BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 4.10.

Wie senkt man die Zahl der Wildunfälle? // AfD-Wahlkampf: Wirte und Vereine in der Zwickmühle // Keine Gnade für Ampelfrau // Neue Hoffnung für alte Bäder? // Streit um Lärm am 60er-Stadion - u. v. m. in dieser quer-Sendung

Stand: 02.10.2018

Darf es Ampelfrauen geben? Verbot für Ost-Ampelfrauen in Sonthofen

Fünf Jahre lang gab es in Sonthofen die Ampelfrau, aufgestellt zum Weltfrauentag. Doch jetzt sagt die Regierung von Schwaben: Die Ampelfrau muss weg, sie ist ein Sicherheitsrisiko. Selbiges droht Neu-Ulm mit dem Ampelmännchen. Doch die Orte verweisen auf den Einigungsvertrag. Darin wurde festgelegt: Ostdeutsche Ampelsymbole dürfen bleiben. Eigentlich nur in den neuen Ländern, doch auch im Westen wurden Ampelmann und –frau immer beliebter. Außer in Bayern: Da wurde 2015 nochmal festgelegt: Keine Ostsymbole auf unseren Lichtzeichen! Endet die deutsche Einheit an bayerischen Ampeln?

Trauriger Rekord: Wie senkt man die Zahl der Wildunfälle?

Die Zahl der Wildunfälle steigt immer weiter. Im Kreis Erding gab es vergangene Woche sieben an einem Tag! Die Jäger versuchen mit Reflektoren und einer Wild-Warn-App gegenzusteuern. Doch das fruchtet bislang nicht sonderlich. Politiker fordern, die Jäger sollten mehr schießen. Es werden sogar Rufe laut, ganze Waldstriche „leerzuräumen“. Logisch: Kein Wild, keine Wildunfälle. Doch die Jäger verweisen auf Abschussvorgaben der Landratsämter und kontern: Die steigende Zahl der Wildunfälle liege auch an zu viel Versiegelung, zu viel neuen Straßen und zu schnellen Autofahrern.

AfD-Wahlkampf: Wirte und Vereine in der Zwickmühle

Im Wahlkampf geraten derzeit vermehrt Wirte und Betreiber von Vereinsheimen in Schwierigkeiten. Denn die AfD will bei ihnen ihre Wahlkampfveranstaltungen abhalten. Die Betreiber haben nun ein Problem: Sagen sie der AfD ab, folgen Shitstorms, schlechte Bewertungen und Drohungen von rechter Seite. Erlauben Sie die Veranstaltung, drohen Sponsoren damit, ihre Zahlungen einzustellen. Wirte und Vereinsvorstände finden sich so unvermittelt zwischen den Fronten der politischen Auseinandersetzung wieder.

Söders Füllhorn: Neue Hoffnung für alte Bäder?

Im Frühjahr erfüllte sich für die Mönchsdegginger ein Traum: Ihr Schwimmbad „Almarin“ konnte dank unzähliger freiwilliger Helfer wieder öffnen. Für eine Woche. Seitdem halten die Bürger ehrenamtlich ihr Schwimmbad ohne Wasser in Schuss und wühlen sich durch Formular-Berge möglicher Förderungen, um einen dauerhaften Betrieb zu ermöglichen. Bis jetzt leider ohne Erfolg. Ähnlich geht es auch vielen anderen Bädern in Bayern, die von der Schließung bedroht sind. Besser sieht’s in Nürnberg aus. Hier hat Markus Söder 18 Millionen für die Sanierung des Volksbades angekündigt. Eine Wende auch fürs Almarin? Denn bislang wurde in Bayern um die Schwimmbadförderung arg gezankt. Wird Markus Söder nun zum Retter der kommunalen Bäder?

Wenn Löwen brüllen - Streit um Lärm am 60er-Stadion

Es ist Kult, weit über die Grenzen Giesings hinaus: Das Stadion an der Grünwalder Straße in München. Doch einige Anwohner regen sich auf, der Lärm werde immer größer: mehr Trommeln, mehr Gesänge, stärkere Lautsprecher. Dabei richtet sich ihr Zorn weniger gegen die 60er Fans, als vielmehr gegen die Stadt. Die unternehme zu wenig gegen den zunehmenden Trubel im und vor dem Stadion. quer über die schwierige Frage: Wie viel pralles Leben verträgt die Großstadt?

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Squareman, Sonntag, 07.Oktober, 15:27 Uhr

42. Wildunfälle

Da ist eben auch der Autofahrer gefragt. Wer nachts bei schlechter Sicht wie eine gesengte Sau durch die Gegend rast muß sich nicht wundern. Ich hatte schon öfter Begegnungen mit Wild auf der Straße, und nie ist was passiert. Dazu braucht es nur eine angepasste Fahrweise und das richtige Verhalten im Fall der Fälle.

Nik, Sonntag, 07.Oktober, 11:35 Uhr

41. AFD und Wirte

Ehrlich gesagt, die Reaktion der AfD ist typisch und mehr als nur peinlich, zeugt sie doch von völliger Ahnungslosigkeit in Sachen Recht und Verfassung. Das hat nichts mit Gesinnungsterror oder so zu tun, es ist nämlich schlicht das Hausrecht der Wirte.
Als die Kampagne zum Rauchverbot in Bayern lief, durften in vielen Gaststätten ÖdP, SPD oder Grüne keine Veranstaltungen machen. Die Wirte fühlten sich persönlich an gegriffen und nutzen ihr Hausrecht, um dagegen zu protestieren. Nachdem die Welle der Gaststättenvernichtung über Bayern geschwappt war und bayernweit auch tatsächlich eine Kneipe oder so mitgenommen hatte, haben sich die Gemüter aber wieder beruhigt und inzwischen haben die Parteien das Problem eigentlich nicht mehr. Die Demokratie ist daran jedenfalls nicht eingegangen.
Das ist ein normaler Vorgang. Jeder Wirt hat das Recht zu bestimmen, wer bei ihm rein darf und wer nicht. Und wenn sich die Wirte nicht mit den, äh, Mitbürgern gemein machen möchten, dann ist das verdamm

  • Antwort von Linneus, Sonntag, 07.Oktober, 23:13 Uhr

    Hat eigentlich auch jeder Staat das Recht zu bestimmen, wer rein darf und wer nicht?

Charles, Samstag, 06.Oktober, 13:42 Uhr

40.

Diese ampeltreue Sesselfurzer gehören alle zur Müllbeseitigung geschickt, mitsamt Tonne ausschlecken. Und wenn sie fragen warum, mal ordentlich den Deckel zuknallen. Im Sinne des Steuerzahlers.

Squareman, Samstag, 06.Oktober, 09:23 Uhr

39. AfD

Die AfD sieht sich mal wieder als Opfer. Aber es ist ganz klar das Wirte politische Parteien nicht unbedingt reinlassen muß. Wer aber meint Geld stinkt nicht muß eben mit den Konsequenzen leben. Ich kann Sponsoren verstehen die keine Nähe zur AfD wollen. Die AfD ist nun mal rassistisch und Björn Höcke ihre rechte Gallionsfigur. Jahrzehnte lang war es verpönt rassistisch zu sein, aber dank AfD darf man es wieder. Der Rassismus ist dank AfD wieder Mainstrem. Früher waren es die Juden, jetzt sind es die Flüchtlinge und die Muslime.

  • Antwort von Linneus, Sonntag, 07.Oktober, 12:25 Uhr

    Genau, alles Nazis außer Mutti

  • Antwort von Squareman, Dienstag, 09.Oktober, 08:58 Uhr

    @Linneus Das dachte ich mir doch das sie sich angesprochen fühlen, da trifft es ja den Richtigen. Deutschland hat schon die Republikaner, die DVU und wie diese ganzen Naziparteien alle heißen überstanden, wir werden auch die AfD überstehen. Nach der kräht in ein paar Jahren auch kein Hahn mehr.

  • Antwort von Linneus, Dienstag, 09.Oktober, 10:11 Uhr

    Ja, stoppt die AfD, bevor sie Polen überfallen und Volksentscheide auf Bundesebene einführen können

Jochen Schönfelder, Samstag, 06.Oktober, 06:12 Uhr

38. Ost-Symbolik in Ampeln

Ich als sog. "Ampelfan und -sammler" aus dem Fränkischen schlug auch einst über eigene Verbindungen zu fränkischen Städten vor, doch mal eine Anlage mit dem Ost-Ampelmann, Fachbezeichnung "Typ Sachsen" auszustatten - keine Chance!!!

Obwohl ich nicht verstehe: "Typ Sachsen" Symbole sind meines Wissens nach IN DIE RiLSA AUFGENOMMEN worden...! Und eine deutsche Gesetzgebung gilt doch deutschlandweit....!? Die Ampelfrauen hingegen sind soweit mir bekannt ist nicht in der RiLSA, deshalb rechtlich fraglich, genauso wie die Mainzelmännchen in Mainz oder die Eigenanfertigungen in Erfurt, die einst allerdings nur in grün gemacht wurden.

Hier im Beitrag wurde übrigens das "Euromännchen" als West-Ampelmännchen bezeichnet. Das eigentliche (muskulösere) Westmännchen ist nur noch in Altanlagen zu finden und "stirbt" der Anlagenmodernisierungen geschuldet, langsam aber sicher aus!

Übrigens: In Erlangen gibt es momentan noch zwei provisorische "Drückampeln" mit Ost-Symbolik ^^...