BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 11.10.

Versteht die CSU die Bayern noch? // Polit-Achterbahn am Riedberger Horn // Unbezahlte Arbeit im Pendlerzug // Illegale Dauerparker nerven Anwohner - u. v. m. in dieser quer-Sendung

Stand: 10.10.2018

quer vom 11.10.2018 | Bild: BR

Schleichende Entfremdung: Versteht die CSU die Bayern noch?

In der Woche vor der Wahl herrscht Katastrophenstimmung in der CSU. Umfragen sagen das Ende der Alleinregierung voraus, die Sonderstellung der bayerischen „Staatspartei“ bröckelt. Dabei steht Bayern wirtschaftlich super da und hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Aber vielleicht wird genau das zum Problem. Denn die CSU und der Freistaat sind für viele Zugezogene und auch viele Einheimische nicht mehr untrennbar vereint. Gleichzeitig machen selbst CSU-Urgesteine im schwarzen Kernland nicht mehr jede Wendung der Partei-Oberen mit. Das Land hat sich offenbar verändert. Und die Partei?

Alles Öko? Polit-Achterbahn am Riedberger Horn

Ein Speichersee im Moor, eine neue Bergstation im Grenzbereich der Alpen-Schutzzone und ein neuer 8er-Sessellift. Ministerpräsident Markus Söder hat zwar gleich zu Beginn seiner Amtszeit die Ski-Schaukel am Riedberger Horn gestoppt. Aber vor Ort wird weiter fleißig in den klassischen Ski-Tourismus investiert. Dabei sollen doch eigentlich staatliche Fördermillionen für den sanften Tourismus fließen. Das Ergebnis: alle sind unzufrieden. Aus Sicht der Naturschützer wird zu viel gebaut. Den Befürwortern der Ski-Schaukel ist es noch zu wenig. Und beide Seiten fühlen sich von einer Politik übergangen, die es allen recht machen wollte.

Selbstausbeutung: Unbezahlte Arbeit im Pendlerzug

Viele Bayern können es sich nicht mehr leisten, in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zu wohnen. Deshalb pendeln immer mehr Menschen immer weitere Wege. Wer sich in den Zügen umschaut, stellt fest: die wenigsten Pendler schauen träumerisch aus dem Fenster. Die meisten arbeiten. An Vorträgen und Kalkulationen, per Email und Telefon. Oft sind es Dinge, die man in der regulären Arbeitszeit nicht geschafft hat und jetzt nachholt. Und das meist unentgeltlich! Denn die wenigsten Arbeitgeber erkennen die Pendelzeit als Arbeitszeit an.

Zugeparkt: Illegale Dauerparker nerven Anwohner

Allein die Stadt Nürnberg hat im letzten Jahr rund 4500 Fahrzeuge ohne Zulassung oder Kennzeichen auf öffentlichen Flächen entdeckt. Die Autos gammeln dort so lange vor sich hin, bis Autohändler sie irgendwohin gewinnbringend verkaufen können. Oft gehen die PKW dann nach Osteuropa. Was vordergründig ein Ärgernis für parkplatzsuchende Bürger ist, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein soziales Phänomen. quer unterwegs in der schwer durchschaubaren Parallelwelt der kleinen Autohändler und ihrer besonderen Kundschaft.

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Maddin, Dienstag, 16.Oktober, 23:44 Uhr

39. Quer unverzichtbar!

Markus Lanz sehe ich gerade und frage mich, ob er nicht auf seine Gäste gleich komlpett verzichten kann, da er zu gerne sich selbst die Antworten gibt oder diese den Gesprächspartnern aus der Nase mit langweiliger Penetranz herauszuziehen versucht. Zap-Grund.

Quer bitte. Und zwar täglich!

Kurt B., Dienstag, 16.Oktober, 23:03 Uhr

38. Riedberger Horn Ski-Schaukel?

Diskussion erübrigt sich wegen des Klimawandels ;-)
Die Ski-Schaukel könnte noch in der Arktis gebaut werden.

Claudia S., Montag, 15.Oktober, 10:45 Uhr

37. Umgang mit Lebensmitteln

Sehr geschätztes Quer-Team,

gerne sehe ich mir immer wieder Ihre Sendung an. Doch letzten Donnerstag fand ich den "Beitrag" mit den "Koch-Tipps" so gar nicht passend. Es hatte fast den Anschein, als müsste Sendezeit gut gemacht werden. Schlimmer aber noch ist, dass vor laufender Kamera mit Lebensmitteln und sogar Fleisch "gepspielt" wird. Diesen Umgang mit Lebensmitteln (auch ein Schweinebraten war mal ein Schwein!) finde ich absolut nicht in Ordnung!

  • Antwort von Quer Onlineredaktion, Montag, 15.Oktober, 12:28 Uhr

    Danke für den Hinweis! Wir hoffen, die Sendung hat Ihnen sonst trotzdem gefallen. Beste Grüße aus Quer Onlineredaktion

  • Antwort von Peter N., Dienstag, 16.Oktober, 00:23 Uhr

    Genau solche Einwände machen Politik derzeit so mühsam. Klar, man kann das kritisieren. In Relation zu dem was im Handel, Haushalten und Industrie an Lebensnitteln vernichtet wird ist das Kinderkram. Genau so sieht es in vielen anderen Politikfeldern aus. Es findet sich immer irgendjemand, der völlig unverhältnismässig das grosse Ganze ausser Acht lässt. Jeder sieht nur seine egoistische Individualpolitik. Die grüne Opposition freut es, sind sie doch lediglich im Wunschkatalogmodus und verraten kaum wie was finanziert oder realisiert werden soll und welche drastischen Einschnitte das bedeuten kann.

    Die Politik wird für die Groko kritisiert, wählt aber gleichzeitig das Vorzeigebundesland Bayern in eine Koalition. Wird es dadurch einfacher? Sicher nicht. Warum wurde Seehofer nicht längst entlassen, der ausser Zwietracht kaum konstruktives beigetragen hat?

    Die Anschaulichkeit mit der braunen Soße AfD im Kochrezept finde ich also folgerichtig sehr gelungen und vertretbar.

  • Antwort von Bruno Schillinger-Safob, Dienstag, 16.Oktober, 11:48 Uhr

    Schade, dass man sich an diesem geringfügsten Punkt so aufhängt. Wir haben inzwischen gesucht, doch nirgendwo eine Petition/Beschwerde gefunden die gegen die ganzen Kochsendungen oder Rezeptbücher/Zeitschriften gestartet wurde - denn diese Lebensmittel sind so aufgemotzt, dass sie nur gut aussehen, aber völlig ungenießbar sind, ergo sowieso weggeworfen werden.
    PS für die Darstellung des braunen Problems war das SEHR passend und auch günstig. Grob geschätzter Kantinenpreis ca. 3,- Euro.(und da es Abends gesendet wurde, vermutlich Restbestand, also nur die Zwischenstation zwischen Essensrückgabe und Mülleimer)

  • Antwort von majbrit schulze, kaltmamsell, Dienstag, 16.Oktober, 16:58 Uhr

    Ich finde Kochcomedysendungen immer wieder amüsant selbst wenn dabei politlt wird, egal was, gern auch Königsberger Klopse mit Kapernreis aus des Russlands Herzen.

  • Antwort von Peter N., Dienstag, 16.Oktober, 22:59 Uhr

    Sehr richtig Bruno,

    genau deshalb halten wir uns oft mit Nichtigkeiten auf. Lähmende Politik hängt m.E. auch vom lähmenden Volk ab. Diskussionsweltmeister sind wir absolut.
    Aber jede hat heute die Möglichkeit seine Interessen und Wünsche ins Netz zu stellen. Leider sieht man dabei häufig nur seine eigene Perspektive.

Janus, Montag, 15.Oktober, 01:09 Uhr

36. Wieso ist jetzt Merkel an allem Schuld?

Weil der Seehofer der Stichler ist? - Verrückte Politik. CSU mit ihrer ureigenen Wahrnehmung der Lage. Schickt den Seehofer zu seiner Modellbahnwelt, da kann er "gestalten".

Schmidt-Kunze, Samstag, 13.Oktober, 16:42 Uhr

35. Nach der Bayern-Wahl

kann der Seehofer sagen, der Söder kann es nicht, hättet ihr Seehofer lieber als Ministerpräsident behalten.