BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 25.7.

Wie Bayerns Bürger aus der Kohle aussteigen // Sind wir der Hitze gewachsen? // Müllstreit von Alzenau // Filzvorwurf in Fuchstal // Strafbefehl gegen Pfarrer wegen Kirchenasyl - u. v. m. in dieser quer-Sendung

Stand: 24.07.2019

Balkon-Revolution: Wie Bayerns Bürger aus der Kohle aussteigen

Die Technik gibt es schon lange, doch erlaubt ist sie in Deutschland erst seit kurzem. Mobile Mini-Solarpanels können am Balkon und an der Hauswand aufgehängt werden und produzieren dort direkt Strom zum Eigenverbrauch. Das Besondere daran: Da sie mobil sind, brauchen sie keine Genehmigung und können beim Auszug aus einer Mietwohnung einfach mitgenommen werden. Während die Bundesregierung sich mit dem Kohleausstieg Zeit lässt, nehmen Bayerns Bürger die Klimapolitik auf ihren Balkonen mehr und mehr selbst in die Hand und starten die dezentrale Energiewende von unten.

Kampf ums Wasser: Sind wir der Hitze gewachsen?

Überall in Bayern versprechen Seen und Freibäder eine kurze Erlösung von der drückenden Hitze. Nur der Weg zum „Wasserloch“ ist voller Gefahren: Stau auf den Zufahrten, Prügeleien auf den Parkplätzen, Streit um die letzte freie Liegefläche. Für den Wunsch nach Abkühlung beschreiten hitzegeplagte Naherholungsfreunde nicht selten den Kriegspfad. Wasserwacht und Sicherheitsdienste berichten von Flaschenwürfen und Prügeleien. Der Kampf ums Wasserloch hat begonnen und es stellt sich die Frage: Ist unsere Gesellschaft der Hitze gewachsen?

Müllstreit von Alzenau: Wohin mit dem Lkw-Unrat?

Seit Jahren streiten die Gemeinden Alzenau und Karlstein um das Industriegebiet Alzenau – oder besser: um den Müll, den die Lkw-Fahrer dort hinterlassen. Weil es in dem Industriegebiet nämlich weder Toiletten noch Mülleimer gibt, landet alles in der Natur oder in den Vorgärten der Karlsteiner. Die wollen das nicht länger hinnehmen. Doch die Gemeinde Alzenau fühlt sich nicht zuständig. Vorläufiger Höhepunkt des Müllstreits: Eine Sammelaktion, bei der die Karlsteiner dem Alzenauer Bürgermeister den Unrat direkt vors Rathaus gekippt haben. quer berichtet aus dem Krisengebiet.

Filzvorwurf in Fuchstal - Wie man sich Erschließungskosten spart

Wo einer spart, zahlen meist die anderen drauf: Das erfahren gerade die Anwohner des Dreiweiherwegs in Fuchstal. Als dort eine Straßenerschließung zum Thema wurde, hat einer der Hauseigentümer kurzerhand sein Grundstück geteilt. Jetzt grenzt nur noch ein Teil des Grundstückes an die Straße. Bedeutet: weniger Kosten. Ärgerlich nur, dass nun alle anderen für ihn drauflegen müssen. Der Nachbarschaftsfrieden ist dahin, und der Zorn wird auch nicht dadurch gemildert, dass der Schlaufuchs im Gemeinderat sitzt.

Allgäuer Härte-Test: Strafbefehl gegen Pfarrer wegen Kirchenasyl

Es wäre das erste Mal seit 1945, dass ein Pfarrer bestraft wird, weil er Kirchenasyl gewährt hat. Doch tatsächlich hat Pfarrer Ulrich Gampert aus Immenstadt vor wenigen Tagen einen Strafbefehl bekommen, weil er einem Afghanen Kirchenasyl gewährt hat. 4000 Euro soll er zahlen. Bisher blieben die Pfarrer von Strafbefehlen verschont, zumal die wenigen Fälle von Kirchenasyl sich im Nachhinein oft als wichtiges Korrektiv für Fehlentscheidungen der Behörden erwiesen. Doch nun scheint „Null Toleranz“ das neue Motto der Justiz. Steht das Kirchenasyl in Bayern vor dem Aus?

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Xaver Bernauer, Montag, 29.Juli 2019, 22:56 Uhr

39. Ich hasse AfD Geschwätz,

aber was würde eine Frau Rackete von Sea-Watch zum Verbrechen am Frankfurter Bahnhof sagen?

An Heimtücke und Menschenverachtung ist dieser Fall kaum zu überbieten. Und natürlich haben wir auch genügend deutsche Irre auf den Strassen. Aber diese vollkommene Anlasslosigkeit macht sprachlos. Zu verhindern sind solche Taten selbst dann nicht, wenn Polizisten auf dem gleichen Bahnsteig gestanden wären.
Was ist los mit unserer Gesellschaft?

Ismael, Montag, 29.Juli 2019, 14:59 Uhr

38. Urlaubsvertretung?

Quer hat eine verantwortliche, satirische Informationsaufgabe zu erfüllen. Ich plädiere für eine Urlaubsvertretung von Christophs Süß Zwillingsbrüdern. So eine große Familie könnte doch eine Urlaubsplanung besser abstimmen und wenigstens einer da bleiben. Es gibt ja Leute, die nur bis nach Balkonien fahren können. Was machen die dann?

Eine "best-of" Serie wäre doch mal eine Idee. Schöne Grüße, Ismael N.

Doris Schedel, Montag, 29.Juli 2019, 11:59 Uhr

37. Mobile Mini Solarpanels

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich interessiere mich für die in Ihrer Sendung gezeigten mobilen Mini Solarpanels. Für die Übermittlung einer Adresse, wo ich diese Panels erwerben könnte, wäre ich dankbar.

Mit freundichen Grüßen

Doris Schedel

Konrad FRANZ, Montag, 29.Juli 2019, 08:53 Uhr

36. Erderwärmung/Klimawandel

Sendung vom 25.7.19. SgDuH, Windräder lösen nicht den Klimawandel, sondern befördern ihn. Von 1864 bis 2002 haben wir im Landkreis AS,die Maxhütte gehabt. Die Maxhütte hat zur Eisenerzeugung unmengen Steinkohle verbrannt. Von 1930 bis 2002 war zusätzlich noch in Schwandorf- Dachelhofen ein Braunkohlekraftwerk in Betrieb, also richtige CO2 Schleudern. Wir hatten keine Erderwärmung und keinen Regenmangel. Nach 2000 wurden in Bayern mehr als 1100 Windkraftanlagen und in der BRD mehr als 30000 gebaut. Ergebnis: 2018 heißeste Jahr seit es Wetteraufzeichnungen gibt und Rekord bei Windmühlen.
2019: Juni heißester Monat und Juli heißeste Tage seit es Wetteraufzeichnungen gibt, neue Rekorde bei der Anzahl von Dürremühlen. Mittlerer Weile wird auf ca. 250 km² allein, in der BRD die Windzirkulation massivst behindert. Mit der Folge von Dürre und Unwettern. Wir haben jetzt massiven Regenmangel und in der Gegend zahlreiche Monsterwindräder.

  • Antwort von 91541Matthias, Dienstag, 30.Juli, 15:42 Uhr

    Ob Dürre und Windräder zusammenhängen, kann ich nicht bestätigen..

    Uns fällt in Westmittelfranken dagegen auf,dass seit dem Bestehen des Seenlandes immer mehr dunkle Wolken an uns vorbei- und Richtung Seen ziehen..

  • Antwort von Raimund Kamm, Dienstag, 30.Juli, 23:37 Uhr

    Guten Tag Herr Franz,

    Um unser Klima und die Erderwärmung zu verstehen, muss man sich klar machen, warum es überhaupt auf unserer Erde im Unterschied beispielsweise zum Mond im Schnitt 15 ° Celsius warm war. Als Nichtfachmann mache ich mir das so klar:
    Beim Mond, der nur eine ganz dünne Gashülle hat, schwankt die Temperatur zwischen bis zu minus 160 ° Celsius, wenn die Fläche nicht von der Sonne beschienen wird, und bis zu plus 130 ° Celsius, wenn eine Fläche von der Sonne beschienen wird.
    Auf unserer Erde haben wir hingegen eine dicke Gashülle, die wir Atmosphäre nennen. Diese bewirkt, dass die Sonnenstrahlen, die überwiegend kurzwellig sind, durch die Luft durchgehen und auf die Wolken und den Boden treffen und diese erwärmen. Mehr hier:
    http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Klimasystem_(einfach)

    Unsere Atmosphäre ist in Bewegung. Wir spüren das als Wind. Die Windräder nehmen nur einen winzigen Bruchteil der Bewegungsenergie auf.

    Raimund Kamm

Tom, Sonntag, 28.Juli 2019, 22:37 Uhr

35. Balkon-Solar-Kraftwerke

Ich hab mich sehr über die Gesetzesnovelle zu Gunsten der Mieter gefreut. Leider erlaubt mir mein Vermieter keine Anlage auf dem Balkon zu installieren. Die Begründung lautet die Fassade wird dadurch verschantelt. Es setzt eine Solarzelle mit einer Satellitenschüssel gleich. Die Fassade ist aber alles andere als schön. Weiß jemand, ob man gegen die Entscheidung des Vermieters etwas tun kann?

  • Antwort von Bruno Schillinger-Safob, Montag, 29.Juli, 13:09 Uhr

    Einige Ideen:
    1. SAT Schüssel kriegt man oft mit ZWEI LNB durch - auch für ausländische Sender die sonst nicht zu bekommen sind - ideal Nicht Deutsch Sprechender
    2. da könnte man sich vielleicht an früheren Protestbannern orientieren - diese wurden auch erlaubt, wenn sie auf der Innenseite des Balkons aufgestellt waren. Modul entsprich für uns Sonnenschirm/Markise.
    Wir würden die Module einfach vor das Fenster stellen (verdeckt dann 1/3 und mit Schrägstellung könnte das reichen.
    PS sind auch "heiß" geworden - denn unsere letzte Info (vor 1 Jahr) waren größere Umbauten - doch nach Analyse des Berichts, war der oft genannte Schuko-Stecker KEIN normaler Stecker sondern ein Gleichrichter der dann in einer normalen Steckdose steckte. Für uns sieht es nach Potential aus und wir gehen auf die "Jagd"..