BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 22.11.

Gefährliche Keime im Trinkwasser // Gräfenbergbahn nervt Pendler // CSU will Wahldebakel vergessen // Investoren kaufen Arztpraxen // Verkehrte Verkehrspolitik: Bamberger Radl-Vision ausgebremst - u. v. m. in dieser quer-Sendung

Stand: 21.11.2018

Bloß nicht zurückschauen: CSU will Wahldebakel vergessen

Glaubt man Markus Söder, dann hat die Analyse der Wahlniederlage bereits stattgefunden – in seinem Kopf. Jünger, weiblicher, grüner: So sieht Söder die strahlende Zukunft der CSU. Schluss mit „One-man-show“ und Scharfmacherei, kündigt der designierte Nachfolger von Horst Seehofer als Parteichef an. Dabei hatte die Parteispitze nach dem Verlust der absoluten Mehrheit ein breite Diskussion versprochen. Jetzt gibt es scheinbar nur noch einen, der diese Diskussion führen will: Horst Seehofer, der nicht als der allein Schuldige am Wahldebakel gelten möchte. Eine breite Aufarbeitung könnte auch einen Schatten auf Markus Söders Agieren im Wahlkampf werfen, weshalb in der CSU das Interesse an dieser Debatte überschaubar ist. Die CSU vor und nach der Wahl: quer über eine wundersame Verwandlung.

Gefährliche Keime im Trinkwasser: Ist der Klimawandel schuld?

Einfach den Hahn aufdrehen und das Wasser direkt aus der Leitung genießen: Davon können viele Menschen im Augsburger Raum und im Oberland derzeit nur träumen. Weil Keime im Trinkwasser entdeckt wurden, muss jeder Tropfen abgekocht oder gechlort werden. Dazu kommen tägliche Messungen – und die Suche nach der Ursache. Könnte der Klimawandel schuld an der Keim-Krise sein? Die Trockenheit der letzten Monate hat die Filterfunktion des Bodens beeinträchtigt. Dazu kommt, dass das Wassernetz in ganz Bayern inzwischen gut 50 Jahre alt ist. quer über die unsichtbare Gefahr aus dem Wasserhahn.

Unendliche Pannenserie: Gräfenbergbahn nervt Pendler

Tägliche Verspätungen, Zugausfälle und gestrandete Schüler, die kilometerweit zum Klassenzimmer laufen müssen – in Sachen Verlässlichkeit ist die Gräfenbergbahn für viele Fahrgäste eine Katastrophe. Seit Jahren bemühen sich Kommunalpolitiker und lokale Unternehmen entlang der 28 Kilometer langen Strecke um eine Sanierung der Trasse und neue Stellwerktechnik. Zwar investiert die Bahn schon, um die gröbsten Mängel zu beheben. Für eine dauerhafte Lösung bräuchte es aber mehr Mittel – auch vom Freistaat. Frustrierte Eltern und Schulleiter haben nun eine Online-Petition gestartet, um endlich bei den Pannenbahn-Verantwortlichen durchzudringen.

Mit Risiken und Nebenwirkungen: Investoren kaufen Arztpraxen

Sie klingen zunächst wie eine gute Medizin für ein kränkelndes Gesundheitssystem: Medizinische Versorgungszentren können dort helfen, wo Ärzte fehlen und Notarztpraxen überfüllt sind. Immer häufiger stecken hinter den Großpraxen jedoch Private-Equity-Gesellschaften. Gesundheitsexperten warnen vor Nachteilen für die Patienten, weil ökonomische über medizinischen Kriterien gestellt werden könnten. Und da Investoren vor allem in Ballungsgebiete gehen, könnte sich der Facharztmangel auf dem Land noch verschärfen. quer klärt auf über Risiken und Nebenwirkungen.

Verkehrte Verkehrspolitik: Bamberger Radl-Vision ausgebremst

Die Mitglieder der „Initiative Radentscheid Bamberg“ sind enttäuscht: Gut elf Monate ist es her, dass die Stadt ihnen bessere Verkehrsbedingungen und mehr Rechte versprochen hat. Mit dieser Selbstverpflichtung wollte die Verwaltung einem drohenden Bürgerentscheid zuvorkommen. Doch seit Januar sei kaum etwas passiert, beklagen jetzt die Initiatoren. Und schalten um auf Guerilla-Taktik. Druck von der Straße soll die zögerliche Stadtverwaltung zum Handeln zwingen. Ob’s klappt?

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Siggi, Mittwoch, 28.November, 16:36 Uhr

15. zu 14. Schwer erträgliches Kommentar-Begleitgebimmel

Liebe Quer-Redaktion,
ich meine diese sog. "Musikbetten" hinter dem Kommentar. Also Glockenschläge oder synthetische musikähnliche Geräusche, Jingles o.ä. wie beispielsweise in Ihrem Seehofer-Beitrag der letzten Sendung. Meines Erachtens lenken diese Gräusche eher vom Gesagten ab und wirken oft deplaziert oder sind auch zu laut.
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Das Problem gibt es leider auch im Bayern2 Radio und immer häufiger in TV-Dokumentationen. Dass Radio- und TV-Ton eben "heute so klingen müssen" empfinde ich als unnötigen Hype.
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Vielleicht wäre das mal ein Thema für Herrn Süß. - Darauf freue ich mich jetzt schon!
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Mit freundlichen Grüßen,
ein bisher treuer Zuschauer der QUER-Sendung.

Siggi, Sonntag, 25.November, 14:50 Uhr

14. Schwer erträgliches Kommentar-Begleitgebimmel

Die Sendung? Erfrischen gut, wie immer!
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Aber muss denn diese nervige Text-*BEGLEITUNG* sein, die wie ein lästiger Schimmelpilz allmählich alle Sendungen überzieht?
Die Sprachverständlichkeit wird dadurch teils stark beeinträchtigt.
Schade.
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  • Antwort von quer-Redaktion, Montag, 26.November, 13:24 Uhr

    Was meinen Sie mit "Text-Begleitung" bzw. "Kommentar-Begleitgebimmel"?

  • Antwort von Quer-Redaktion, Montag, 26.November, 13:26 Uhr

    Was bitte meinen Sie mit Text-*BEGLEITUNG* bz. " Kommentar-Begleitgebimmel"?

Christian, Freitag, 23.November, 11:26 Uhr

13. Privatisierung der Medizin

Erschreckend, wie hier Lobbyismus als Journalismus präsentiert wird. Scheinheilige Argumente werden unrecherchiert übernommen und Angstmache mit völlig falschen, nicht zu belegenden, alternativen Fakten betrieben. Schade, ich dachte, dies sei ein seriöses Format.... Die Patienten wollen immer die beste Behandlung, dazu braucht der Markt aber Geld und woher soll es kommen??? Die Kassen zahlen immer weniger, da können wir doch froh sein, daß Investoren Geld in den deutschen Gesundheitsmarkt stecken. Wenn sie es hier nicht mehr können, machen sie es eben in anderen Ländern und die Deutschen stehen bald auch in der Medizin hinten dran... wie so langsam überall. Und das öffentlich rechtliche Fernsehen macht schön dabei mit... Herzlichen Glückwunsch.

  • Antwort von Funny, Freitag, 23.November, 13:30 Uhr

    Hui, sie sind aber lustig. Investoren als selbstlose Geldgeber ganz ohne Rendite- oder Heuschreckengedanken? Tja, schöner Traum. Wachen sie bitte auf.

  • Antwort von Sabine, Freitag, 23.November, 16:28 Uhr

    In welcher Welt leben Sie? Investoren wollen also Geld in unser Gesundheitssystem stecken, damit wir alle die beste Versorgung bekommen? Investoren wollen Rendite, also Geld aus dem System ziehen! Das ist ihr einziges Motiv.

  • Antwort von Squareman, Dienstag, 27.November, 14:47 Uhr

    Investoren sind keine Menschenfreunde die das aus reiner Großzügigkeit machen, Investoren wollen Rendite und das nicht zu knapp. Die Rendite zahlen dann die Angestellten und/oder der Patient.

Fußgänger , Freitag, 23.November, 08:25 Uhr

12. Radfahrer in Bamberg

1. Fahrradstraßen (in der Regel mit dem Zusatz "Kfz-Verkehr frei" oder "Anlieger frei") braucht kein Mensch.
2. Das Zusatzschild "Radverkehr frei", in Verbindung mit dem Schild "Gehweg", sind eine Zumutung für Fußgänger.
3. "Radverkehr frei" für Einbahnstraßen in Gegenrichtung nur bei baulicher Eignung - i.d.R. nicht gegeben.
8. Radfahrern und Fußgängern wäre schon viel geholfen, wenn die StVO durchgesetzt und die einschlägigen Planungsrichtlinien beachtet werden würden.
12. Die Förderung von Fuß- und Radverkehr ist keine Frage des Geldes oder der personellen Ausstattung, sondern eine des politischen Willens.

  • Antwort von Wolfgang, Freitag, 23.November, 13:46 Uhr

    Doch, Fahrradstraßen werden gebraucht, zumindest solange auf Radler keinerlei Rücksicht genommen wird.
    Man sollte nie vergessen, wenn es zum Unfall zwischen Auto und Fahrrad kommt, ist meist eh der Radler tot als der Autofahrer,
    und zwar völlig unabhängig davon, wer schuld ist.

Lars Teich, Freitag, 23.November, 07:47 Uhr

11. Gräfenbergbahn

Danke, daß Sie den Beitrag gebracht haben. Leider hat sich nach zig runden Tischen und werbewirksamen Auftritten der Lokalpolitiker in der Sache noch nichts getan. Es wurde leider in den letzten Jahrzehnten kaum Geld in den ÖPNV investiert. Bitte bleiben Sie an dem Thema dran! Gruß Lars