BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 21.3.

Bauern streiken nach Bienenvolksbegehren // Seehofers Kontrollen machen Bürger wütend // Bäume müssen Neubauten weichen // Giftfische: Warum haben Behörden so wenig unternommen? // Wirbel um Bierwerbung - u. v. m. in dieser quer-Sendung

Stand: 19.03.2019

Gekränkte Ehre: Bauern streiken nach dem Bienenvolksbegehren

Bauern würden pauschal als Umwelt-Sünder dargestellt, ärgern sich Landwirte. Dabei setzten sich viele für Umweltschutz ein und leisteten kostenlos wichtige Dienste für Gemeinden. Nun zeigen Bauern, was es heißt, wenn ihre Gutmütigkeit ein Ende hat: In Dietmannsried sammeln sie eigentlich für das traditionelle Funkenfeuer Holzabfälle aus den Gärten ein. Damit ist jetzt Schluss. Dieses Jahr haben auf dem Frühjahrsfeuer nur die alten Christbäume gebrannt. In Schöngeising ist es noch härter: dort wird kein Osterfeuer mehr stattfinden, weil ein Landwirt seine Wiese nicht mehr zur Verfügung stellt.

Grenzwertig: Seehofers Kontrollen machen Bürger wütend

Wenn es nach Horst Seehofer geht, sollen die Kontrollen an der bayerisch-österreichischen Grenze verlängert werden. Doch bringen die Kontrollen tatsächlich mehr Sicherheit? In Niederbayern beispielsweise wird gar nicht direkt an der Grenze kontrolliert, sondern fünf Kilometer im Landesinneren. Nicht nur Einreisende werden gestoppt, sondern größtenteils einheimische Pendler. Wer vom täglichen Stau genervt ist, nimmt einfach eine Ausfahrt vor der Kontrolle und umfährt sie über Land, was den anliegenden Dörfern einen Verkehrskollaps beschert. Und alle fragen sich: Warum und wie lange noch bleibt Europa außer Kraft gesetzt?

Kettensägen-Massaker: Bäume müssen Neubauten weichen

Sie rücken freitagnachmittags an, wenn Umweltbehörden schon geschlossen sind. Dann geht es schnell: Arbeiter sägen einen Keil in alte Bäume, so sind sie nicht mehr zu retten. In kürzester Zeit sind Baumbestände vernichtet, Spuren verwischt - und ist Platz geschaffen für Neubauten. Das Vorgehen ist so dreist wie lukrativ, das Bußgeld wird in Kauf genommen. Denn Investoren fühlen sich im Recht, schließlich wird Wohnraum in bayerischen Städten dringend gebraucht. Dabei gäbe es auch Konzepte, Wohnungen zu bauen und Bäume zu erhalten. Denn eine Stadt ohne Grün ist weniger lebenswert.

Giftfische: Warum haben Behörden so wenig unternommen?

Seit einem halben Jahr ist es den Landratsämtern Freising und Dachau bekannt: Fische in ihren Landkreisen sind mit Malachitgrün verseucht. Der Stoff steht im Verdacht krebserregend zu sein und ist verboten. Dennoch haben die Landratsämter nicht gewarnt, über Monate wurden die verseuchten Fische geangelt und verspeist. Angler forschten selber nach und fanden auch in der Isar mit Malachitgrün belastete Fische. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft. Landratsämter und Umweltministerium schieben sich gegenseitig die Schuld zu.

Busen-Brauer: Wirbel um zweifelhafte Bierwerbung

Schon wieder hat das Traunsteiner Hofbräuhaus Ärger mit dem Deutschen Werberat. Diesmal wegen eines Werbemotivs, das den Eindruck erwecke, Alkoholkonsum „fördere sozialen oder sexuellen Erfolg“. Zuvor hatte die Brauerei mit üppigen Brüsten und einem „Neger“ geworben und Rügen des Werberates auf sich gezogen. Der Chef gibt sich uneinsichtig, ebenso die meisten Biertrinker. Berechtigte Kritik oder nicht: Wer auf Anstandsregeln pocht, erntet immer häufiger den Proteststurm derer, die sich als Opfer eines angeblichen Moraldiktats fühlen.

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A. H., Dienstag, 26.März, 17:17 Uhr

28. Quer ist unverzichtbar

Kompliment an die ARD/BR!

Aufklärung und Satire auf eine einzigartige Art von Christoph Süß mit Team realisiert. Es verdient Respekt und Anerkennung sich mit jeder politischen Ecke anzulegen oder anzuprangern. Frech und unterhaltsam, das manch' einem nicht schmecken mag, aber so unbedingt notwendig ist, um auf kleinere oder grössere Missstände aufmerksam zu machen.

Donnerstags ist fix gebucht (oder die Mediathek muss herhalten)

Beste Grüsse
A. H.

Ignaz K., Dienstag, 26.März, 11:44 Uhr

27. Noch ein neuer Gag zum Thema Insektensterben an Windrädern

"Jeden Tag von April bis Oktober werden in Deutschland Milliarden Insekten an Windkraftanlagen getötet. Das zumindest hat eine Modellrechnung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ergeben."

Oh mein Gott Wissenschaft, ich zweifle am wissenschaftlichen Verstand. Selbstredend, dass es sich mal wieder um eine "Modellrechnung" handelt.
Sollen wir uns nun die Windkraftanlagen eintüten lassen?
Was ist mit den Millionen heimtückisch killenden Windschutzscheiben an Autos? Wäre das auch ein Argument die Mobilität einzuschränken? - Ach die schnellen Radler und Mopedfahrer hatten auch schon so manches Insekt zwischen den Zähnen.

Na, wie wäre es da mit einer sinnentleerten Modellrechnung?

Ignaz K., Dienstag, 26.März, 08:24 Uhr

26. Kleinbauern müssen stärker gefördert werden

Das sind die besten Umweltaktivisten, die es gibt. Sie reden nicht lange über das Thema, sondern tragen den wichtigsten Beitrag bei. Eine Kompensation dieser Kosten und auch der Förderung gerade der kleineren Betriebe ist die beste Investition in Nachhaltigkeit.
Also machen wir es den wettbewerbsgeplagten Kleinbauern nicht noch schwerer als es bereits ist, gegen "Industriebauern" zu bestehen. Die Großbetriebe sind Verursacher von Umweltschäden oder setzen auf massivem Pestizideinsatz als auch Monokulturen. Monokulturflächen sollten eigentlich stärker besteuert werden, dann würden sich viele nachfolgende Probleme u.a. Insektensterben von selbst auflösen.
Na, wo ist er halt, der Schmidt?

Von Politikern will ich künftig feiner granulierte Aussagen über deren Zukunftsprojekte hören. Dieses allgemeine Wahlkampf-blabla und Gewäsch ist für die Tonne.
Wahlkampfaussagen müssen eine Art vertragliche Vereinbarung mit Zeitvorgabe zwischen Politiker und Wähler werden. Sonst: You're fired!

Weber, Montag, 25.März, 19:05 Uhr

25. Jurrasic Union

Am 26. Mai schlüpfte er aus dem Dino-Ei. Jetzt rieselt halt schon der Kalk - manche sind mit 31 Jahren alt!

Wolle, Montag, 25.März, 17:24 Uhr

24. Was ist Sexismus?

Immer wenn es gerade passt, die Opferrolle annehmen. Sind Miss-Wahlen sexistisch? Nein, da passt es dann eben nicht. Hungermodels in Dessous sexistisch? Nein, sie tun so als hätten sie das Heft des Handelns in ihrer Hand.
Mädchen in Unterwäsche mit Helm auf einem Werbeplakat? Das ist aber sowas von sexistisch. Dieses junge Ding wurde mißbraucht, um diese Aufnahmen zu machen, um Radfahrer*innen zum Helmtragen zu animieren.
Bitte verhüllt künftig auch die "Auslagen" der Oktoberfestbedienungen. Diese Frauen tun nur ihren Job als Servicekräfte und die Konzentration auf das entgegengebrachte Bier sollte nicht abgelenkt werden. Das ist definitiv sexistisch ;-)

Übrigens, war Eva damals auch Sexobjekt von Adam beim gemeinsamen Äpfel essen?

  • Antwort von Hubi, Dienstag, 26.März, 11:47 Uhr

    Sicher, war sie das. So wie es um immer das Gleiche geht. Mal mehr oder weniger offen oder verklemmt. Sexy look mich nicht so sexistisch an.

  • Antwort von Skeptiker, Dienstag, 26.März, 16:19 Uhr

    Falsch. Sexismus und Diskriminierung ist es erst, wenn es Frauen betrifft. Wenn Männer die betroffenen sind, interessiert es keine Sau...