BR Fernsehen - quer


20

quer komplett Sendung und Kommentare vom 30.04.2020

Wie die Exekutive das Ende des Lockdowns vertrödelt // Schulausfall: Wie Bildung in Bayern zur Lotterie wird // Wie der Elektroschrott zum Schatz werden könnte // Bauen im Biotop: Umstrittene Radl-Autobahn - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 29.04.2020

Geduldsprobe? Wie die Exekutive das Ende des Lockdowns vertrödelt

Die Bürger bleiben brav zu Hause und verkneifen sich Sozialkontakte, um dem Corona-Virus bloß keine Chance zu lassen. Tapfer akzeptieren sie das kulturelle und wirtschaftliche Vertrocknen, weil sie einsehen, dass in diesen besonderen Zeiten Grundrechte eingeschränkt werden müssen. Und was nun? Der Staat war effektiv im Verbieten, aber jetzt, wo es darum geht, wie die Verbote wieder aufgehoben werden können, scheint die Exekutive erstaunlich geduldig! Seit Wochen werden in der politischen und medialen Dauerschleife drei wichtige Voraussetzungen diskutiert, um die dramatischen Einschnitte in die Freiheit der Gesellschaft möglichst schnell zu beenden: Sichere Masken, mehr Tests und eine Tracing-App, die nachverfolgt, wer mit Infizierten in Kontakt war. Doch fragt man die Politik hierzu nach einem konkreten Datum, heißt es lapidar: Wir geben Bescheid, wenn wir soweit sind.

Schulausfall: Wie Bildung in Bayern zur Lotterie wird

Vor knapp sieben Wochen haben Bayerns Schulen dichtgemacht, jetzt wird die schrittweise Öffnung heiß diskutiert: Ist Unterricht ohne Gesundheitsrisiken überhaupt möglich, und wenn ja, wie lässt er sich organisieren? Dabei wäre der Druck, die Schulen zu öffnen, viel geringer, wenn die Schüler daheim wirklich lernen könnten. Doch Online-Unterricht funktioniert nur vereinzelt, und schon gar nicht ohne aktive Nachhilfe der Eltern. Es bleibt ein Glücksfaktor, wie engagiert die jeweilige Lehrkraft ist, ob Internetanschluss und Tablet vorhanden sind oder die Eltern Zeit und pädagogische Ambitionen haben. Im Ergebnis verschärft der Schulausfall Bildungsunterschiede, die in Bayern ohnehin schon besonders schwerwiegend sind. Viele Eltern gehen nun auf die Barrikaden und fragen: Wo sind politische Konzepte, um den Unterricht daheim für alle zugänglich zu machen?

Wir Handy-Hamster: Wie der Elektroschrott zum Schatz werden könnte

Die Deutschen sollen angeblich 200 Millionen alte Handys horten. Dabei enthalten Altgeräte viele wertvolle Materialien wie Seltene Erden, die recycelt werden könnten. Oder die Handys könnten aufbereitet und wiederverwendet werden. Ein Grund fürs Zögern bei der Entsorgung: Auf unseren Geräten befinden sich viele sensible Daten, und oft scheint es sehr kompliziert, diese zuverlässig zu löschen. Zusätzlich sorgt die Ladekabel-Schwemme für immer mehr Elektroschrott. Die freiwillige Selbstverpflichtung von Herstellern, die Kabel zu vereinheitlichen, hat daran nur wenig geändert. quer begibt sich auf die Suche nach den in Bayerns Schubladen endgelagerten Alt-Handys – und nach einer Lösung für das Recycling-Problem.

Bauen im Biotop: Umstrittene Radl-Autobahn

Fahrrad-Tourismus gilt als sanft und naturnah. Doch in Oberkotzau im Fichtelgebirge gehen nun Umweltschützer ausgerechnet gegen den Bau eines Radweges vor. Der Grund: Der Weg droht ein intaktes Feuchtbiotop zu zerstören. Außerdem: Nur 50 Meter entfernt gibt es bereits einen landwirtschaftlichen Weg als fahrradtaugliche Alternative. Ein asphaltierter Weg aber scheint für Radtouristen und radelnde Berufstätige besser geeignet zu sein. Außerdem läuft die neue Trasse praktischerweise über Gemeindegrund. Jetzt wird in Oberkotzau diskutiert: Wie nah bringt man die naturnahen Radler in die Natur, ohne dabei Flora und Fauna zu beeinträchtigen? Eine Frage, die auch anderswo in Bayern für Debatten sorgt.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 30.04.2020. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


20

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Franz Offenbächer, Sonntag, 10.Mai 2020, 20:48 Uhr

47. @ Antwort von Doris, Sonntag, 10.Mai, 00:26 Uhr

Was denn sonst? — Ja gut, ich verstehe: im „Neuland“ hört man so etwas nicht gerne oder gleich überhaupt nicht.
Belege? Gerne, verlangt aber nach Suchen und Lesen. Beispielsweise(!)
https://www.heise.de/suche/?q=bash+shellshock&rm=search&sort_by=date&channel=security
Also Beispiele für „jede Richtung“ der „Glaubensbekenntnisse“. (Irgendwo findet sich da, unter irgend einem Artikel zu diesem Thema, auch eine recht detailierte Aufstellung über die Jahrzehnte, in der – in diesem Fall! – die … hmmm … Lücke? – sorgsam gepflegt wurde. Die passenden Quelltexte dazu kann sicher irgend ein Archiv rund um diverse Linux-Distributionen liefern. So ziemlich vom Anfang an bis ungefähr zum Zeitpunkt um diesbezügliche Texte, nicht nur auf dem erwähnten Server.

Franz Offenbächer, Freitag, 08.Mai 2020, 19:31 Uhr

46. @ Doris, Freitag, 08.Mai 2020, 13:23 Uhr

„Aber kostenlos muss es schon alles sein“? OS X (hier muß man leider „X“ schreiben, denn mit dem richtigen Zeichen kommt die Forensoftware nicht zu Rande) gibt’s, regulär, „nur“ mit Rechner. — Obwohl … auch da gilt ja, aus _anderen_ Gründen: „Abstand halten“.

Weil: zwischen Kommerz und zur Schau gestelltem Gutmenschentum ist der Abstand längst viel zu klein. Ob nun im Sinne von „zur FDP und AFD hin“, oder auch zum „Glaubensbekenntnis“.

Oder ist es etwa kein Glaubenbekenntnis, daß OS alles Heilt? Auch wenn da, nachgewiesenermaßen, gravierende „Sicherheitslücken“, nicht nur über Jahrzehnte bestehen, nein, die wurden/werden sogar gepflegt! BASH läßt grüßen!

  • Antwort von Doris, Sonntag, 10.Mai, 00:26 Uhr

    Äh, Husten, sie haben ein Problem. Glaubensbekenntnis? Browser?
    Sorry, ich muss dann mal eben....

Doris, Freitag, 08.Mai 2020, 13:23 Uhr

45. Browseritis krankhaft?

Aber kostenlos muss es schon alles sein ;-)

Xaver, Freitag, 08.Mai 2020, 13:15 Uhr

44. Jo, und no wos

Des WebRTC kost a abschoilten, wannst a Paranoia host.

Überdings: Jeder Brauser ist böse, wailst immer Metadaten hi schicka muasst. Log-Files song di glab dodazua. Do gabatzt nur oans: OFF-Lain blaibn.
So jetzat muass wieda in Stall.

Franz Offenbächer, Donnerstag, 07.Mai 2020, 23:35 Uhr

43. @ Xaver, Dienstag, 05.Mai 2020, 23:23 Uhr

Natürlich, ausgerechnet Firefox. Die Plaudertasche unter den Browsern, die in gewisser Hinsicht JS (völlig?) unnötig macht!

  • Antwort von Xaver, Freitag, 08.Mai, 13:11 Uhr

    Jo griass di, Ofenbächler!

    Mai, jetztat sog i dir a moi wos. Nimmst den Praivici Brauser, und scho kost den user-agent beliebig umschoiten, JS o und aus mocha, Hosts Listen zu- und obschoiten, Blacklists aus verschiedenen Quellen zum blockieren von Dreckswerbung nehma, Dom-Storage, Küchlis usw. deaktivieren und so gonfiguieren, doss bai jedem beenden oilles weg und ausglöscht is.

    Jetzat mistast mii hom? Hä? - Des is wia mit maine Kia. Ollawail ausmisten. Is wirklich net schwer.

    Pfiad di, servas