BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung vom 21.11.2019

Bauern proben den Aufstand // Schuldunfähigkeit bei Trunkenheit // E-Auto-Prämie bedroht Start-Ups // Kassenbelegpflicht droht Müllirrsinn zu werden // Grünen-Parteitag mit Heilsversprechen - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 20.11.2019

Landwirte fühlen sich missverstanden, gegängelt, über einen Kamm geschert. Sie haben genug davon, der angebliche Buhmann der Nation und Alleinschuldige am Artensterben zu sein. Mit Traktoren demonstrieren sie in den Innenstädten – derweil erarbeiten Bauernverband und CSU am Runden Tisch mit Naturschützern Umweltgesetze, die bei manchen den Ärger nur vergrößern. Die alten Partner scheinen ihnen nicht mehr verlässlich zu sein. In WhatsApp-Gruppen formiert sich die Gruppierung: „Land Schafft Verbindung“. Droht eine Radikalisierung des Bauernstands?

Freifahrtschein Vollrausch? Schuldunfähigkeit bei Trunkenheit

Theresa hatte keine Chance: Die junge Frau wird nachts von einem 18-jährigen totgefahren. Im Blut hatte er 2,89 Promille. Seine Strafe: 5.000 Euro und drei Jahre Führerscheinentzug. Grundlage dieses Urteils ist Paragraph 20 des Strafgesetzbuchs, der die Schuldunfähigkeit unter Alkohol- und Drogeneinfluss regelt. Wie verantwortlich ist man, wenn man im Moment der Straftat zu betrunken ist, um sich ihr bewusst zu sein? In Fällen wie bei Theresa stellen sich Angehörige wie Experten schon seit Jahren die Frage, ob eine selbst verschuldete Trunkenheit überhaupt strafmindernd berücksichtigt werden sollte. Und fordern: Alkohol darf kein Freibrief zum Gesetzbruch sein.

Erfindergeist im Keim erstickt: E-Auto-Prämie bedroht Start-Ups

Laurin Hahn ist 24 und hat ein Auto gebaut. In München. Es fährt mit Solarstrom und soll nur 16.000 Euro kosten – plus den Preis der Batterie. Damit wollte er eine günstige, saubere und regionale Alternative zu den Elektroautos der großen Autobauer schaffen. Wollte. Denn ausgerechnet die Prämie für Elektroautos, die einen Kauf attraktiver machen sollte, wird ihm nun zum Verhängnis: die Hälfte der Prämie muss der Hersteller zahlen. Und damit kann Hahn sein Auto entweder nicht mehr so günstig anbieten wie geplant – oder er verzichtet auf seinen Gewinn.

Zettelwirtschaft – Kassenbelegpflicht droht Müllirrsinn zu werden

Ab 1. Januar 2020 gilt sie: die Bonpflicht! Ab dann bekommt der Kunde einen Kassenzettel für jeden Einkauf und jede gegen Geld empfangene Dienstleistung. Das will das Finanzministerium, um Steuerbetrug an Ladentheken entgegenzuwirken. Für jede Breze? Jede Maroni? Jeden Glühwein? Irrsinn, sagen Branchenvertreter. Massenhaft Zettel, mit deren Fläche man mehrfach die Erde umrunden könnte, würden die Folge sein. Und dann auch noch auf Thermopapier, das so giftig ist, dass es nicht mal in die Altpapiertonne dürfte. Ganz zu schweigen vom bürokratischen Aufwand.

Halleluja, wir sind bereit! – Grünen-Parteitag mit Heilsversprechen

Sie erlassen Gebote, kündigen Wundersames an und wollen die Gesellschaft zur Einigkeit führen – die neue Religion ist grün. Der Parteitag der Grünen erinnerte mehr an ein Hochamt des Regierungswillens als an mühselige Politik. Im Angesicht des Jüngsten Gerichts – der Bedrohung der Menschheit durch den Klimawandel – predigen die Grünenvorsitzenden Baerbock und Habeck den „Green New Deal“ einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft. Doch wie bei jeder Frohen Botschaft gilt auch hier: Ein fester Glaube ans Paradies hilft im Diesseits nur bedingt.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 21.11.2019. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Salvador Neira-Wolf, Dienstag, 26.November 2019, 23:50 Uhr

39. Sende vom 21. 1.

Eure aktuelle Sendung war herausragend komisch!!! Großen Dank für Eure Professionalität mit der Ihr so schnell so Grosses produziert, und vor allem: für Euren Humor! C.Süss ist ein toller Schauspieler! Genieße Euch immer sehr!

Vielen Dank und Gruss aus dem Land der Registrierkassenpflicht !

Döring Wolfgang, Montag, 25.November 2019, 09:16 Uhr

38. Zettelwirtschaft am Brezenstand

Anfrage : Habe Sendung wie immer gesehen . Frage was spricht dagegen in jedem Laden einen Karton aufzustellen in den der Kunde und der Verkäufer diese so Wichtigen Belege einschmeissen kann . Den vollen Karton senden wir dann an die Leute die sich in Ihrer Sammelleiden sicherlich unheimlich freuen . Vorteil: 1) Endlich einmal eine Sinnvolle Beschäftigung . 2) Die Zettel könnte man sortieren nach Laden Verkäufer-in Jahr Monat Tag Uhrzeit usw. 3) Ein herrliche Ordnung ensteht .
Ich bin begeistert . Weiter so Döring
( Bitte um kurze Mitteilung ob ich mich Stafbar mache)

  • Antwort von Alfons, Mittwoch, 27.November, 16:27 Uhr

    Für diesen Unsinn erwartet sie 5x lebenslänglich ;-)

    Vergessen sie nur nicht: es ist auch ihr Geld, das kriminelle Steuerhinterzieher veruntreuen. Wären alle ehrlich, bräuchte es diese Absurditäten nicht.

Bruno Schillinger-Safob, Montag, 25.November 2019, 09:08 Uhr

37. Fremdgehungsempfehlung GRÜNEN Parteitag

Auch heute-show & extra3 haben sich den Grünen Parteitag angetan - vor ansehen unbedingt beim Arzt checken lassen - denn die Reaktionen (besonders Roth) sind belastend.
Beiden scheint Habecks Rede gefallen zu haben, in der er über Osmose, Diffusion, Sperrfilter der Grünen fabulierte.
Wir konnten das logisch nicht nachvollziehen - offensichtlich muss man das alles einfach GLAUBEN :-)
Oder sind die Grünen auf einer anderen technischen/geistigen Ebene? Technisch scheinen sie an Raumschiff Enterprise zu "arbeiten", wo gebaemt wird und alles Essen aus denselben Automaten kommt, inkl. Geschirr. Was natürlich die geistige Ebene in Frage stellt - denn Fernsehenirrealität bleibt weiter Irrealität, egal wie oft man das in die eigenen Reden übernimmt und wie viele daran glauben.
PS Auch die anderen Parteitage zeichneten sich durch massive, regelrecht manische Konfabulation und "Punkt.uelle Alzheimer" (unsere Entdeckung - bei Satzzeichen wird alles gesagte gelöscht) aus.

  • Antwort von Alfons, Dienstag, 26.November, 22:08 Uhr

    Nein, das war nur eine ökologische Politikersprechübung. Schliesslich muss man sich am geschwulstigen Reden üben, wenn man in die Regierung will.
    Aber für die Co-Worker war das eine challenge an dieser location, die bla bla bla ...

    Gehen sie einfach an einem "gebrauchten Tag" zum Black Friday ins Outlet und checken die Home & Living devices, wenn sie die Quali gelutscht haben und die Influencer der Company anschliessend dissen wollen.

    Kotzsprech - nenne ich das.

Claus D., Montag, 25.November 2019, 08:32 Uhr

36. Funklöcher

Tipp für all jene, die ein paar Tage nicht erreichbar sein wollen - weder vom Chef, Kollegen oder Kunden noch von Ehepartner oder Kindern:
Hotel "Goldener Hirsch im Funkloch"
Wegen "technischen Fortschritts" nur noch kurze Zeit verfügbar.

Rainer Butz, Montag, 25.November 2019, 07:39 Uhr

35. Quer 21.11.

Hallo Herr Süss!
Beitrag fand ich nicht ok!!!! Die meisten G......... bescheißen doch ihre Kunden und stecken die MwSt selbst ein. Meine letzten beiden Restaurantbesuche hier im Ort bzw. Nieder Roden:
1. Rechnungspreis wurde angesagt und erst auf Wunsch ein Beleg ausgestellt.
2. Abrechnung mit Kellnerzettel. Auf Wunsch dann richtige Rechnung.
Beide Wirte hätten sich die MwSt eingesteckt, ca. 19 € . Dieser Betrug geht in die Milliarden und da soll man nicht den Umweltgedanken der Bons hervorheben; das ist nur Lobbyistensprache.
MfG
Rainer Butz

  • Antwort von Didi, Montag, 25.November, 10:59 Uhr

    Doch die Beiträge waren schon ok. Denn sie zeigen wie hilflos die Finanzbehörden oft doch sind. Kein Mensch verteidigt die Steuerhinterziehung. Aber diese Zettelei hätte intelligenter gelöst werden können. Testeinkäufe und nach zweimaligem Verstoss Konzessionsentzug mit hohen Strafen des letzten Jahresumsatzes!