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quer komplett Sendung und Kommentare vom 19.01.2023

Streit um Waffenrechts-Verschärfung // Jetzt geht's um die Wurst: Debatte um Lebensmittelpreise // Parkplätze sollen breiter werden // Bauen fürs Personal: Das Comeback der Werkswohnung // Arbeitsagentur druckt elektronische Akte u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Published at: 18-1-2023 3:04 PM

Streit um Waffenrechts-Verschärfung: Trifft es die Falschen?

Aufregung unter Bayerns Schützen: Das Waffenrecht soll verschärft werden, ein Ministeriums-Entwurf sieht strengere Regeln für Schreckschusspistolen und halbautomatische Waffen vor. So soll unter anderem verhindert werden, dass sich Reichsbürger mit kriegsähnlichen Waffen ausstatten. Doch die neuen Regeln könnten auch Sportschützen einschränken, die z.B. mit traditionellen Armbrüsten schießen. Verfassungsfeinde können dagegen in vielen Fällen noch Waffen erwerben. Erweckt die angekündigte Verschärfung nur den Eindruck, dass Deutschland sicherer wird?

Jetzt geht´s um die Wurst: Debatte um Lebensmittelpreise

Man könnte nüchtern über Fleischkonsum in Bayern sprechen: Dass Wissenschaftler warnen, dass er zu hoch sei. Oder darüber, ob die jüngst von Cem Özdemir ins Spiel gebrachte Mehrwertsteuer-Senkung für Obst und Gemüse geeignet wäre, den Fleischkonsum zu senken. Doch genau dieser Vorschlag bringt Bauernverband und Politiker in Wallung. Denn Fleisch ist eben nicht nur Nahrungsmittel, sondern vor allem auch Gegenstand eines erbitterten Kulturkampfs – und Wahlkampfthema. Feuer frei für eine neue Runde in der hoch emotionalen Fleisch-Debatte!

Mehr Platz für dicke Autos: Parkplätze sollen breiter werden

Dass Autos hierzulande immer größer und breiter werden, ist mittlerweile so etwas wie ein Naturgesetz. Bei der Parkplatz-Suche führt das natürlich zu Problemen: Etwa, weil ein Auto manchmal fast zwei Plätze braucht. Da ist es folgerichtig, dass das zuständige Fachgremium jüngst vorgeschlagen hat, die Mindestbreite für Parkplätze zu erhöhen. Die Rufe von Verkehrsplanern, dass Autos in Städten eigentlich weniger Platz einnehmen sollten, drohen dagegen in geräumigen Garagen zu verhallen.

Bauen fürs Personal: Das Comeback der Werkswohnung

Werkswohnungen sind eigentlich eine über hundert Jahre alte Idee: Damals bauten die ersten Betriebe Wohnungen für ihre Arbeiter und vermieteten sie günstig. Heute erlebt die Werkswohnung ein kleines Comeback. Weil sich Wohnen in Ballungszentren immer weniger Menschen leisten können, bauen Kommunen und Betriebe wieder Wohnraum für ihre Angestellten. Eine gute Sache. Die wohl nicht dringend nötig nicht wäre, wenn der Staat für bezahlbaren Wohnraum sorgen würde. 

Digitalisierung analog: Arbeitsagentur druckt elektronische Akte

Vor Kurzem erreichte der Hinweis eines geplagten Sachbearbeiters einer bayerischen Arbeitsagentur die quer-Redaktion. Die elektronische Akte, Meilenstein der Digitalisierung, führe in der Praxis zu großem Verwaltungsaufwand. So würden E-Mails erst erfasst, dann gedruckt und wieder eingescannt, bevor sie in der elektronischen Akte landen. Ein umständliches Prozedere in mehreren Arbeitsagenturen Bayerns, die nun stolz von sich sagen können, analoge Digitalisierung möglich gemacht zu haben.

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Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 19.01.2023. Kommentieren Sie hier, bei YouTube, auf Facebook, Instagram oder bei Twitter mit #BR_quer.


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Torsten Sch., Mittwoch, 25.Januar 2023, 08:42 Uhr

30. Digitalisierung analog: Arbeitsagentur druckt elektronische Akte

Hallo liebes Team von "Quer".
Ich wohne zwar in Norddeutschland, mag eure Sendung aber sehr.
Ich hätte da noch ein weiteres Gimmick:
Es gab bis Mitte 2022 noch die Möglichkeit, per DE-Mail, kostenlos und sogar so rechtssicher wie mit einem Einschreiben, mit den Jobagenturen, welche hier im Harzvorland KoBA (Kommunale-Beschäftigungs-Agentur) heißen, zu kommunizieren.
Die Möglichkeit wurde wohl im Zuge der Digitalisierung dann Mitte 2022 eingestellt. Seither läuft das ähnlich wie in eurer Sendung beschrieben, nur leider ohne Eingangsbestätigung für die Kunden.

  • Antwort von Bruno Schillinger-Safob, Mittwoch, 25.Januar, 11:14 Uhr

    Werbung für DE-Mail?

    Wir haben damals auf DE Mail verzichtet, weil die "Rechtssicherheit" der Zustellung darin bestand, das der Kunde täglich ins Postfach schauen musste und somit die "Zustellung" innert 24 Std. bestätigt wurde.

Dreiundsechz'ger, Sonntag, 22.Januar 2023, 14:41 Uhr

29. Arbeitsagentur druckt elektronische Akte

Wer den "Betrieb" BfA kennt und Menschen die dort arbeiten oder gar zu einer "BG" gehören, wissen dass so mancher daran verzweifelt... nicht erst seit gestern und nicht nur MA.

Mehr Geld, keine Sanktionen etc. hört man immer, von diesem Unfug (Beitrag) wissen wenige.

Wie auch von den Vorgängen in der DRV oder Zuständen in den bayerischen JVAs und den Zusammenhang von Ukraine, Leo II und Logistik oder nur wie viele Nullen 100 Mrd.€ (Geldwäsche) haben.

Warum?
Lehrermangel, Bildungsfaulheit, Inclusion der Jugend in die "ey Alda was geht" Fraktion, Schubladendenken und Weltfremdheit.
Womit wir wieder bei den Nullen, diesmal im Bundestag sind.

Ich wage zu behaupten; wer einen Tag mit Bus und Tram fährt, weiß dass der Klimawandel nur ein Symptom und nicht das eigentliche, größte Problem ist! Ähnlich wie Trump.
Waffengesetz wegen Pyro's... ach, ich zitiere einfach Jr.:
Papa, da (Quer) kommt genau das was du immer sagst... warum?

Weil isso!
...mehr sog'ih ned.

  • Antwort von Johannes Bär, Montag, 23.Januar, 13:35 Uhr

    Was eigentlich wollen Sie uns (dem Leser) sagen ?
    Was ist die Botschaft ?

Anon Ymous, Sonntag, 22.Januar 2023, 11:26 Uhr

28. Waffenrecht

Angenommen der Gesetzgeber befiehlt alle Wafen abzugeben, was passiert dann? Alle anständigen gesetzestreuen Bürger geben ihre Waffen ab u. alle Kriminellen laufen bewaffnet rum zeigen den Stinkefinger!
Imho denke ich, dass alles nichts bringt, wenn die organisierte Wirtschaft und organisierte Kriminalität mit ihrem Abfraß in den Parlamenten sitzt und Gesetze in ihrem Sinn und zu ihrem Nutzen macht und durchsetzt.
Mir wurde z.B. mein Pfeilabschussgerät abgenommen mit Drohung eines "offiziellen" Verwaltungsaktes. Im Landratsamt wurde es von einer Sachbearbeiterin entgegengenommen, die Wehnachtsgeschenke für ihre Kinder vom örtlichen Kriminellenclan bekommen hat. Eine EMail ans LKA, das die "Waffe" vernichten sollte wurde von der Sachbearbeiterin beantwortet! Arme Zeugen von OK und Kriegsverbrechen. Soviel zum Thema Opfer-/Zeugenschutz.
Die Tochter vom Clanoberhaupt gibt die BOS-Funkgeräte mitsamt SIM-Karten aus. Vom BKA keine Reaktion dazu.
Normale bayerische Verhältnisse.

Johannes Bär , Samstag, 21.Januar 2023, 15:51 Uhr

27. CO2 Abdruck von quer ?

Wie ist denn eigentlich der Ressourcenverbrauch für die Herstellung von einer Sendung quer ? Schätze, da kann man viel Fleisch von essen.
Seit 30 Jahren die immer gleichen Themen aus der immer gleichen überheblichen linken Besserwisser Perspektive : Der böse Kapitalismus, die gierigen Vermieter, das verdammenswerte Auto, die grossartige EU, der arme Staat, die ach so unmenschlichen Reichen, der dringend mehr Geld braucht. Mir würde quer einmal im Monat völlig reichen. win-win für Umwelt und Gesellschaft !

  • Antwort von Reiner, Montag, 23.Januar, 14:15 Uhr

    Dumme Kommentare verbessern die CO2 Bilanz übrigens auch nicht. Am besten sie halten die Luft an. Wegen der Umwelt, meine ich.

  • Antwort von Honold, Montag, 23.Januar, 14:34 Uhr

    @Bär

    Sie müssen einen gehörigen Rechtsdrall haben und einen verblendete Wahrnehmung haben. Quer berichtet VON Leuten FÜR Leute. Als ob sich Quer die Geschichten ausdenken würde.
    Wenn Ihnen Quer einmal im Monat reichen würde, wieso schreiben Sie dann Woche für Woche Ihren Frust hinaus? Auch die Telefon-Seelsorge hat immer ein offenes Ohr.

  • Antwort von Joschi, Montag, 23.Januar, 16:26 Uhr

    Wayne?

Sonja Herzhoff, Samstag, 21.Januar 2023, 15:50 Uhr

26. Bezug zu Bericht vom 19.1.2023, 'Digitalisierung '

Liebes Team von Quer,
einen Tag, nachdem ich Ihren Bericht über die Digitalisierung bei der Bundesagentur für Arbeit gesehen hatte, habe ich Ähnliches bei der AOK Rheinland/Hamburg erlebt.
Dort konnte 2 Mal meine sehr gut eingescannte und von mir vor Emailversand an die KK geprüfte Anhang von der KK nicht gelesen werden.

Eine Bekannte berichtete mir daraufhin, dass sie es in ihrer App der Krankenkasse Barmer auch schon erlebt hatte, dass ihr 4 Wochen nach Hochladen eines Dokuments (welches die App als gut identifiziert hatte und sie ebenfalls) die KK meldete, dass das Dokument und das Anliegen nicht zu bearbeiten sei, da nicht lesbar.

Liebe Grüße und tolle Arbeit, die ihr immer wieder macht

Sonja Herzhoff