BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 13.09.

Der Wolf im Wahlpelz: Gerissene Kälber werden zum Politikum // Neubau im Hochwassergebiet // Bürokratie schuld an Unfalltod? // Regensburg und die Ladenöffnung // Eichstätt und sein Kreuz mit der Kreuzung - u. v. m. in dieser quer-Sendung

Stand: 12.09.2018

Der Wolf im Wahlpelz: Gerissene Kälber werden Politikum 

Diese Woche beginnt der Viehscheid im Allgäu, und so mancher Bauer dürfte in diesem Jahr froh sein, seine Tiere wieder heil von der Alpe zu bekommen. Denn seit einigen Wochen ist er da: der Wolf. Seit Anfang August häufen sich die Fälle von gerissenen Weidetieren – und mit ihnen auch die Debatten darüber, wie mit ihm umzugehen ist. Und da zufällig gerade Wahlkampf ist, fühlen sich auch die Parteien bemüßigt, Position zu beziehen. So wird der Wolf – zumindest im Allgäu – zum Wahlkampfthema Nummer eins! Doch helfen die ideologisch beladenen Ideen der politischen Lager den Bauern vor Ort wirklich weiter?

Neubau mit nassen Füßen: Sündenfall im Hochwassergebiet?

Obwohl es sich bei der Daxerau in Traunstein um ein Hochwassergebiet handelt, beschloss der Traunsteiner Stadtrat im Sommer mehrheitlich, ein geplantes Wohnungsbauprojekt weiter voran zu treiben. Denn das Gutachten des Bauträgers sieht keine Überflutungsgefahr – also kann doch auch gebaut werden! Die Gegenwehr der Bürger samt Gegengutachten hat die Stadt bislang stoisch ignoriert – doch jetzt kommt Unterstützung anderer an der Traun liegender Gemeinden, die fürchten, selbst Hochwasseropfer zu werden.

Nicht mehr zu retten: Bürokratie schuld an Unfalltod?

Trotz eines nagelneuen, grenzüberschreitenden Rettungszentrums in Furth im Wald kam es Anfang August in der Grenzregion zu einem tragischen Unglück: Einem auf tschechischer Seite gestürzten Radfahrer konnte nicht rechtzeitig geholfen werden und er verstarb. Dabei war die Rettung alarmiert: Auf tschechischer Seite kam sie aufgrund der längeren Anfahrt zu spät – die Deutschen waren zwar näher dran, durften aber aufgrund fehlender Zuständigkeit nicht losfahren. Kurzum: die grenzüberschreitende Rettung, die doch zur Sicherheit der Menschen eingeführt wurde, funktioniert nicht – und es sind nicht allein die Sprachprobleme.

Sonntags nur mit Buddha: Regensburg und die Ladenöffnung

Ja, die Ladenöffnungszeiten am heiligen Sonntag sind ein vieldiskutiertes Thema. In Regensburg treibt das jetzt neue Blüten: Laut städtischer Satzung dürfen Souvenirläden sonntags nur geöffnet haben, wenn sie mindestens zu Hälfte typisch „ortskennzeichnende“, also Regensburger Andenken verkaufen – die es aber für Regensburg kaum gibt. Oder aber die dargebotene Ware hat einen religiösen Bezug. So kommt es, dass nun plötzlich einige Läden sonntags schließen mussten, während sich die übrigen einen religiösen Bezug dank Buddhastatuen erschleichen.

Ampelchaos - Eichstätt und sein Kreuz mit der Kreuzung

Sie galt über Jahre als die schlimmste Kreuzung Deutschlands: ein Verkehrsknotenpunkt von vier Straßen im Westen von Eichstätt, der von der Regionalbahn durchschnitten wird und deshalb als „Gefahrenquelle“ galt. Jetzt, nach jahrzehntelanger Diskussion, einer vierteljährigen Bauzeit und rund 1,25 Millionen Euro Kosten ist der Neubau fertig. Und ist: noch schlimmer! So sehen es jedenfalls die Anwohner, die mit den neuen 37 Ampeln einfach nicht zurechtkommen wollen. Was haben Bahn, Stadt, Landkreis und Bund da nur zusammengeplant?

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Squareman, Mittwoch, 19.September, 09:02 Uhr

39. Maaß loses Vertrauen

Mit dem richtigen Parteibuch wird man für Unfähigkeit in Deutschland auch noch befördert. Besser konnte sich die Unfähigkeit der Regierung nicht zeigen wie im Fall Maaßen. Dafür wird die Regierung hoffentlich auch befördert, in die Toilette der Geschichte, kräftiges nachspülen nicht vergessen sonst kommt die braune Scheiße wieder hoch. Seehofer ist unfähig und die CSU wird im Herbst dafür hoffentlich die Quittung bekommen.

Gladys, Montag, 17.September, 23:41 Uhr

38. The best thing, that ever happend to Europe and Germany is,

Angela Merkel!

Wow, great! We don't need much more Trumps.

Think about it.

Love and peace to Quer!
Fantastic stuff.

Anonym, Montag, 17.September, 11:11 Uhr

37. Quellen zur "Hetzjagd"

Liebe Quer Redaktion,

Sie behandeln in ihrer Sendung das Thema der "Hetzjagd" in Chemnitz und zeigen ein Video von der Gruppierung Zeckenbiss,
welche sich selbst als "Antifa" bezeichnet. Die politische Radikalisierung der Antifa ist ja im allgemeinen nicht unbekannt.

Nun ist freilich ein einzelnes Video in welchem man eine Person sieht, welche auf zwei andere zu rennt, kein Beleg für eine Hetzjagd.
Haben Sie hierzu andere/weitere Quellen die Sie in der Sendung nicht gezeigt haben?

Falls nein, dann haben Sie im Grunde genommen linke Propaganda (Propaganda bezeichnet in seiner modernen Bedeutung die zielgerichteten Versuche, politische Meinungen und öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine vom Propagandisten oder Herrscher erwünschte Richtung zu steuern) betrieben.

Falls ja, dann würde ich mich sehr darüber Freuen wenn Sie mir diese Quellen übermitteln könnten, damit ich mir selbst ein Bild machen kann.

Viele Grüße,
Anon

  • Antwort von Quer-Redaktion, Montag, 17.September, 15:04 Uhr

    Danke für Ihre Anfrage. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema:

    https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/was-wir-ueber-das-strittige-hetzjagd-video-aus-chemnitz-wissen,R2xYfvD

    http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/maasen-video-chemnitz-101~_origin-d37b3d2f-95ee-4169-bd06-9ae96166b2f4.html

    Beste Grüße aus der Quer-Redaktion

  • Antwort von Benonym, Montag, 17.September, 17:17 Uhr

    Es ist immer ein Problem, wenn man sich nur einzelne Szenen herauspickt und infrage stellt. Die Gesamtbetrachtung, zahlreiche unabhänige Zeugen, die Feststellungen der Polizei, die Dokumentation der Presse und Beobachter kamen zum strafrechtlich unbekannten Begriff "Hetzjagd".
    Der schwere Landfriedensbruch klingt unspektakulärer, trifft aber juristisch auf die Vorgänge zu.

    Anon, wollten sie das in Zweifel ziehen?

    Grüsse Benonym

Berno Später, Samstag, 15.September, 16:28 Uhr

36. Nicht mehr zu retten

Die Feuerwehren Bayerns und Österreichs haben ähnliche Probleme, scheren sich aber an der Grenze im Ernstfall glücklicherweise nicht groß darum. Manchmal muss man es halt einfach mal machen: Retten ohne Grenze, wenn Hilfe gebraucht wird! Schönen Gruß an die Leitstellen.

Berno Später, Samstag, 15.September, 16:21 Uhr

35. Wolfsschutz

Sehr geehrte Damen und Herren
Seit frühester Kindheit beziehe ich klar Position zum und für den Wolf. Diese Tiere gehören in unsere Wälder wie Fuchs, Dachs und Luchs. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich im größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Dort gab es lange nur ein Tier am Ende der Nahrungskette, dass sich für die heutigen Energie-Mais-Bauern zum Problem entwickelte: Die Wildsau. Sie darf gejagt werden und dennoch richtet sie durch Überpopulation, verursacht durch übersattes Futterangebot, wesentlich mehr Schaden an, als das ein Wolfsrudel je kann. Wer einmal gesehen hat wie eine Rotte einen Wald umpflügt, weiß wovon ich spreche. Einzig der Abschuss einer Wildsau ist einer der teuersten und bringt am wenigsten ein, weil das Fleisch, Dank Tschernobyl, schlecht verkäuflich ist. Man hört vom Bauerverband daher kaum Forderungen nach regiederen Maßnahmen gegenüber der Überpopulation von Wildschweinen. Somit sind die Argumente der Wolfsgegner fadenscheinig.
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