BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 16.05.

Esoterik-Boom im Allgäu // Veterinäre dürfen Transporte nicht stoppen // Bad Heilbrunn trotzt dem Kommerz-Fußball // Der Glasfaser-Irrsinn von Petersaurach // Mittenwald kämpft um Karwendelbahn - u. v. m. in dieser quer-Sendung

Stand: 10.04.2019

Schamanen, Kartenleger, Heiler: Esoterik-Boom im Allgäu

Der Allgäuer gilt als bodenständiger, heimatverwurzelter und kirchentreuer Mensch mit eigenem Zungenschlag. Doch wer genau hinschaut, entdeckt eine Entwicklung: Im Allgäu tummeln sich immer mehr Yogis, Schamanen und selbsterklärte Heiler, die gestresste Großstädter zu Drachen-und Druidenkursen, Wünschelrutengängen oder Seelenwanderungen einladen. Inzwischen gilt die Region als Spirituellen-Hochburg, und selbst die Tourismusbranche hat das Potential erkannt. Viele Allgäuer reiben sich verwundert die Augen und fragen sich: Warum gerade hier? Und: Wie passt das zum Selbstverständnis der Allgäuer?

Tierquälerei ohne Ende: Veterinäre dürfen Transporte nicht stoppen

Es klang zunächst wie ein Erfolg für den Tierschutz: Anfang Februar stoppte ein Aufstand von Amtsveterinären und Landräten Tiertransporte in Länder außerhalb der EU. Das Umweltministerium veröffentlichte sogar eine Negativliste. Doch die stand schon bald in der Kritik, weil sie kein generelles Export-Verbot vorsah. Jetzt hat auch noch das Verwaltungsgericht München die Möglichkeiten der Veterinärämter, Tiertransporte in Drittstaaten zu untersagen, weiter geschwächt. Kommunalpolitiker sind empört und fordern sogar, den verantwortlichen Zuchtverbänden die Zuschüsse zu streichen.

Aufstieg ohne Kohle: Bad Heilbrunn trotzt dem Kommerz-Fußball

Transferzahlungen, Spielergagen, Torprämien: Was in der Fußball-Bundesliga längst dazugehört, ist inzwischen auch Alltag im Amateurfußball. Die Vereine zahlen hohe Ablösesummen und Spielergehälter – und die Sponsoren finanzieren die Spielstätten. Der SV Bad Heilbrunn will da nicht mitmachen. Die Herrenmannschaft ist gerade zum dritten Mal in Folge aufgestiegen und hat einen strikten Ehrenkodex: Kein Kommerz. Doch kann das Team aus Einheimischen damit dauerhaft gegen die Konkurrenz bestehen? quer berichtet vom Spielfeldrand.

Anschluss ausgeschlossen? Der Glasfaser-Irrsinn von Petersaurach

Das mittelfränkische Petersaurach war bayernweit eine der ersten Gemeinden, die in den Glasfaserausbau investiert hat. Jetzt haben dort die Hühnerställe in den winzigsten Weilern mindestens 100 Mbit Internetanschluss. Blöd nur, dass ausgerechnet das Gewerbegebiet beim Kabelverlegen vergessen wurden. Büros stehen leer, Callcenter wurden vom modernen Bürokomplex ins Privathaus verlegt – und obwohl die örtliche Wirtschaft seit Jahren auf den Anschluss pocht, geht nichts voran. quer und die Absurdität des Breitbandausbaus.

Im Griff des Investors: Mittenwald kämpft um Karwendelbahn

In Mittenwald liefert sich die Gemeinde eine erbitterte Schlammschlacht mit einem umstrittenen Investor. Seit dieser über Umwege Hauptaktionär der Karwendelbahn wurde, geht es drunter und drüber. Hauptversammlungen finden nicht statt und Bürgermeister und Investor treffen sich nur noch vor Gericht. Für die Mittenwalder steht viel auf dem Spiel, denn die lokale Tourismusbranche ist von der Bahn abhängig. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft München wegen des Verdachts der „Untreue zum Nachteil der Karwendelbahn AG“. Und die Mittenwalder hoffen weiter, doch noch die Kontrolle über ein Stück Heimat zurückzugewinnen.

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Prescher, Mittwoch, 22.Mai 2019, 14:33 Uhr

16. Petersaurch

Nach diesem Malheur mit dem Glasfaser sollte man diesen Ort den Namen Schiltbürger eh vergeben.
War da ein Ingenieur vom neuen Berliner Flughafen im Einsatz?Dann würde mich das Ergebnis nicht wundern.

Prescher, Mittwoch, 22.Mai 2019, 14:25 Uhr

15. Tiertransporte

Es ist nunmal so.Die Lobby der Züchter hat auch die Richter überzeugt in ihren Sinne zu urteilen.Es geht nun mal bei den Züchtern ums Geld und da die Justiz immer mit den Geldigen einig ist mußte das Gericht so entscheiden.Früher hat man dem Gericht nach so einem Urteil ein halbe Sau zukommen lassen.

Susanne Schiele, Dienstag, 21.Mai 2019, 07:32 Uhr

14. Esoterik-Boom im Allgäu

Da ich ansonsten die Sendung "Quer" als spitzfindiges Magazin mit gut recherchierten Beiträgen kenne und schätze, war ich sehr überrascht über den "Esoterikbeitrag" über das Allgäu. Da lag das Hauptaugenmerk wohl vor allem darauf, durch oberflächliche Recherche und Polarisierung ("Allgäuer versus Spiritualität") dem Zuschauer leichte, unterhaltsame Kost anzubieten. Mich hat vor allem gestört, wie unachtsam (da haben wir gleich so einen Begriff: Achtsamkeit!) mit den verschiedenen Begrifflichkeiten umgegangen wurde. Als Beispiel sei der Buddhismus genannt. Der ist im Allgäu wirklich sehr stark vertreten und schon lange hier verwurzelt. Vielleicht deshalb, weil "der Allgäuer" eben an sich auch sehr spirituell und weltoffen ist? Auch Christ zu sein hat mit Spiritualität zu tun! Der Buddhismus ist immerhin eine der großen Weltreligionen. Sollten wir nicht lieber das Gemeinsame betonen, statt zu polarisieren und Vorurteile zu bedienen?

Jo Berens, Sonntag, 19.Mai 2019, 16:59 Uhr

13. Satirische Abrechnung von Quer zu Strache Video

Na endlich. Was können wir uns glücklich schätzen einen gut aufgestellten, engagierten und investigativen Journalismus zu haben, der diesen entlarvenden Machenschaften auf den Grund geht.

Dieses Strache-Video zeigt in voller ungeschminkten Realität, wie diese braunen, macht- und geldgeilen Figuren wirklich denken. Spielball sind leichtgläubige Wähler, die an "Höheres" glauben. Wie schnell da der eine oder andere unter die Räder geraten kann, konnte Strache kaum deutlicher mit "zack, zack, zack und abserviert" sagen.
Ein Psychiater hätte wohl kaum besser diese Art Gehirnwindungen erforschen können.

Die Urheber sind anonym, aber sie verdienen den aller grössten Dank und Respekt für diesen "Polit-Knüller". Ein Alarmsignal für rechten Blinden.

Skeptiker, Samstag, 18.Mai 2019, 10:11 Uhr

12. Der Glasfaser-Irrsinn von Petersaurach

Also der größte Irrsinn ist doch, eine Melkanalge mit Internetverbindung. Wozu braucht die Computersteuerung einer Melkanlage eine Standleitung ins Internet? Und selbst wenn, dass man nicht mal an ein Back-Up-System für einen eventuellen Internetausfall denkt, zeugt von grenzenloser Idotie.