BR Fernsehen - quer


20

quer komplett Sendung und Kommentare vom 18.06.2020

Wie Großbrauereien Wirte hängen lassen // Markus Söder und die Kanzlerfrage // Die Wasserschlacht am Ettwieser Weiher// Jäger werden Fleisch nicht los // Wie viel Feuerwehr braucht das Dorf? - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 17.06.2020

Business statt Wirtschaft? Wie Großbrauereien Wirte hängen lassen

Zahlreiche Wirte berichten quer, dass sie sich von den großen Brauereien im Stich gelassen fühlen. In der Coronakrise wissen viele nicht, wie sie die Pacht für ihre Wirtshäuser zahlen sollen, manche fürchten schon Verzugszinsen. Die Unsicherheit ist groß. Dabei gibt es unter Bayerns Brauereien durchaus viele, die alles tun, um ihre Wirte zu unterstützen. Vor allem ortsansässige Betriebe, die einen direkten Bezug zu ihren Pächtern haben, kümmern sich jetzt in der Not. Doch einige bayerisch klingende Brauereien sind längst Teil internationaler Konzerne, die Gebäude wurden verkauft an Immobilien-AGs. Wer als Global Player im Weltmarkt auftritt, der scheint für die Sorgen des kleinen Wirts an der Ecke oft kein Gehör zu haben.

Will er oder will er nicht? Markus Söder und die Kanzlerfrage

Er hat dementiert, er hat abgewunken, und trotzdem träumen in Markus Söders fränkischer Heimat viele vom nächsten Franken im Kanzleramt. 57 Prozent der Bayern halten Söder nach einer aktuellen Umfrage für den besten Kandidaten. Amtsvorgänger Günther Beckstein kann sich zwar eigentlich nicht vorstellen, dass die CDU statt eines eigenen Kandidaten den CSU-Chef nominiert. Aber falls doch, so Beckstein, könnte sich Söder nicht entziehen. Langjährige Kritiker reiben sich derweil verwundert die Augen, angesichts des rasanten Imagewandels vom politischen Wadlbeißer zum Corona-Manager der Mitte. Könnte der Machtmensch aus Nürnberg wirklich der Versuchung widerstehen, das zu vollbringen, woran selbst Strauß und Stoiber scheiterten?

Baden oder Bachmuschel? Die Wasserschlacht am Ettwieser Weiher

Große Enttäuschung am Wochenende in Marktoberdorf: Der beliebte Badesee Ettwieser Weiher war fast leer, mehr Schlammbad als Badespaß. Eigentlich wird der Weiher zum Baden aufgestaut. Doch nachdem der See für Bauarbeiten ausgelassen wurde, kam in diesem Jahr die Trockenheit. Das Problem: Beim Aufstauen könnte nicht mehr genug Wasser in den Ettwieser Bach abfließen. Und da lebt die geschützte Bachmuschel. Die Badegäste sind sauer, Naturschützer pochen auf Muschel-Schutz. Jetzt könnte ausgerechnet der Dauerregen die Badesaison doch noch retten.

Wildbret-Berge: Jäger werden ihr Fleisch nicht los

Bayerns Jäger stecken in der Klemme: Sie sollen jede Menge Wildschweine erlegen, doch sie bekommen zunehmend Probleme, ihr Wildfleisch zu verkaufen. Denn Gaststätten und Restaurants nehmen in der Corona-Krise viel weniger ab. Die Preise sind im Keller, der Großhandel zahlt schlecht und professionelle Vermarktungs-Wege vor Ort gibt es meist nicht. Zwischen der Pacht und den Einnahmen aus dem Fleischverkauf klafft oft eine große Lücke. Viele Jäger fühlen sich und ihr edles Wildfleisch nicht ausreichend wertgeschätzt.

Kleckern oder klotzen: Wie viel Feuerwehr braucht das Dorf?

Für ihre Freiwillige Feuerwehr in Hörbach wollte die Gemeinde ein deutlich größeres, neues Feurwehrhaus bauen, mitten in den Ort. Doch einige Anwohner wenden sich dagegen, sie fürchten um das historische Ortsbild. Und sie fragen sich, ob das alles wirklich nötig ist, wo doch nur zwei Kilometer weiter, im Nachbarort, ebenfalls ein Feuerwehrhaus gebaut werden soll. Ein Bürgerbegehren fordert nun, dass sich die Orte ein Feuerwehrhaus teilen. Die Feuerwehr als unumstrittene Institution? Nicht mehr überall.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 18.06.2020. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


20

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Marcus Grampp, Sonntag, 21.Juni 2020, 10:21 Uhr

21. Bericht Gastwirte und Mieterlass

Liebes Quer- Team,
die Berichterstattung wegen der Gaststätten-Mieten fand ich persönlich etwas einseitig. Tatsache ist, dass die Bundesregierung durch Gesetzesänderung eine Kündigung wegen Mietausfall für die Monate April, Mai und Juni 2020 ausgeschlossen hat, wenn der Mieter glaubhaft macht, dass die Zahlung aufgrund der Pandemie nicht möglich ist. Damit hat der Gesetzgeber wegen der Pandemie einen Stundungs-Tatbestand geschaffen. Die Mieter können daher selbst bestimmen, ob sie in diesen Monaten Miete zahlen können/wollen und haben die Pflicht diese danach noch innerjalb von 2 Jahren nachzuentrichten.
Eine Pflicht zum Erlass der Miete besteht für den Vermieter nicht, da auch er regelmäßig auf die Einnahmen angewiesen ist. Sollte der Vermieter daher nicht auf Anfragen des Mieters reagieren, hat es der Mieter selbst in der Hand zu handeln.
Mag das Geschäftsgebaren der Brauerei Spaten auch nicht wirklich nachvollziehbar sein, so liegt es am Mieter, zu reagieren.

H. Riechert, Freitag, 19.Juni 2020, 21:32 Uhr

20. Begriff: " Rasse", E-Mail mit Hinweis auf Instagramm

Sehr geehrter Herr Süß,

unsere Vergangenheit ist alles andere als Rühmlich, der "Rassis"mus immer noch im Alltag vorhanden. Dennoch bin ich für den Erhalt des Begriffes "Rasse", durch die Abschaffung ändern wir weder die Ansichten noch die Vorurteile.
Nicht das Wort ist das Übel, sondern das was wir daraus machen. Man kann das harmloseste Wort in ein Schimpfwort verwandeln, wenn man die Betonung entsprechend setzt.
In der Botanik gibt es übrigens auch mehr Begriffe als nur "Gattung". Da gibt es Gattung, Art, Sorte. Genau genommen gibt es Massenweise Kategorien.

Mit freundlichen Grüßen

Xaver, Donnerstag, 18.Juni 2020, 22:22 Uhr

19. Mei,

der Stammtisch-Sepp. Immer wieder ein Genuss für tiefgründiges.

Rudi, Donnerstag, 18.Juni 2020, 22:17 Uhr

18. Feuerwehrzusammenlegung

Tja da sieht man den "Rassismus" schon beim Hörbacher Feuerwehrmann, der noch nicht einmal mit dem Nachbarort zusammen sein oder gemeinsam arbeiten will.
Was haben die für Probleme? Was sind das für Menschen? Ist der Hörbacher der "Auserwählte"?

Bei solch kleinen Dingen fängt die Blockade im Hirn an.

Berns Schükow, Donnerstag, 18.Juni 2020, 22:09 Uhr

17. Muscheln, Lurche und wo sind die Ameisen?

Alle werden geschützt, nur die gemeine Hausameise nicht.
Wieso gibt da kein Gesetz zum Schutze dieser nützlichen Tierchen?

Brrrr, Autobahnen, Tunnel, Brücken, Bauprojekte und Strassen werden umgeplant for what? Umweltschützer wollen was? Brauchen wir mal auch Menschenschützer, die uns vor Umweltaktivisten schützt?
Dieser Muschelprofi könnte doch diese putzigen Muscheln zu sich mit nach Hause nehmen und in der Badewanne Quartier geben.