BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 08.04.2021

Was macht Söders Kanzlerambition mit Bayern? // Zimmerern geht der Baustoff aus // Politik verweigert Corona-Schutz am Arbeitsplatz // Holzenergie für die Umwelt – oder fürs Image?// Mysteriöses Frankenbier in Chinas Metropole - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 07.04.2021

Unions-Drama: Was macht Söders Kanzlerambition mit Bayern?

Immer lauter werden die Rufe aus der Union, Markus Söder solle als Kanzlerkandidat antreten. Zieht bald tatsächlich der erste CSUler ins Kanzleramt ein? Derzeit schauen die Umfragen für einen Unionskanzler, ob von der CSU oder der CDU, immer schlechter aus. Denkbar wäre also, dass Markus Söder als Kandidat antritt, aber am Ende nicht als Kanzler landet – wie weiland Franz Josef Strauß oder Edmund Stoiber. Und dann? „Was wäre, wenn?“ – das ist dieser Tage die meistbegrübelte Frage in der Union. quer spielt die Szenarien im Entscheidungsdrama der Union durch – aus bayerischer Sicht.

Kein Holz für die Hütten: Zimmerern geht der Baustoff aus

Bauen mit Holz gilt vielen als umweltfreundliche Alternative. Es hält die Wärme, bindet CO2 und ist besser recycelbar als normale Dämmstoffe. Doch nach der Holzschwemme vergangener Jahre gibt es nun kaum Bauholz auf dem Markt. Große Sägewerke exportieren es vor allem nach Nordamerika, wo Holz extrem nachgefragt ist und entsprechend gut bezahlt wird. Die Folgen hier: horrende Verteuerung beim Material, Baustopps drohen. Bayerische Handwerker fordern, die Politik solle endlich eingreifen.

Der blinde Fleck: Politik verweigert Corona-Schutz am Arbeitsplatz

„Die Lage ist ernst“, betont die Kanzlerin immerfort. Doch anders als im privaten Bereich oder im Bildungswesen tut die Politik bei den Unternehmen weiter so, als gäbe es kein Infektionsrisiko: Keine Testpflicht, keine Homeoffice-Pflicht. Und weil ohne entsprechende Vorschriften die Infektionen am Arbeitsplatz und in vollen U-Bahnen zunehmen, entfalten die Beschränkungen im privaten Bereich, im Einzelhandel und in der Gastronomie kaum Wirkung. Die Folge: Der Lockdown dauert immer länger.

Streit ums Kraftwerk: Holzenergie für die Umwelt – oder fürs Image?

Audi möchte seine stolzen Karossen gern klimafreundlicher produzieren. Ein Biomassekraftwerk bei Kösching soll dabei künftig helfen. Für Audi ist das schon der vierte Anlauf, Versuche anderswo scheiterten. Auch in Kösching droht das Aus. Eine Bürgerinitiative fürchtet Verkehr, Lärm, Gestank und findet: So klimafreundlich sei das Kraftwerk nicht, belastetes Holz könnte verheizt werden, oder von weither importiertes. Beide Seiten fahren Wissenschaftler und Anwälte auf. Droht das St. Florians-Prinzip in Kösching den Klimaschutz zu verhindern, wie die Befürworter des Kraftwerks meinen?

Shanghaier Urstoff? Mysteriöses Frankenbier in Chinas Metropole

Die Schlossbrauerei in Brand bei Marktredwitz versorgte jahrhundertelang den kleinen Ort mit nahrhaftem Bier. 1969 stellte sie den Betrieb ein. Doch nun taucht die Marke in Shanghai auf, als Bier mit bayerischer Historie, doch nur für China. Wird hier eine verlorene Kostbarkeit der heimischen Braukultur dem Weltmarkt in den Rachen geworfen? Oder rettet am Ende die Lust der Chinesen auf süffiges Bier eine alte nordbayerische Traditionsmarke?

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Rainer Wahnsinn, Samstag, 17.April 2021, 10:09 Uhr

37. Streit ums Kraftwerk

Schade, der Beitrag über das Kraftwerk ist leider nicht objektiv.
Die Bürgerinitiative wird mit aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen unglaubwürdig gemacht.
Beide Seiten haben Argumente und sollten mit gleichem journalistischen Wohlwollen in den Bericht einfließen.
Gerade mit dem Hintergrund, das Prolignis juristisch gegen die Bürgerinitiative und den Bürgerentscheid vorgegangen ist (wie im Donau Kurier berichtet)
finde ich das bedenklich.
Im Allgemeinen sollten man darüber nachdenken das Lobbyarbeit nicht nur in der Politik, sondern auch in den Medien gefährlich ist.

Franz Offenbächer, Donnerstag, 15.April 2021, 21:55 Uhr

36. Oiwongers Verfassung

läßt, nein, ließ mich gerade, als er in den Nachrichten gezeigt wurde, hören, daß er schwer etwas dagegen hat. Gegen diese Ausgangssperren. Gerade jetzt, wenn Licht (und Wetter?) endlich wieder anständige Corona-Partys ermögichen würden!
Seeder oder Söhofer? Bei zu hohen Drehzahlen sind die alle nicht mehr zu unterscheiden.

Herbert Sailer, Mittwoch, 14.April 2021, 23:04 Uhr

35. Kanzlerkandidatenstreit Söder / Laschet

16 Jahre CDU Kohl
16 Jahre CDU Merkel
...ab wann darf dann mal ein CSU Kandidat Kanzler werden? Noch dazu einer, der auch Chancen hat?

Reiner, Mittwoch, 14.April 2021, 13:06 Uhr

34. Neuer zusätzlicher Sendeplatz für Quer

Das wäre abends im ZDF, statt der Sendung "Markus Lanz".

Diese Sendung wird zunehmend zur Farce. Da der Moderator mit einigen Politikprofis wohl doch nicht alleine fertig wird, werden nun mehr und mehr Unterstützungskollegen eingeladen. Selbst der Journalisten-Opa Bremer muss herhalten. Die Widersprüche in der Argumentation machen diesen Journalismus so reisserisch beliebig. Bestes Beispiel gestern wieder in der Frage zum Kanzlerkandidaten, war der Vergleich mit den Grünen. Es wurde gesagt, bei den Grünen würde diese Frage völlig geräuschlos über die Bühne gehen. Hallo? Geräuschlos nennt man das jetzt nach belieben? Wenn das früher die CDU oder CSU gemacht hatte, dann hätte man eher von Hinterzimmer oder Kungelei gesprochen.
Zurecht!

Genauso laufen diese Sendungen ständig ab. ZDF als Teil-ÖR hat welchen Auftrag? Zur politischen Bildung beizutragen? Aber was nützt eine Sendung, die täglich ihre eigene Haltung ändert bzw. mehr zur Destabilisierung und Desinformation beiträgt?

Anita , Montag, 12.April 2021, 21:05 Uhr

33. Zum Beitrag HWK in Kösching

Ich bin entsetzt. Anders kann ich’s gar nicht beschreiben. Mir ist durchaus bewusst das quer keine Nachrichtensendung ist und dementsprechend in einem Satireformat Dinge pointiert und überspitzt dargestellt werden. Aber wer die befragten Bürger, Kommunalpolitiker und Ehrenamtlichen kennt, erkennt sie in diesem Bericht nicht wieder. Derart aus dem Zusammenhang gerissen „Interviewfetzen“ zu senden ist wirklich schlechter Journalismus. Schade. Ihr habt damit treue Zuschauer vergrault. Und Eure Interviewpartner - verdiente Bürger - unverhältnismäßig lächerlich gemacht. Müsst ihr tatsächlich mit den Ängsten der Bürger eure Quote pushen?