BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 04.06.2020

Wird die Freibad-Saison ein Reinfall? // Warum ein Kurde nicht Polizist werden darf // Pflügen Bauern Plastik in den Acker? // Vergewaltigungs-Hymne? // Renovierungs-Wirrwarr spaltet Ortschaft - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 03.06.2020

Pandemie-Planschen: Wird die Freibad-Saison ein Reinfall?

Nach Pfingsten passiert das, worauf viele seit Wochen warten: Ab dem 8. Juni dürfen die Freibäder wieder öffnen. Allerdings müssen auch dort die Corona-Regeln eingehalten werden. Aber wie soll das gehen? Mit zugeteilten Plätzen? Oder vorgebuchten Online-Tickets? Für viele Bäder ist die Wiedereröffnung eine organisatorische Herausforderung. Die Liegewiese am Niedernberger Badesee in Unterfranken wurde gleich vorsorglich gesperrt, aus Angst der Gemeinde, zum Schauplatz einer Masseninfektion zu werden. Müssen sich die Bayern vom Freibad, dem Inbegriff des sommerlichen Freiheitsgefühls, verabschieden?

Geplatzter Traum: Warum ein Kurde nicht Polizist werden darf

Agid Aklan hat einen Traum: Polizist werden. Zu seiner großen Freude wurde seine Bewerbung angenommen. Doch dann zog die bayerische Polizei ihre Zusage zurück. Der Grund: Zweifel an seiner Verfassungstreue. Agid ist Kurde, folgt auf Facebook einem kurdischen Aktivisten und hat zwei Fotos vom Krieg in Syrien gepostet. Das reicht offenbar, um vom Staat einen Korb zu bekommen und seinen großen Traum platzen zu lassen. Laut bayerischem Verfassungsschutzbericht entfaltet „die Mehrheit der in Bayern lebenden Kurden“ keine extremistischen Aktivitäten. Werden sie trotzdem unter Generalverdacht gestellt?

Sauerei auf dem Feld: Pflügen Bauern Plastik in den Acker?

Aus mehreren Regionen Bayerns erreichen quer Zuschriften von Menschen, die dokumentieren, dass Landwirte offenbar Plastikfolie entsorgen, indem sie sie in Felder einpflügen. Eigentlich müsste die Folie gereinigt und entsorgt oder wiederverwendet werden, denn Plastikteile in der Erde verändern das Pflanzenwachstum und sind potentiell gesundheitsschädlich. Liegt der Fehler im Entsorgungssystem? Warum braucht es Plastik auf dem Acker überhaupt? Und sind am Ende die Verbraucher schuld, weil sie immer früher Spargel und Erdbeeren wollen?

Vergewaltigungs-Hymne? Petition kämpft gegen Bierzelt-Hit

Das „Donaulied“ gehört zu den gängigen Hits, die gerne in Bayerns Bierzelten gegrölt werden. Dabei beschreibt es in einer gängigen Textversion explizit und auf verharmlosende Art und Weise die Vergewaltigung eines „schlafenden Mädels“. Eine Passauer Studentin hat deswegen mit der „Aktion gegen Bierzeltsexismus“ eine Petition gestartet. Ihr Ziel: Die Passauer sollen auf das Singen und Spielen dieses Lieds in Zukunft verzichten. quer fragt: Ist das noch Brauchtum oder muss das weg?

Brücken-Lücken: Renovierungs-Wirrwarr spaltet Ortschaft

Erst war sie zu niedrig, dann zu schmal und schließlich beschädigt: Die Brücke Heimholz in Sigmarszell führt über Bahnschienen, und da würden die Anwohner gerne wieder drüberfahren. Doch zur Elektrifizierung der Trasse wollte die Deutsche Bahn die Brücke erhöhen. Geplante Fertigstellung: Ende 2019. Doch die lässt dank mancher Pannen noch immer auf sich warten. Die Sigmarszeller wünschen sich nur eines: ein Ende der Umwege und eine Brücke ohne Mängel.

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Krieblon, Dienstag, 16.Juni 2020, 12:04 Uhr

42. Corona - App

Sehr schön, aber nicht an der Top-Stelle im Google Play Store zu finden. Wer nicht aufpasst, sammelt sich dubiose Apps ein.

Punkt zwei der Kritik beim Lesen der Bedingungen:"...liegt ausserhalb des Einflusses des RKI" wird nicht näher erläutert. Das heisst, das RKI weiß nicht, was die Apple oder Google sonst noch damit anstellt?

Der grösste Bauchschmerz kommt bei Abfrage der Berechtigung für die Bluetooth Standortfunktion, mit Hinweis "kann auch von anderen Apps genutzt werden". Das heisst, Leute die andere Apps mit Standortfunktion installiert haben bzw. das bereits im OS implementiert ist (Google Play Store) haben fort an den Zugriff auf den genauen Standort. Das wird nicht jeder wollen.

Die AGB werfen Fragen auf.

Tristan, Montag, 15.Juni 2020, 13:48 Uhr

41. Sind die Berliner Grünen/Roten verrückt?

Ein Landesantidiskriminierungsgesetz mit eingebauter Beweislastumkehr (LADG)!

Also wird der 1. Mai mit seinen Demos Zahltag für den Mob und der Regierung in Berlin. Wenn die Hundertschaften der Polizei für Ordnung sorgen sollen, muss man sich als linker oder rechter Dummdröhner nur noch einen "passenden" Polizisten suchen, der z.B. sagt: "Haut ab, ihr Dumpfbacken", dann könnte man dem in den Mund legen: "Haut ab, ihr grünen Knoblauchfresser" und schon muss der Staat zwischen 300 - 1000.- Euro zahlen bzw. muss der Polizist darlegen, nichts dergleichen gesagt zu haben.
Jo, Gerichte haben ja sonst nichts besseres zu tun!?

Sollte man nicht Rot-Rot-Grün langsam darlegen lassen, ob sie noch alle Tassen im Schrank haben und wenn sie es nicht beweisen können, müssen sie jedem Bürger 300.- Euro zahlen?

Das ist eine Idealvorlage für Satire wie Quer. Die anderen verpieseln sich schon wieder in die Sommerpause.

Prescher, Freitag, 12.Juni 2020, 16:03 Uhr

40. Brücken wirrwarr

Es ist doch wirklich so:Früher war der Begriff " Made in Germany "eine Empfehlung heute ist dieser Begriff eine Drohung wenn Deutsche Unternehmer oder Behörden etwas Bauen sollen ,oder bauen wollen.Die Frage ist berechtigt,sind in der DB nur noch transusige Sesselfurzer vorhandenß

Prescher, Freitag, 12.Juni 2020, 15:56 Uhr

39. Hymne

Dieser Text ist nur hirnrissig.Der Texter dieses Pamphlet hat vieles,aber absolut keinen Geschmack.Es ist halt der geile,gierige Blick auf die möglichen Einnahmen.Das ist der wahre Grund warum sowas verfasst wird.Als Bürger mit etwas Geschmack kann man dieser Frau nur zustimmen

Nochmals Günter, Donnerstag, 11.Juni 2020, 23:53 Uhr

38. Black lives matter

Darüber hinaus hat mich ein Aspekt besonders schockiert als der Polizist mit seinem ganzen Körper auf den Nacken gedrückt hatte und er sagte, dass er nicht mehr atmen könnte.
Meines Erachtens bestand die besondere Grausamkeit darin, dass ein ausgewachsener, muskulöser und kräftiger Mann derart übel traktiert wurde und am Ende seines Lebens nach seiner Mama rief. Als Polizist muss einer sehr empathielos, kaltschnäuzig und skrupellos, ja sogar herzlos sein, wenn dieser gestandene Mann nach seiner Mutter ruft und der Täter dennoch weiter zu drückt und das Leben beendet.

Das heisst für mich, der Polizist wollte töten. Mit Wissen und Wollen. Das ist Mord aus Mordlust, das ein wesenliches Tatbestandsmerkmal des Mordes ist, noch dazu kommt, dass das Opfer gefesselt war.

Amerikas Polizei hat ein Problem. Keine Legalitätsprinzip oder StPO, keine Polizeiaufgabengesetze, keine Strafvereitelung im Amt oder andere Amtsdelikte.
Oder den Verhältnismässigkeitsgrundsatz?

  • Antwort von Bruno Schillinger-Safob, Montag, 15.Juni, 13:05 Uhr

    Zur US Polizei diese Sendungsempfehlung (zdf Mediathek) - darin wird auch ein Lehrgang gezeigt in dem der Leiter die angehenden Polizisten dazu verpflichtet : 'wenn jemand vor ihnen flieht, haben Sie die Pflicht ihm in den Rücken zu schießen" (ungefähr). Dann ist es wichtig, das die angesprochene Person grundsätzlich zu Boden gebracht wird. Ebenso wird gezeigt, das grundsätzlich das ganze Magazin leergeballert wird und dann alle Beteiligten mitballern.
    Grundlage "Wer tot ist, kann sich nicht mehr verteidigen = hat Unrecht, bzw. ist kriminell, denn sonst hätte die Polizei sicher nicht geschossen (verquere Logik)
    Grundproblem: Die "Qualifikation" gibt es ungeprüft mit der Uniform (in D. mit Ernennungsurkunde).

    Im Panzer auf Streife – US-Cops rüsten auf
    Polizisten in den USA haben allein im Jahr 2017 fast 1000 Menschen getötet. Handyvideos von brutalen Polizeieinsätzen kursieren im Netz. Die Ordnungshüter sind selbst zur Gefahr geworden. Datum: 06.06.2020