BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 07.03.2019

Großstadt-Boom vorbei? // Fischertag in Memmingen: reine Männersache // Nächtlicher Fluglärm wegen Billigflügen // Stinkender Ziegenbock spaltet Dorf // Mikroplastik: gefährlicher Kunstrasen - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 05.03.2019

Metropol-Müdigkeit: Münchner zieht es aufs Land

Überraschende Statistik: Laut einer Studie werden die Einkommensunterschiede zwischen Stadt- und Landbewohnern immer kleiner. Besonders in Niederbayern und der Oberpfalz macht sich das bemerkbar. Deswegen wirbt ein niederbayerischer Bürgermeister bewusst mit günstigen Mieten und entspanntem Lebensraum um frustrierte Münchner. Die Argumente ziehen. Doch die neue Stadtflucht hat einen Haken: Mit den Einwohnerzahlen steigen auf dem Land die Mieten und Immobilienpreise. Rasant.

Unterschätztes Umwelt-Foul: Kicken auf Kunstrasen

Der Fußballverein von Titting in Oberbayern hat seinen alten Rasenplatz satt. Er ist holprig und bei Regen wird das Spiel zur gefährlichen Schlammschlacht. Die örtliche Brauerei will dem Verein jetzt einen Kunstrasen spendieren. Doch damit kommt ein neues Problem auf die Tittinger zu. Um den Rasen griffig und bespielbar zu machen, braucht es tonnenweise Kunststoffgranulat, das auch ständig nachgefüllt werden muss. Forscher warnen, dass Kunstrasen eine der Hauptursachen für Mikroplastik im Wasser ist. Jetzt sorgen sich Bürger um ihr Trinkwasser.

Memminger Männersache: Frauenverbot beim Forellenfischen

Beim Memminger Fischertag stehen einmal im Jahr Männer mit Keschern im Stadtbach und fischen um die Wette. Den Frauen kommt laut Vereinssatzung die Rolle zu, sich um die Kübel zu kümmern, in denen der Fang aufbewahrt wird. Doch diesen Sommer will eine Memmingerin auch mitfischen. Gegen die Satzung, sagen Bürgermeister und Vereinsvorsitzender. Während der Fischertagsverein dafür kämpft, dass alles so bleibt wie es ist, hat die Memmingerin mittlerweile eine Anwältin und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes eingeschaltet.

Der stinkende Bock: Ziegenmief sorgt für Zoff

Pechgraben in Oberfranken ist Schauplatz eines heftigen Nachbarschaftsstreits. Ein offenbar besonders übelriechender Ziegenbock plagt die Nachbarn, sie hätten ihn am liebsten los, wenigstens aber in gebührendem Abstand zu ihren Gärten. Die Bock-Besitzer aber bleiben stur. Weder Gemeinde noch Landratsamt konnten vermitteln. Da es für Ziegenhaltung keine klaren Abstandsregeln gibt, erwägt die Gemeinde jetzt einen neuen Bebauungsplan. Und das Landratsamt muss tatsächlich prüfen, ob das Dorf überhaupt noch ein Dorf ist.

Abgehoben: Erfolgsflughafen raubt Nürnbergern den Schlaf

Es ist eine Erfolgsstory: Nürnbergs regionaler Flughafen kann sich im Wettstreit mit den Drehkreuzen München und Frankfurt behaupten und stärkt so den Wirtschaftsstandort Mittelfranken. Und nicht nur das: er schreibt dabei auch noch schwarze Zahlen! Allerdings bringt er die Anwohner um den Schlaf. Denn das Erfolgsgeheimnis lautet: Keine Nachtruhe.  

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Brüller, Mittwoch, 13.März 2019, 03:01 Uhr

34. Trump zur Komplexität des Fliegens (Boeing 737 Max 8)

Trump will keinen Albert Einstein auf dem Pilotensitz haben und Boeing sollte weniger Computer zum Fliegen einsetzen.
Kann diesem Vollamateurpräsidenten mal jemand von der US Air-Force erklären, dass damit fast seine gesamte Luftwaffe nicht mehr fliegt?
Trump scheint bei der Tante-Ju steckengeblieben zu sein.

Nighthawk, Samstag, 09.März 2019, 17:06 Uhr

33. Nürnberger Nachtflug

Abwählen!

Wenn Bürger um Nachtruhe betteln gehen müssen, stimmt was nicht. Lärm ist krankmachender als jede blöde NO2 Debatte. Herz- Kreislauferkrankungen sind oft die Folge z.B. bei Patienten, die an stark befahrenen Strassen, Bahnlinien oder Flughäfen wohnen.
Bevor Klimaschutz in einer Verfassung verankert werden soll, wäre das Grundrecht auf Nachtruhe sinnvoller. Denn Schlafentzug kann Folter sein. In Stasi-Gefängnissen sind solche Foltermethoden durch Licht und/oder Lärm bekannt geworden.
Keinesfalls kann diese Störung mit wirtschaftlichen Interessen begründet werden, besonders dann nicht, wenn daraus ein bloßes Exclusivgeschäftsmodell wurde, dessen Erfolg darauf beruht, weil andere Flughäfen in Deutschland diese Genehmigung nicht erhalten haben.
Auch für diesen Bereich gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz.
Juristen sollten prüfen, ob hier möglicherweise Körperverletzungsdelikte in Betracht kommen könnten.

Jochen, Samstag, 09.März 2019, 16:46 Uhr

32. Recycling-Lügen

Da wird ein Mordsbohei um Plastiktüten gemacht und wir deutschen Heuchler legen Kunstrasen an. Laß' das bloß nicht den Eigenheimbesitzer zu laut hören. Kunstrasen? Nie wieder Rasen mähen, nie wieder sprenkeln, nie wieder vertikutieren oder Löwenzahn ziehen? Wenn das nicht verlockend klingt. Ja, das ist übrigens Wirklichkeit. Z.B. in Kalifornien. Wegen Wasserknappheit der letzten Jahre musste es einfach die Farbe Grün sein oder eben Kunstrasen.

Aber mal im ernst. Wie zugelötet muss ein menschliches Gehirn sein, um die Umweltverschmutzung nicht zu verstehen? Nein, der grösste Mikroplastikemittent dürfte der Rasen auch nicht sein. Aber es sind eben diese vielen kleinen "Anteile", die jeder dazu beiträgt. Wieso stopfen wir uns das Granulat nicht gleich auf dem Kartoffelsalat rein?
Ich ersprare uns die Aufzählung, wo überall Plastik verwendet wird. Jeder weiß es. Nervt nicht mit Strohhalmen und ähnlichem Nonsens.

Überall ist Plastik. Und Leute wundern sich, dass sie Allergien haben.

Mensch, Samstag, 09.März 2019, 16:29 Uhr

31. Genderansprache Mensch

Die richtige Ansprache wäre dann Mensch. Ok, Herr Süß, oder besser müsste es dann Mensch Süß heissen. Mensch Maier hört man ja desöfteren.
Aber reicht Mensch als Anrede aus? Was ist mit dem Ärger, wenn es heisst "Mensch-ärgere-dich-nicht". Wer ist dann damit angesprochen?
Menschenskind kann ich ja nicht zu jedem Greis sagen. Gutmensch ist ebenso verfehlt, denn was mache ich, wenn er tatsächlich schlecht ist? Nein, nein, lieber Herr Süß, das geht so alles nicht.
Frauen, Männer und Diverse können nur korrekt mit "hallo Herr, Frau, Div., schön sie heute hier begrüßen zu dürfen" angesprochen werden. Und bei der Begrüßung abends zur Tagesschau kann es für die Zukunft nur die gkeiche Ansprache geben, wie gerade genannt. Natürlich könnte die Sprecher das noch weiter perfektionieren und alle Transen, Intersexuelle, .... insgesamt anreden. Bis 20:15h oder bis zum Wetter wäre das zu schaffen. Die Wettervorhersage müsste auf Sonne, Regen oder Schneefall begrenzt werden.

Aufwiedersehen ....

Jochen, Samstag, 09.März 2019, 16:14 Uhr

30. Genderei

Vollkommener Quatsch. Wieso werden am Weltfrauentag Männer diskriminiert und dürfen nicht mitmachen? Klagen diese Anarcho-Frauen auch für die Aufnahme in einem Männerchor? Hat jemand schon mal von einer Müllfrau gehört oder gesehen und weshalb klagen diese Frauen nicht dafür, diese ehrenwerten Aufgaben auch zu übernehmen?

Ich finde es einigermaßen unerträglich, dass einzelne Emanzen solche Plattformen nutzen können, um sinnlose "Rechte" einzufordern, die an den wirklichen Problemen der unerreichten Gleichstellung vorbeigehen.
Sollen Männer künftig genauso "gleichgestellt" Höflichkeitsformen wie Türe aufhalten, in Mantel helfen, schwere Sachen tragen, Vortritt lassen oder von Bord gehen, aufgeben? Oder sind das Rosinenpickerdamen, die sich nur für bestimmte Fälle gleichgestellt sehen wollen?

Würde ich dieser im Film benannten Dame begegnen, na dann würde ich sie als Mann behandeln. Dann entfiele das in den Mantel helfen und ihr sagen, die Garderobe liegt bereits auf der Strasse.