BR Fernsehen - quer


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quer komplett Themen der Sendung vom 09.05

Mineralwasserfirma will Fördermenge verdoppeln // Erlanger Bergkirchweih schafft sich ab // Wer falsch parkt, macht es richtig! // Rettet das Bier // Der Hype um E-Roller - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 08.05.2019

Bäume fällen für die Party: Erlanger Bergkirchweih schafft sich ab

Gut vier Wochen vor Beginn der Bergkirchweih sind Gäste und Wirte erzürnt. Auf den Kellern wurden 25 Bäume gefällt, die teilweise über 100 Jahre alt waren. Die Stadt erklärt das mit dem Ergebnis eines Gutachtens. Die Bäume müssen dem Sicherheitskonzept weichen, das so eine Großveranstaltung nun mal vorsieht. Die CSU im Stadtrat läuft Sturm und die Wirte kündigen „zivilen Ungehorsam“ an. Denn sind nicht die Bäume auf den Kellern das, was die Bergkirchweih so besonders macht? Und schafft man mit den Bäumen nicht die Tradition der Bergkirchweih ab?

Ran an die Quelle: Mineralwasserfirma will Fördermenge verdoppeln

Der Mineralwasserabfüller "Altmühltaler", Teil des Getränke-Riesen der Familie Schäff, will seine Fördermenge mehr als verdoppeln (von 250.000 Kubikmeter um weitere 300.000). Der Treuchtlinger Bürgermeister scheint mitzuziehen: Treuchtlingen will den Brunnen verpachten und stellt im Genehmigungsverfahren auch noch selbst den Antrag dafür – es geht um Arbeitsplätze. Ist der Antrag erfolgreich, könnte das ungewisse Folgen für Natur und Grundwasserversorgung in der ganzen Region nach sich ziehen - vor allem für die Weißenburger, die 40% ihres Leitungswassers aus denselben Grundwasserschichten beziehen, die „Altmühltaler“ in Plastikflaschen füllen möchte.

Rettet das Bier: Fehlende Kästen sorgen für Lieferengpässe

Weil immer öfter Menschen ihren Bierkasten nicht zurückbringen, können Brauereien nicht in dem Umfang liefern, in dem sie gerne liefern würden. Das Pfandsystem funktioniere nicht, sagt vor allem der Verband der privaten Bierbrauer. Das Pfand für die Kästen – die der Kunde offiziell nur von der Brauerei ausleiht – ist so billig, dass sie entweder in Garagen und Kellern vergessen werden oder in do-it-yourself-Manier zu Tischen, Bänken, Sitzhockern, Betten und ganzen Spielzeughäusern verbaut werden. quer macht sich auf die Suche: Kästen, wo seid ihr geblieben?

Parkplatz-Irrsinn! Wer falsch parkt, macht es richtig!

In einer Münchner Wohnstraße parken die Anwohner seit Jahren illegal: mit zwei Reifen auf dem Bürgersteig. Nur so bleibt auf der Straße genug Platz für Müllabfuhr und Rettungswagen. Doch seit Anfang des Jahres meldet ein besonders aufmerksamer Bürger, der selber ganz woanders wohnt, die Falschparker der Polizei. Die muss Knöllchen verteilen und zwingt die Anwohner zum korrekten Parken – nur jetzt kommen Müllabfuhr und Rettungswagen eben nicht mehr durch die Straße. Was treibt den ominösen Denunzianten an?   

Verkehrs-Revolution oder Rohrkrepierer? Der Hype um E-Roller

Seit Monaten beherrschen sie die öffentliche Debatte um die Verkehrsprobleme in Deutschland: die E-Tretroller. Der Bundesverkehrsminister feierte sie schon als „echte zusätzliche Alternative zum Auto“. Die Verleihfirmen, die mit ihren E-Scootern schon in den Startlöchern warten, preisen die Roller als Wunderfahrzeug für die „letzte Meile“. Derweil warnen Kommunen wie Versicherer vor Unfällen und Chaos. Jetzt sollen die Scooter doch nicht, wie geplant, auf Gehwegen unterwegs sein dürfen. Die Debatte zeigt: Am Ende handelt es sich nicht um ein Wunderfahrzeug, sondern nur um einen Tretroller mit Hilfsmotor. Revolutionen sehen anders aus.

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Lars Kupfer, Dienstag, 14.Mai 2019, 08:54 Uhr

36. E SCOOTER

Auch, wenn der Scheuer Andy jetzt anscheinend einen Dritt-Job hat - neben 'Erst-Verkäufer bei Audi' und für 'Flug-Taxis' nun auch noch Vertriebschef bei 'E Scooter für Deutschland' ... die Dinger werden sich wohl hier doch nicht durchsetzen, es sei denn, die bringen welche raus, die man auch mit nur einer Hand bedienen kann, damit man die andere Hand für's Smartphone frei hat ... in jedem Fall müssen Rententräger und Krankenkassen Ihre Prognosen und künftigen Zahlungsströme schon mal neu berechnen ...oder ? ...
Toi toi toi Andy ... ?? ... und lass Dich bloss nicht von Diskussionen um Blindspot-Assistenten für LKW und Busse ablenken ... ????? ...
Ich dachte schon bei Ramsauer ...'schlimmer geht's nicht' ... aber dann kam Dobrindt und jetzt Scheuer ... 'schlimmer geht immer'! Wo nimmt die CSU bloss immer diesen Nachwuchs her ... ?? ...?

  • Antwort von Bruno Schillinger-Safob, Dienstag, 14.Mai, 19:53 Uhr

    Immerhin wird das noch unterhaltsam - denn alle die bereits einen Roller gekauft haben, werden damit auch die sprichwörtliche Schnauze fallen - diese Woche kam ein Test im Fernsehen (Markt/defacto, sparmarkt ???) die vier Roller getestet haben, auch einen von Scheuers Arbeitgebern BMW - zwei Roller haben keine Allgemeine Betriebserlaubnis die mit dem kommenden Gesetz zusammenpasst und haben auch keine Absicht diese zu erlangen - einer will die Nachrüstung vergünstigt anbieten und nur einer hat anscheinend so eine Erlaubnis beantragt.
    Damit wären alle Roller ohne Betriebserlaubnis durch das Gesetz nur noch auf Privatgelände nutzbar.

    Persönliches: So lange diese Dinger keine Kennzeichen und damit Haftpflichtversicherung haben, sind sie verkehrsgefährdend. Und das Andi könnte dabei auch gleich die Radfahrer mit Haftpflicht/Nummernschildern versorgen, was den Verkehr auch sicherer machen würde und die Diebstahlsquote senken würde.

Fratzenbugger, Montag, 13.Mai 2019, 17:19 Uhr

35. Künstliche Intelligeenz und Algorithmen

Quer berichtete ja immer wieder einmal über die Filterblase in Facebook und anderen angeblich sozialen Medien. Das Prinzip der Algorithmenprogrammierer erscheint trivial zu sein. Je mehr klicks und likes, desto mehr denkt der Algorithums, hoppala, das interessiert jemanden. Wenn schon künstliche Intelligenz dabei offenbar versagt, wieso probieren es die Programmierer thematisch gesehen nicht einmal anders. Z.B. wenn sich jemand in der rechten Ideologie befindet und sich mit Gleichgesinnten gegenseitig pusht, dann könnte man mit menschlicher Intelligenz mal auf den Gedanken kommen, diesen Personen fehlen neutrale Informationen. Es gibt so viele tolle Dokumentationen zur deutschen Vergangenheit und seiner Untaten.
Ein Programmierer müsste daran denken, was diesen Leuten alles fehlt. Empathie, Wissen, Werte, Freiheit usw.

Algorithmen können mehr als sie bislang zeigen. Und Programmierer auch.

Petra, Montag, 13.Mai 2019, 15:35 Uhr

34. Parkplätze

Mit großem Erstaunen habe ich ihren Beitrag zu den Gehwegparkern gesehen. Bisher erschien mir quer durchaus als ein Format, das sich Gedanken über den zunehmend knapper werdenden öffentlichen Raum macht, sowie Gedanken macht über die Mobilität in der Stadt. Leider wurde in dem Beitrag weder an Passanten gedacht, denen das Leben durch die Gehwegparker schwer gemacht wird: Menschen im Rollstuhl, mit Rollator, mit Kinderwägen, mit Kleinkindern auf dem (Lauf-)Rad. Stattdessen macht der Beitrag uns Glauben, es sei das Recht eines jeden immer größere und breitere Autos zu fahren und die Allgemeinheit muss das verständisvoll hinnehmen. Und Leute die das nicht tun werden als Querulanten verpönt.

Veronika Krug, Montag, 13.Mai 2019, 11:58 Uhr

33. Gehweg Parker

Ich wohne ähnlich, die Gehwege vollgeparkt & Feuerwehr kommt kaum durch, Null Verständnis der Verursacher. Als Mutter eines Kleinkindes hab ich mich 1 Jahr zw Gehweg & Auto mit dem Kiwa durchgequetscht/ auf die Straße ausgewichen - jetzt mit Laufrad & ich in Sorge, daß sie ein Auto schrammt. Was ist mit jmd, der nicht so einfach auf die Straße gehen kann, weil Rollator/ -stuhl benötigt? ->Beitrag ab Minute 1:40! Kinder, die nicht sicher im Straßenverkehr sind!
Die Autos (oft XXL SUV) passen nicht mehr in die Garagen -den Fahrern ist dies egal. Garagen voll mit Graffel & viele Familien haben >3 Autos, da reicht natürlich ein Stellplatz nicht.
Habe eine Fotosammlung von GehwegParkern- wäre die Polizei nicht so überlastet, hätte ich das schon zur Anzeige gebracht.
Habe 2 Ideen:
>Autom. Spielstraße wenn Gehweg beparkt >Nachweis von genügend (& großem) Kfz-Abstellraum auf privatem Grund fußläufig bei Zulassung
München fängt an, die Verkehrswende zu diskutieren! Das wär ein Schritt

  • Antwort von 91541Matthias, Dienstag, 14.Mai, 19:06 Uhr

    Es gibt noch eine Steigerung..

    Bei uns in Rothenburg/tauber sind für 3 Tage alle Parkplätze in unserer Gasse wegen Baumpflegearbeiten gesperrt worden.

    Auf die Frage, ob wir pendelnden Anwohner nachtsüber hier parken dürften hies es vom Amt kategorisch "NEIN"

    Vorhin bin ich heimgekommen und finde viele Touristenautos, die kreuz und quer herumstehen..unsereins parkt vorschriftsmäßig in 5 Minuten Entfernung..
    Zweierlei Maß,aber das sind wir leider gewohnt..

Norbert B, Sonntag, 12.Mai 2019, 23:30 Uhr

32. Parkplatz-Irrsinn

Ich konnte es kaum fassen als ich diesen Bericht gesehen habe, schon gar nicht in quer. Ich frage mich was hier der Irrsinn ist. Die Tatsache, dass jemand der versucht dafür zu sorgen, dass man mit einem Rollstuhl, Kinderwagen oder einem Rollator den Gehweg benutzen kann verleumdet wird oder, dass die Autos der Anwohner nicht mehr in eine normale Garage passen und daher auf dem Gehweg parken. Inzwischen scheint es schon so selbstverständlich zu sein, dass das Auto den größten Teil des öffentlichen Raums einnimmt, dass viele Glauben sie haben ein Recht auf einen freien Parkplatz für ihren SUV vor ihrem Haus, auch wenn’s der Gehweg ist.