BR Fernsehen - quer


89

quer komplett Sendung und Kommentare vom 10.01.

Blick in die Zukunft: quer-Special mit Harald Lesch | Radikales CO2-Sparen im Selbstversuch | Nutzen und Gefahren künstlicher Intelligenz | Dorf gegen Industriegebiet: Widerstand lohnt sich! - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 11.01.2019

Das Jahr 2019 verspricht ein Jahr mit wesentlichen Veränderungen zu werden: Die Technologie der Künstlichen Intelligenz nimmt weiter an Fahrt auf – eine Macht ohne Moral oder unverzichtbarer Zukunftsmarkt? Dann: der Klimawandel schreitet dramatisch voran. Was können wir, was kann jeder Einzelne tun, um CO2 einzusparen? quer-Moderator Christoph Süß wagt mit dem Philosophen und Astrophysiker Harald Lesch einen Blick ins Jahr 2019 und stellt wichtige Zukunftsfragen: Können wir auf Politik und Wirtschaft hoffen, um dem Raubbau an der Natur, dem Verlust von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und der Spaltung der Gesellschaft Herr zu werden? Und wenn nein: Was kann ein jeder selbst für ein zukunftsfähiges Zusammenleben tun? In quer nennt Harald Lesch Möglichkeiten und Lösungsansätze.

Sauber getestet: Wie klimafreundlich kann man in Bayern leben?

Eine ziemlich normale Familie in Bayern. Oder fast normal. Denn Familie Klimenta aus Regensburg versucht, CO2 zu sparen, wo sie nur kann. Schließlich dürften wir Deutschen rechnerisch statt bisher 11 Tonnen CO2 nur noch eine Tonne im Jahr verursachen, um die schlimmsten Klima-Auswirkungen in den kommenden Jahrzehnten noch abzuwenden. Familie Klimenta setzt auf Fahrradfahren, wenig Fleisch und keine Flugreisen. Doch der Versuch zeigt, dass die Familie selbst so nur um die 3 Tonnen einsparen kann. Es wäre mehr drin – doch vieles liegt nicht direkt in der Verantwortung des Einzelnen. Ein besserer Nahverkehr zum Beispiel könnte den Eltern das Auto ersparen. Energiemix, Heizen, Mobilität – an diesen Stellschrauben ist die Politik in der Pflicht.  

Nutzen und Gefahren künstlicher Intelligenz

Schöne neue Welt – in München arbeitet die Firma IBM an einer lernfähigen Software, die z.B. helfen soll, Staus zu verhindern. Mit Maschinenlernen, künstlicher Intelligenz und Robotik könnte aber nicht nur der Verkehrsfluss, sondern auch staatliches Handeln optimiert werden. „Lasst uns das Regieren neu erfinden - KI kann helfen“ – heißt es in einem Strategiepapier. Fein. Und die Risiken? In Österreich arbeitet die KI schon im Arbeitsamt und kategorisiert Menschen nach ihrer Brauchbarkeit – Frauen, Mütter, Behinderte haben schlechtere Karten. Führt die KI also auch zum unmenschlichen Umgang mit Menschen? Und wer trägt Sorge, dass dies nicht passiert? Darauf gibt es von Seiten der Politik noch kaum Antworten.

Dorf gegen Industriegebiet: Widerstand lohnt sich!

Die Gemeinde Vilshofen wollte auf Äckern und Wiesen vor den Toren der Stadt ein Industriegebiet bauen und dort eine Firma für Asphaltaufbereitung ansiedeln. Doch Vilshofen hatte die Rechnung ohne das Dorf Albersdorf gemacht, in dessen direkte Nachbarschaft das Gebiet gekommen wäre. Die Dorfbewohner stellten sich quer: protestierten, klärten über Planungsfehler auf, schrieben fast 600 Einwände und riefen den Petitionsausschuss des Landtags an. Mit Erfolg: Die Stadt musste das Projekt begraben. Und das Asphaltwerk? Wurde trotzdem gebaut. Aber auf dem Gelände eines bereits bestehenden Gewerbegebiets.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 10.01.2019. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


89

Kommentare

Inhalt kommentieren

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Fred Rath, Donnerstag, 17.Januar, 21:12 Uhr

52. quer

Sie sagten es: vor 8600 Jahren waren England und Europa noch verbunden. Das Eis schmolz und der Wasserspiegel stieg. Damals verschmutzten die Menschen schon die Umwelt; denn die Erderwärmung ist ausschließlich vom Menschen gemacht. Und immer mehr Menschen helfen da mit. Was kann man dagegen nur tun?

Martin B., Donnerstag, 17.Januar, 11:13 Uhr

51.

Die Sendung vom 10.01.2019 war sehr erfrischend durch den Dialog mit Harald Lesch.
Die Schleichwerbung auf dem Lautsprecher der Firma ANKER hat mir aber ganz und gar nicht gefallen.
Reagiere ich sehr empfindlich darauf.

Mit freundlichen Grüßen
M.B.

Squareman, Mittwoch, 16.Januar, 13:05 Uhr

50. Computerregierung

Allein mit Logik kann man nicht regieren. Ein Computer würde die Menschen als größtes Problem identifizieren und eliminieren. Dagegen ist 1984 geradezu idyllisch.

DW-Fan, Sonntag, 13.Januar, 00:10 Uhr

49. Saubere Luft und Grenhwerte

Auszug eines Kommentares von Fabian Schmidt, Deutsche Welle:

Feinstaub und Stickoxide gehen zurück
Nehmen wir zum Beispiel den Feinstaub: Am Anfang der Industrialisierung, zu Beginn des 18. Jahrhunderts, lag die Feinstaubbelastung in London bei etwa 260 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der Wert stieg immer weiter an, bis er Ende des 19. Jahrhundert bei über 600 Mikrogramm lag. Erst im 20. Jahrhundert ging es wieder zurück. In den 1950er-Jahren unterschritt er erstmals wieder das frühindustrielle Niveau und lag bei 200. Heute hingegen erreicht er nur noch 16 Mikrogramm. Da steht Stuttgart mit seinen 38 Mikrogramm natürlich schlecht da. Im historischen Vergleich wirkt es aber immer noch wie gerade mal "zweieinhalbmal null".

Bei der Debatte um die Überschreitung von Grenzwerten sollte man eines nie vergessen: Je strenger ein Grenzwert gesetzt ist, desto dramatischer klingt eine Überschreitung desselben.

Hysterisch ist eigentlich nur noch die Deutsche Umwelthilfe.

Ursula Bürk, Samstag, 12.Januar, 19:25 Uhr

48. Sendung Quer 10.1.

So klar in der Aussage war quer schon lange nicht mehr. Ich freue mich, wenn jemand wie Harald Lesch ehrlich sagt, wir müssen unser bisheriges Leben ändern.
Bisher habe ich diese Ehrlichkeit nur in kirchlichen Umweltkreisen erlebt. Wann trauen sich auch Politiker aller Parteien diese Wahrheit den Menschen und Wählern zu sagen ? Ich selbst versuche seit langem (1991 etwa) meinen C0 2-Abdruck möglichst gering zu halten. Leider ist es nicht leicht wenn alle anderen dies nicht so sehen. Wann kommt die C0 2-Steuer? Die Schweiz hat bereits ein Modell eingeführt, dass zu einer gewissen Umverteilung auch von Geldern führt von Viel-Verbrauchern zu Gering-Verbrauchern. Ich wünsche mir von der Politik, dass sie auch in dieser Richtung aktiv wird.