BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 28.06.

Heimatwasser - gegen den Zwangsanschluss // Anwohner wehren sich gegen Sanierungskosten // Höllental-Brücke kommt // Ist die Düngeverordnung Mist? // Wanderschäfer machen mobil - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 20.06.2018

Der Asphalt brennt In Fuchstal bei Landsberg. Für etwa 250 000 Euro soll eine Straße erneuert werden, die zum Teil in den 1960er Jahren asphaltiert wurde. Auf Kosten der Anlieger. Denn die Gemeinde spricht von einem Neubau – also einer Ersterschließung. Nun streiten beide Seiten um die Frage: War das nicht schon längst eine Straße? Und was macht eine Straße zur Straße? Die Technik? Ihre Geschichte? Die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, kurz StrAbS, sollte bayernweit Konflikte befrieden, doch jetzt wird’s scheinbar erst richtig kompliziert.

Heimatwasser - Quellrebellen wollen keinen Zwangsanschluss

Die Leupser Quelle führt bestes Wasser und versorgt Ort und Brauerei – immer schon. Doch jetzt soll es vorbei sein mit dem guten Wasser. Leups soll per Ringleitung an die Wasserversorgung des Zweckverbands Juragruppe angeschlossen werden. Doch die Leupser sind sauer. Sie befürchten, die Wasserqualität werde dann schlechter. Dass eine eigene Quelle ein Auslaufmodell sei, sehen die Leupser überhaupt nicht so und wehren sich gegen den Anschluss. Denn eigenes Wasser bedeutet für sie auch ein Stück Heimat.

Gigantische Höllental-Brücke - Höllenqual für Anwohner?

Es ist eine gigantische Vision: In Lichtenberg könnte, geht es nach den Landkreisplanern in Hof, bald die längste Fußgänger-Hängebrücke der Welt hängen. Über 700 Meter lang, in 140 Metern Höhe. Viele Lichtenberger sehen in dem Projekt eine große Chance, den Ort voranzubringen. Doch, obwohl die Region eine Touristenattraktion dringend gebrauchen könnte, regt sich Widerstand unter den Lichtenbergern. Ihre Befürchtung: Touristenhorden und die Zerstörung des Höllentals. Die Stadt ist gespalten.

Nitrat und kein Ende – ist die Düngeverordnung ein Mist?

Ein Drittel des bayerischen Grundwassers ist mit Nitrat belastet. So weit, so bekannt. Seit Jahren ändert sich daran nichts. Jetzt hat der EuGH Deutschland verurteilt: Man tue zu wenig gegen die zunehmende Verschmutzung des Wassers. Die Politik könnte jetzt das große Rad drehen: weniger Massentierhaltung, weniger Gülle. Aber Deutschland versucht es erst einmal mit einer neuen Düngeverordnung - die streng sein möchte, aber im Zweifel vieles schlimmer macht. Denn eigentlich sollte die Regelung verhindern, dass zu viel Gülle ausgebracht wird, aber scheinbar ist sogar das Gegenteil der Fall. Mit nur einem Unterschied: Der Landwirt muss alles ganz genau dokumentieren.

Kampf ums Überleben - Wanderschäfer machen mobil

Er ist quasi der Gegenentwurf zur industriellen Landwirtschaft: Der Wanderschäfer. Einer, der aus der Zeit gefallen scheint. Die Arbeit des Wanderschäfers ist ein Garant für Artenvielfalt auf Wiesen und Weiden. Doch er steht vor dem Aussterben, keine Freizeit, kein Urlaub und vor allem wenig Geld. Hierfür gäbe es einen Ausweg: Die Weidetierprämie! Nur die ist von der Politik nicht gewollt. Die wenigen Wanderschäfer, die es noch gibt schlagen jetzt Alarm. Auf absolut moderne Art!

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 23.02.2017. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, bei G+ oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Martin Wetzel, Dienstag, 03.Juli, 19:21 Uhr

29. Nitrat ... und es wird noch viel schlimmer ...

Thema: Gülle und Nitrat

Hallo
Dieser Beitrag zeigt nur die Spitze vom Eisberg. Mit der neuen Düngeverordnung wurde eine Katastrophe eingeleitet, die von den Folgen alles bisherige, von "Atrazin" bis "Glyphosat" in den Schatten stellt.
Grund: Die ZWANGS-Umstellung auf "bodennahe" Ausbringung. "Bodennah" kling erst einmal gut und niedlich, bedeutet aber, dass die Gülle nicht mehr über und AUF den Boden ausgebracht wird, SONDERN, dass sie FLÄCHENDECKEND 15-20 cm tief IN den Boden mit Hochdruck injiziert wird. Ausnahme: Wenn die Gülle mit Schleppschuh ausgebracht wird und innerhalb von 4 Stunden IN den Boden eingearbeitet wird.

Die absehbaren Folgen sind ein NITRAT-ANSTIEG von 100-400 %, FINALES Insektensterben, AUSROTTUNG der etablierten Klein-, Kleinst- und Mikroorganismen, Anstieg der Lachgasemissionen, 7.000 vermeidbare(!) Todesfälle durch Feinstaub jährlich und weiteres.
MEHR dazu unter: www.openpetition.de/!rvswy

Dafür ist das BMEL bzw. die CSU verantwortlich!

realist, Dienstag, 03.Juli, 11:17 Uhr

28. strebs statt strabs

In den neuen bundeslaendern ist das ein alter hut
Hier wurde von anfang an nur von srebs gesprochen weil angeblich keine unterlagen existieren, zumindest im land brandenburg, d.h. hier wurde der buerger von anfang an maximal geschroepft. In bayern ist die wende endlich angekommen. Danke und weiter so ??

Martin Wetzel, Dienstag, 03.Juli, 09:38 Uhr

27. Nitrat ... und es wird noch viel schlimmer ...

Thema: Gülle und Nitrat

Hallo
Dieser Beitrag zeigt nur die Spitze vom Eisberg. Mit der neuen Düngeverordnung wurde eine Katastrophe eingeleitet, die von den Folgen alles bisherige, von "Atrazin" bis "Glyphosat" in den Schatten stellt.
Grund: Die ZWANGS-Umstellung auf "bodennahe" Ausbringung. "Bodennah" kling erst einmal gut und niedlich, bedeutet aber, dass die Gülle nicht mehr über und AUF den Boden ausgebracht wird, SONDERN, dass sie FLÄCHENDECKEND 15-20 cm tief IN den Boden mit Hochdruck injiziert wird. Ausnahme: Wenn die Gülle mit Schleppschuh ausgebracht wird und innerhalb von 4 Stunden IN den Boden eingearbeitet wird.

Die absehbaren Folgen sind ein NITRAT-ANSTIEG von 100-400 %, FINALES Insektensterben, AUSROTTUNG der etablierten Klein-, Kleinst- und Mikroorganismen, Anstieg der Lachgasemissionen, 7.000 vermeidbare(!) Todesfälle durch Feinstaub jährlich und weiteres.
MEHR dazu unter: www.openpetition.de/!rvswy

Dafür ist das BMEL bzw. die CSU verantwortlich!

Alexander Dumann, Samstag, 30.Juni, 20:15 Uhr

26. Dünger

Wir sollten auch Grenzwerte bei Straftaten einführen. Wenn etwas von Menschenhand für andere Menschen gemacht wird (wie Düngen) und das nachweislich Schäden verursachen kann, dann ist das vorsätzliche Körperverletzung.

Mobilitätsfreund, Samstag, 30.Juni, 11:26 Uhr

25. Gigantische Höllental-Brücke - Höllenqual für Anwohner?

Es ist sehr wenig erstaunlich, dass die CSU hier einen massiven Straßenbau für diese großen Brücken fordert. Geht dies doch mit deren gängigen fossilen Auto-First-Politik nahtlos einher. Im Gegensatz setzt sich selbiger Politiker dafür ein, dass der Wideraufbau der gewidmeten Eisenbahnstrecke der Höllentalbahn verhindert wird. Also große Brücken über das Höllental mit Autogroßparkplatz mit Funpark und Autobahnzubringer ja, weil es die Landschaft schont und für den fossilen Auto-Tourismus gut ist, aber NEIN zum Wideraufbau der wichtigen und nachhaltigen Eisenbahnstrecke Marxgrün - Blankenstein, die den Straßenverkehr massiv entlasten könnte und den sanften und umweltfreundlichen autofreien Tourismus fördert. Als Argument wird von der CSU angeführt, dass die Eisenbahn die Landschaft zerstört und die Umwelt schädigt und tourismusschädlich sei. Dabei kann man am Beispiel Südtirol und der dortigen Mals-Bahn doch klar erkennen, dass es genau andersherum funktioniert. Will man aber nicht.