BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 19.07.

Fischotter oder Oberpfälzer Teichwirte? | Tombola um Grabplätze in Berchtesgaden | Bahn-Chaos im Oberland | Wo ist der Meteorit? | Bio-Milchbauern unter Druck - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 18.07.2018

Wer ist schützenswerter: Fischotter oder Oberpfälzer Teichwirte?

Der Fischotter fasst wieder Fuß in Bayern. Das freut Naturschützer. Und treibt eine ganze Region in den Wahnsinn. Die Oberpfalz ist bekannt für ihre Teichlandschaft, der hiesige Karpfen ist eine regionale Spezialität. Doch genau den verspeist der Fischotter besonders gerne, und weil der Fischotter sich so stark vermehrt hat, eben auch in großer Zahl: Es gibt Teiche, in denen der Otter bis zu 90 Prozent des Fischbestands auf dem Gewissen hat, sagen Otterberater – die braucht man inzwischen, denn der Otter ist streng geschützt. Der Erfolg ist mäßig: Inzwischen haben dutzende Hobby- und Nebenberufs-Fischzüchter in Tirschenreuth ihre Lizenz zurückgegeben. Sie sagen: Der Fischverkauf lohnt sich einfach nicht mehr.

And the winner is …? Tombola um Grabplätze in Berchtesgaden

Seit Jahren schon müssen die meisten Berchtesgadener für ihre letzte Ruhestätte den Ortskern verlassen: Neue Grabfelder gibt es nur auf dem Neuen Friedhof bei Schönau. Der Alte Friedhof in der Ortsmitte ist voll, schon lange – und das macht ihn umso begehrter. Nun wurden auf einen Schlag 200 Plätze frei, die verlost werden, denn Gerechtigkeit muss schließlich sein. Tatsächlich scheint die Sehnsucht nach einem zentralen Ort für die Ewigkeit riesig zu sein: Der Andrang bei der Berchtesgadener Los-Tombola diese Woche war enorm.  

Bahn-Chaos im Oberland: Zug lässt Kinder stehen

Eine Schulklasse konnte kürzlich erst verspätet ins Schullandheim aufbrechen - weil die Reise mit der Bayerischen Oberlandbahn nicht wie vereinbart stattfand. Seit Jahren schon ist die Strecke überlastet, vor allem, weil neben Pendlern immer mehr Touristen und Tagesausflügler ihre Freizeit im Voralpenland verbringen. Mehr Züge einsetzen geht aber nicht – dafür fehlt die Infrastruktur. Um die Verkehrswende zu schaffen, müsste die Politik mehr Geld in die Hand nehmen. Doch ob der Wille da ist? "quer" über ein Regionalverkehrssystem vor dem Kollaps.   

Goldgräberstimmung in Franken: Wo ist der Meteorit?

In der Nähe von Bamberg ist ein Meteorit eingeschlagen. Die Flugbahn konnte auf Fotos festgehalten werden, der genaue Einschlagsort ist aber unbekannt. Seit dieser Nachricht ist die ganze Umgebung auf den Beinen: Steine suchen – von der Schulklasse über professionelle Schatzsucher bis hin zur hochamtlichen DLR-Feuerkugelüberwachungsstelle. Alle machen Jagd auf den Meteoriten und seine möglichen Splitter. Das Kalkül: Selbst kleine Partikel könnten wertvoll sein. Ein in Dänemark niedergegangener Meteorit brachte dem Finder 1000 Euro pro Gramm. "quer" über eine abenteuerliche Suchaktion.

Die Masse macht's … kaputt? Bio-Milchbauern unter Druck

Wer Milch aus konventioneller Landwirtschaft kauft, der könnte derzeit unverhofft und ohne es zu wissen Bio-Milch in der Packung haben. Denn inzwischen gibt es so viele Landwirte, die Biomilch produzieren, dass das Angebot größer als die Nachfrage ist. Die Folge: Molkereien geben Biomilch unter normalem Label in den Handel – und bezahlen den Biolandwirten einen entsprechend geringeren Preis. Die sind in Aufruhr, haben doch viele die Betriebe lang und kostspielig auf „Bio“ umgerüstet. In der Annahme, damit einen Ausweg gefunden zu haben: aus einer Landwirtschaft, von der man immer schlechter leben kann. Möglicherweise ein fataler Irrtum.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 19.07.2018. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, bei G+ oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Marion Duscha, Montag, 23.Juli, 22:20 Uhr

29. Bio-Milch Produktion

Sehr geehrte Macher von Quer,
der fatale Irrtum, "zu viel" auf Bio-Milch und somit auf ordentliche Lebensbedingungen für die Tiere zu setzen, liegt nicht bei den Bio-Milchbauern, sondern bei der EU, die seit Jahrzehnten die Massenmilchproduktion mit Millionen an Subventionen fördert und bei Ihrer bayerischen Landesregierung, deren Mitglieder teilweise selbst stolze Besitzer dieser tier-unwürdigen Großanlagen sind und vom Geldsegen aus Brüssel gut profitieren.
Dazu in ihrer Sendung kein Satz, keine Bemerkung. Der letzte Satz mit dem "fatalen Irrtum" voller Arroganz. Unfassbar! In einer solchen als kritisch angelegten Sendung.
Dazu passt die heutige Meldung vom Deutschlandfunk, dass Besitzer von Massentierhaltungsanlagen in Deutschland durchschnittlich alle 20 Jahre vom Veterinär-Amtsarzt aufgesucht werden - in Bayern alle 50 Jahre. Ein Filz ist das!

Erwin John, Samstag, 21.Juli, 23:12 Uhr

28. Sendung vom 14.6. Kein Geld für häusliche Pflege

Ich habe weder twitter noch face book, darum versuche ich es hier.
Dazu kommt noch eine regelrechte Gemeinheit: Erhält der Pflegende Witwen/r-Rente wird der Betrag den er von der Pflegekasse erhält von seiner Witwen/r-Rente abgezogen, d.h. derjenige arbeitet für lau mit einem grossen bürokratischen Aufwand.
Vielleicht können Sie das bei Gelegenheit nachreichen.
Gruss

Werner, Samstag, 21.Juli, 14:22 Uhr

27. Fischotter

Die Fische haben leider keine Lobby wie zb Robbenbabys - Fische weinen nicht, schauen nicht traurig, blinzeln nicht und machen auch keine Klaglaute!
Die Jagd und Fischerei ist so alt wie die Menschheit, und wenn heute jemand sagt der Wolf, Fischotter, Kormoran, Krähen, Elstern.....usw gehört geschützt muss dieser auch für den Schaden dementsprechend aufkommen!
Würde man den Schaden richtig feststellen können, den diese „Geschützten“ verursachen, müsste die öffentliche Hand das bezahlen und schnell festellen : unsere Vorfahren waren gar nicht so blöd! Diese haben nämlich Schädlinge und Fressfeinde einfach entnommen!
Ich persönlich meine, wenn Gesetzgeber Verbote verabschieden und mangels Fachwissen und Hausverstand dessen Auswirkungen nicht kennen und dann trotz massivster Probleme dann auch noch nichts ändern, soll doch einfach ein jeder Jagdbesitzer , Teichwirtschafter, Pächer usw den Hausverstand walten lassen!

Elisabeth Angermeier, Freitag, 20.Juli, 17:08 Uhr

26. Warum können wir quer im Ausland (Kirgisistan) nicht mehr sehen?

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Mann und ich, echte Münchnerin, haben an unserem berufsbedingten Aufenthaltsort Bischkek das ganze letzt Jahr sehr gerne "quer" in der Mediathek angesehen. Heute kam dann plötzlich der Hinweis: "Dieses Video steht aus rechtlichen Gründen nicht zur Verfügung". Was soll das?
Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Angermeier und Hans-Christian Ackermann

  • Antwort von quer-Redaktion, Freitag, 20.Juli, 17:51 Uhr

    Sehr geehrte Frau Angermeier,
    es tut uns Leid, wir mussten die Verbreitung diesmal ausnahmsweise auf Deutschland beschränken. Dies ist aber ein einmaliger Vorgang, Der Grund: Die FIFA. Wir zeigen in unserer Sendung etwa 20 Sekunden lang Ausschnitte der Weltmeisterschaft in Russland. Die ARD und damit der Bayerische Rundfunk haben die Rechte an den Bildern zur WM allerdings nur für Deutschland. Da die FIFA recht genau, manche sagen aggressiv, auf die Wahrung ihrer Urheberrechte achtet, können wir auch die ganze Sendung nur in Deutschland im Internet anbieten, auch wenn die Ausschnitte nur einen minimalen Teil der Gesamtsendung ausmachen. Die nächste Sendung können Sie aber sicher wieder weltweit anschauen.
    Mit freundlichen Grüßen, quer

  • Antwort von VPN-ler, Samstag, 21.Juli, 14:09 Uhr

    Eine VPN Verbindung einrichten, die eine deutsche IP-Adresse zuteilt und ihnen kann die FIFA sonst wo gestohlen bleiben.
    Funktioniert, weltweit.

Bodo Bleinagel, Freitag, 20.Juli, 15:42 Uhr

25. Otter/Heimat

1.Fischotter und Biber haben keine natürlichen Feinde mehr, nur den Menschen, und der ist sich selber Wolf...

2.Heimat, Heimat, Heimat, die Inflation dieses Begriffs wurde von Christoph Süß angeprangert. Nur vor der eigenen Anstalt machte er leider halt. Im Programm Bayern2 wird der Begriff Heimatsound nämlich bis zum Überdruss verwendet. Heimatssound ist zum Begriff undefinierter Musikausübung geworden. Selbst wenn ein bärtiger Zausl klampft oder eine Vorstadtgöre plärrt – man spricht von »Heimatsound«.

  • Antwort von Lutra lutra, der eurasische Fischotter, Sonntag, 22.Juli, 14:23 Uhr

    Als Feinde hat der (junge) Fischotter, neben dem Menschen und dem Wolf, u. a. noch den Luchs und den Seeadler