BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 17.05.

Rassenwahn unter Imkern? //Bamberg ächzt unter Zuzug // Der Krimi um Josefa Schmid //Betonterror im Garten // Das Drama um den Steigerwald - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 16.05.2018

Steinwüste statt Grünfläche: Betonterror im Garten

Die wilde Natur im Garten, mit Sträuchern, Hecken, Blumen - das war einmal. Heute wollen´s  Hobbygärtner eher ordentlich und setzen auf Kies, Beton und Pflastersteine. Wenn´s doch einmal ein bisschen grün sein soll, dann hält ein Roboter den Rasen in Zaum. Aber war es nicht gerade Sinn des eigenen Gartens, auch zu garteln? Graben, Gießen, Unkraut rupfen als Ausgleich zur stressigen Alltagswelt? Was bleibt dem heutigen Gartenbesitzer, wenn nur noch kalte Geröllwüste und akkurate Linien zu sehen sind?

Brandanschlag auf Bienenstock: Rassenwahn unter Imkern?

Schon sieben Bienenstöcke hat Imker Siegfried Wagner aus Würzburg allein in diesem Jahr verloren, und zwar durch Brandanschläge. Seine Vermutung: der Rassenwahn anderer Imker! Denn die sehen scheinbar ihre eigenen Bienenvölker durch Wagners italienisch-englische Art bedroht und wollen eine Kreuzung mit der in Deutschland üblichen Carnica-Biene verhindern. Schließlich gilt sie seit der Nazi-Zeit als DIE deutsche Biene. Totale Reinheit im heimischen Bienenvolk – doch ist das wirklich sinnvoll?     

Fluch der Kulisse: Bamberg ächzt unter Zuzug

Klein-Venedig, UNESCO-Weltkulturerbe, Idyll mit Fachwerkhäusern - ja, Bamberg ist wirklich schön. Zu schön, könnte man sagen, denn die oberfränkische Stadt wird gerade Opfer seiner eigenen Attraktivität:  Immer mehr junge Familien, Studenten und junge Singles wollen dort leben, treffen aber auf ein sehr begrenztes Wohnungs-Angebot. Gebaut wird hauptsächlich im hochwertigen Segment und auch Ferienwohnungen nehmen Wohnraum weg. Gleichzeitig hinkt der soziale Wohnungsbau hinterher und erste Zuzügler übernachten schon im Zelt. Die Kulisse Bambergs: wunderschön - nur die Realität hält damit nicht Schritt.        

Heldin oder Egomanin? Der Krimi um Josefa Schmid 

Sie singt, sie wechselt die Partei, sie fehlt im Rathaus und verärgert damit die Bürger in ihrer Heimatgemeinde Kollnburg: Über keine andere Bürgermeisterin wurde in den letzten Wochen mehr geredet als über Josefa Schmid. Jetzt steht die Niederbayerin auch noch im Mittelpunkt von Deutschlands größtem Flüchtlingsskandal! Als vorübergehende Leiterin der Außenstelle des BAMF in Bremen deckte sie Manipulationen bei Asylanträgen auf – und wirbelte mit ihrer unverblümten Art die Bundespolitik ganz schön durcheinander. Wie kommt das bei den Kollnburgern an? Wird die viel gescholtene Bürgermeisterin jetzt gar zur Heldin?         

Wie die Axt im Wald: Das Drama um den Steigerwald

Er hat´s schon nicht leicht, der Steigerwald. Obwohl er als einer der wertvollsten Laubwaldgebiete mit höchster Artenvielfalt und damit als äußerst schützenswert gilt, darf er einfach nicht geschützt werden. Erst wird es nichts mit dem Nationalpark-Status, dann soll  nicht mal ein „geschützter Landschaftsbestandteil“ möglich sein. Und jetzt auch noch das: Berechnungen des Forstamts Ebrach machen die Bäume einfach jünger als sie tatsächlich sind – so jedenfalls der Vorwurf von Naturschützern. Die fürchten jetzt eine Abholzung von 8.000 alten Bäumen und damit um die tatsächliche Schutzbedürftigkeit des Steigerwalds.   

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Ute Weil, Dienstag, 22.Mai, 08:19 Uhr

37. Steigerwald

Das ist ja billige Polemik vom BSF und zu durchsichtig, wenn er sagt: " … wir schützen auf ganzer Fläche Bäume und Baumgruppen". Was der Staatsforst dabei verschweigt, dass der Staatsforst auf ganzer Fläche Bäume umschneidet und nur ganz wenige Bäume erhalten will. Dementsprechend sieht der Staatsforst im Steigerwald aus. Es geht ausschließlich um den Profit aus dem Wald, nicht um effektiven Schutz!

Erich , Sonntag, 20.Mai, 16:18 Uhr

36. Sendung Quer 17.05.18 Steigerwald

Ministerpräsident Dr. Söder soll den Steigerwald endlich als Nationalpark schützen, damit die alten Buchen endlich vor Einschlag geschützt sind. Die Mehrheit der Bevölkerung im Steigerwald und in Franken will den Nationalpark . Endlich ein Nationalpark für Franken, damit die hundertjährigen Buchen im Steigerwald nicht zu "HacKschnitzeln" werden und die wunderbare Waldnatur erhalten bleibt.

Bernd Weil, Sonntag, 20.Mai, 11:32 Uhr

35. Schutz des Waldes im Staatsforst Ebrach

Tricksen und Täuschen im Ebracher Staatswald: ein Skandal! Da wird das Alter der Bäume manipuliert, damit Förster Mergner sagen kann: wir haben nur jüngere, nicht schützenswerte Wälder. Da will offenbar jemand ein überfälliges Schutzgebiet mit allen Mitteln verhindern.

Jürgen Dehn, Sonntag, 20.Mai, 09:57 Uhr

34. Söder am Schluss der Sendung

Der neue Sprecher für Söder entspricht leider nicht den fränkischen Anforderungen. Da war Wolfgang Krebs schon um Welten besser, am besten ist immer noch Herr Sinner. Ist der vertraglich an den Nockerberg gebunden oder so überhaupt nicht verfügbar?
Ansonsten ist die Sendung wie immer das Highlight der Woche.
Weiter so!

LG Jürgen Dehn

Nobbes, Freitag, 18.Mai, 18:02 Uhr

33. Gepflegte Gärten

Wenn sich jemand an der Schönheit eines Tagpfauenauges in seiner gepflegten Blumenrabatte erfreut, so profitiert er davon, dass woanders eine von Raupen zerfressene Brennesselwildnis existiert. Das Problem sind aber nicht die gepflegten Gärten auf winzigen Grundstücken von 200m², dafür habe ich ein gewisses Verständnis. Jeder nach seiner Fasson. Das Problem ist die fehlende Wildnis andernorts. Die Bevölkerungsdichte in Deutschland hat sich im letzten Jahrhundert nahezu verdoppelt. Bei hohem Lebensstandard und immer intensiverer Flächennutzung leistet sich Deutschland eine der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt. Dieser Wahnsinn müsste zurückgefahren werden, denn Deutschland profitiert als imperiale Wirtschaftsmacht von der Ausbeutung anderer Regionen. Wenn die aber denselben Weg wie Deutschland gehen, ist es für die Enkelgeneration vorbei mit lustig.