten uns seit Jahren versauen.
So ein Verhalten eines "Unternehmers" ist verantwortungslos!

Franz Offenbächer, Freitag, 30.April 2021, 16:35 Uhr

27. @Bernd Hensel, Donnerstag, 29.Apr— „Bundesverfassungsgerichtsentscheidung heute“

Das hatte ich um 20:09 Uhr schon erwähnt. BTW: Artikel 2 nimmt weder Kinder oder „sonst wie Jüngere“ aus. Und 19 Abs. 1 auch nicht. Artikel 14 Absatz 2 und Nummer 15 sind hier vermutlich „sehr interessant“.

Franz Offenbächer, Freitag, 30.April 2021, 16:27 Uhr

26. @Andreas B., Donnerstag, 29.April 2021, 22:49 Uhr

„hoffe lieber auf eine Schluckimpfung“: ich bin zwar weder Biochemiker noch Arzt (oder „irgendwas in der Art“), aber dennoch bin ich mir recht sicher, daß daraus kaum was werden wird. Denn: alles, was ich bislang zu den einzelnen Mitteln und ihrer Wirkungsweise mitbekommen und verstanden habe, deutet sehr darauf hin, daß keines davon den Verdauungstrakt überstehen würde. Immerhin: auch die Viren „tun sich schwer“, an den Atemwegen und der Lunge vorbei zu kommen (tun es aber anscheinend gelegentlich doch, irgendwie).

Und zur Angst vor der Nadel: ich habe da eine kindliche Erinnerung ans Krankenhaus. Nächtens lief da jemand mit einer „Sprizte“ vorbei. Die hatte ein Volumen von ca. zwei bis drei Litern … Und? Ja, eine Zeit lang machten mich die Dinger auch nervös. Mit der Zeit wuchs aber „2l sind keine Spritze“ (keine Ahnung, für was man so etwas braucht). Und damit war das dann erledigt.

Reiner, Freitag, 30.April 2021, 12:56 Uhr

25. Süß braucht die Einsamkeit nicht zu fürchten

Plötzlich stehen sie da, die weiteren 9 Kumpels oder Brüder von Christoph Süß! Und alle im Gleichschritt ;-) Toll gespielt und ein echtes Highlight gegen die Einsamkeit, die jetzt bei Corona diskutiert wird. "1000 Freunde bei Facebook und trotzdem einsam", kam nun die pandemiebedingte Diskussion auf. Falsch, vorher waren viele Menschen auch schon einsam. Über Single-Haushalte wurde regelmässig berichtet. Warum packt man Themen je nach Gusto in einen anderen Kontext?

Norbert, Freitag, 30.April 2021, 12:44 Uhr

24. Schlachtabfällehandel mitten im Dorf

Mein Beileid, diesem Dorf.

Der Nutzungswandel auf dem vormaligen Bauernhof müsste doch vorher genehmigt werden? Gerade eben an anderer Stelle gehört: Um den Bau oder Nutzung eines Anwesens als Moschee zu verhindern hat ein Landratsamt eine sogenannte "Baulast" auf das Anwesen deklariert. Punkt, Schluss und Aus.

Wieso geht so etwas nicht in Dillingen?

  • Antwort von Bruno Schillinger-Safob, Samstag, 01.Mai, 16:12 Uhr

    Im Bericht wurde doch gesagt:
    - die ehemalige Bauer hat alle Genehmigungen
    - die Kontrollen finden nur zu den üblichen Behördenzeiten statt (Wieso eigentlich? Es gibt genug Behörden die rund um die Uhr kontrollieren.)

    Unser Fazit: Die Behörden haben KEIN Interesse etwas zu tun. Am Ende findet man noch raus, das sie Fehler gemacht haben oder Teil einer Amigo Connection sind.

    Kein Wunder das der Bauer den Bauplatz nur als Parkplatz nutzt. Neubau heißt Einhaltung aktueller Vorschriften, während sein "Bauernhof" genehmigten Bestandsschutz hat-