BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 14.06.

Porsche-Fahrer am Abgas-Abgrund //Überschwemmungsopfer ohne Schutz // Vogelschwund nach Gifteinsatz in Franken //Kein Geld für häusliche Helfer // Stehpaddel-Verbot im Altmühltal? - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 13.06.2018

Zeitenwende: Porsche-Fahrer am Abgas-Abgrund

Schwere Zeiten für Porsche-Fans: Die Autofirma liefert zur Zeit keine Neufahrzeuge. Warum? Porsche kommt nicht damit hinterher, seine Autos an die neuen Abgas-Vorschriften anzupassen. Zum einen geht es dabei um die Ausrüstung mit Partikelfiltern, zum anderen um die neuen, realistischeren Verbrauchstests. Nur ein vorübergehendes Problem, dass auch andere Hersteller trifft? Oder das Ende einer Autokultur, die in den letzten Jahren vor allem auf superschnelle SUV setzte? quer traf Fachleute und die Fans vom Porsche-Club, die dem Ende des Benzin-Zeitalters auf alle Fälle trotzen wollen. 

Extremwetter: Überschwemmungsopfer ohne Schutz

Die letzten Tage in Bayern waren geprägt von extremem Wetter: Gewitter, Sturm, Hagel, Starkregen. Keller liefen voll, Wohn- oder Geschäftsräume wurden überschwemmt – und das auch bei Menschen, die gar nicht direkt an einem Bach oder Fluss leben. Viele dieser Menschen hatten nie mit Überflutungen gerechnet. Wer hilft ihnen jetzt? Zwei Drittel der Wohnhäuser in Bayern sind nicht gegen Elementarschäden versichert. Und die Staatsregierung hatte ja schon angekündigt, keine Hochwasser-Soforthilfe mehr zu zahlen.

Leere Nester: Vogelschwund nach Gifteinsatz in Franken

Ende April wurden Wälder in Mittel- und Unterfranken mit Gift besprüht. Das Mittel „Mimic“ soll gegen die Raupen des Schwammspinners helfen. Die genauen Auswirkungen des Giftes sind aber wissenschaftlich noch nicht abschließend untersucht. Jetzt machten Vogelschützer bei ihren Rundgängen im Landkreis Schweinfurt eine Entdeckung: Vögel haben ihre Nester und Brutkästen zurückgelassen. Die Naturschützer machen „Mimic“ dafür verantwortlich. Ihre Schlussfolgerung: Das Gift hat so viele Raupen auch anderer Arten getötet, dass den Vögeln die Nahrungsgrundlage entzogen wurde.  

Pflege-Bürokratie: Kein Geld für häusliche Helfer

Eine ehemalige Krankenschwester hilft ihrer 95-jährigen Nachbarin. Die ist nicht mehr so mobil und braucht zuhause etwas Unterstützung im Alltag, sonst droht das Altersheim. Solche haushaltnahen Dienstleistungen sollten seit der letzten Pflegereform mit einem Beitrag von 125 Euro im Monat honoriert werden. Eigentlich! Denn bevor das Geld ankommt, müsste die Krankenschwester bis zu 80 Stunden Unterricht zum Thema Haushaltsführung und Umgang mit Demenzkranken besuchen. Und sich bei einem zertifizierten Pflegedienst anstellen lassen.  Laut einer aktuellen Studie kommt das Geld bei 70 Prozent der Berechtigten nicht an. Und das liegt wohl auch an der Bürokratie.

Naturschutz-Diskussion: Stehpaddel-Verbot im Altmühltal?

Trendsport Stand-up-Paddling: Die Paddelbretter erobern auch Bayerns Flüsse. Aber an der Altmühl wird jetzt über ein Verbot nachgedacht – aus Naturschutzgründen. Die Paddler würden Vögel und Fische stören, heißt es. Erstaunlich nur: Die kommerziellen Kanu-Verleiher an der Altmühl – beliebt bei den Urlaubern – scheinen nicht in Frage zu stehen. 

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Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 14.06.2018. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, bei G+ oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Kommentare

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Gabriele Damljanovic , Sonntag, 17.Juni, 15:17 Uhr

12. Stimme von „ Söder“

Ihre Sendung hat Themen die immer wieder Aktuell sind und von Herrn Süß in den Sketschen brillant gespielt werden..
Schade ist aber, dass Sie die Stimme von Markus Söder „gewechselt“ haben, Diese passt überhaupt nicht.!!
Gruß Gabriele

Tobias Hamminger, Sonntag, 17.Juni, 09:44 Uhr

11. Leere Nester

Tja wenn man das ökologische Gleichgewicht durch den Einsatz von Pestiziden stört, kommt so was dabei raus.
Der Verlust an der Vogelvielfalt ist ein direkter Indikator dafür, wie sehr man die Umwelt schädigen kann.

Es wäre viel sinnvoller, wenn man sich wiedermal an altbewehrte Grundsätze in der Land- Forst- & Fischerei-Wirtschaft erinnern würde und den Einsatz von Chemie-Produkten massiv reduziert. Anstatt Chemie mehr Ökologie und mehr mechanische Innovationen . Nur so können wir langfristig den großen BIO-Filter Umwelt für Mensch und Tier, aktiv erhalten.

Peter Ziegen, Samstag, 16.Juni, 10:57 Uhr

10. Söder ist unerträglich

Die Sendung war wie immer durchgängig hervorragend! Nur leider ist der Marionetten-Söder am Ende der Sendung mit seiner neuen Stimme genauso unerträglich wie der reale Söder. Ich schalte die Sendung deshalb jetzt immer ab sobald der Marionettensöder anfängt zu sprechen.

Bettina, Donnerstag, 14.Juni, 23:29 Uhr

9. Geordneter Multilateralismus

Dank "Quer" kenne ich jetzt ein neues Wort!!!! "Geordneter (!) Multilateralismus". Wunderbar! Wie geordnet! Wie schön!!

Lieber Herr Söder, ich möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Multilateralismus ein FREMD(!)Wort ist. Vielleicht besser gleich wieder zurück zu den alten Römern schicken, denn da kommt es schließlich her. So konsequent müssten Sie schon sein, wenn Sie sich schon mit Frau Merkel zur Flüchtlingsfrage nicht mehr an einen Tisch setzen möchten. Wann begreifen Sie endlich, dass Sie mit solchen Aussagen nur der AFD helfen, in Bayern noch mehr Stimmen zu ergattern? Spätestens am Wahlabend werden Sie es verstehen müssen!

Lohberger, Donnerstag, 14.Juni, 22:28 Uhr

8. Neues Thema

Hallo Herr Süß,
sehe Ihre Sendung mit großem Vergnügen.
Hätte ein Thema über das es sich sicher einen netten Beitrag erstellen ließe. In dem Luftkurort Garmisch-Partenkirchen findet jährlich ein von BMW ausgerichtetes Biker-Treff statt, bei dem sich zur Freude des Ortes (Politiker und Geschäftsleute) ca 30.000 Motorradfahrer für 3 Tage treffen und den Ort mit Ihren Abgasen und Lärm beglücken.
Gerade mit dem Hinfergrrund der Verkehsberuhigung und Abgasdiskusion bis zu Fahrverboten in Städten - natürlich nur für Dieselfahrzeuge- durchs ein berichtenswertes Ereignisdenke ich.
Sollten Sie dieses Thema aufgreifen stehe ich gerne zur Verfügung
Gruß
Lohberger

  • Antwort von 91541matthias, Freitag, 15.Juni, 10:07 Uhr

    Nur 3 Tage? Wie schön..

    wir erleben in Rothenburg/Tauber täglich dutzende von Touristen,die unsere Luft mit lange im Stand warmlaufende Motoren vergiften..und niemand interessiert sich daran..es könnte ja die Heile Welt unserer Weihnachtsstadt in Frage stellen..