BR Fernsehen - quer


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Die Themen der Woche quer vom 25.01.

Nußdorfer kämpfen gegen Steinbruch | Kirchenmusiker verzweifelt gesucht | Steht der dritte Nationalpark vor dem Aus? | Bürger wehren sich gegen Klinikschließung | Abschiebung um jeden Preis? Bayerns Behörden in der Kritik - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 24.01.2018

Notruf vom Land: Bürger wehren sich gegen Klinikschließung

In Hersbruck sind Ärzte und Patienten in Aufruhr: Die Gesellschaft Krankenhäuser Nürnberger Land hat beschlossen, das örtliche Krankenhaus zu schließen. Die Betten sollen nach Lauf verlegt werden. Obwohl das Krankenhaus offenbar schwarze Zahlen schreibt, setzt die Verwaltung auf zentrale Versorgung. Ähnlich ist es zum Beispiel im niederbayerischen Waldkirchen. In den ländlichen Gebieten des Freistaats sind zahlreiche kleine Kliniken von Schließung bedroht. Die Landbewohner befürchten, im Notfall nicht versorgt zu sein.

Abbau oder Raubbau? Nußdorfer kämpfen gegen Steinbruch

Im oberbayerischen Nußdorf am Inn blicken die Bürger voller Sorge Richtung Heuberg: Dort baut ein Zementwerk seit den 60er-Jahren Kalk ab. Immer höher ist die Abbruchkante gewandert – bis auf rund 850 Meter. Die Gemeinde fürchtet mittlerweile den Hangrutsch und klagt gegen den Abbau. Schließlich wurde einst im Abbauplan eine Bruchoberkante von maximal 758 Metern genehmigt. Ein reiner Richtwert, sagt das Landratsamt. Eine Frechheit, finden die Nußdorfer.

Das Schweigen der Orgeln: Kirchenmusiker verzweifelt gesucht

In Bayerns Kirchen bleiben bei Gottesdiensten immer häufiger die Orgeln stumm. Der Grund: Organistenmangel. Dabei liegt Orgelspielen eigentlich im Trend. Im Bstum Würzburg werden gerade 300 junge Organisten ausgebildet. Doch die wenigsten sind bereit, ehrenamtlich und für die Kirche ihre Wochenenden und Feiertage zu opfern. Die Work-Life-Balance ist vielen Nachwuchsorganisten eben wichtiger. Ein Tüftler aus Schwaben hat jetzt die Organola erfunden, eine selbstspielende Orgel. Maschinen statt Menschen - der gesellschaftliche Wandel macht vor Kirchengemeinden nicht halt.

Rätseln im Walde: Steht der dritte Nationalpark vor dem Aus?

Monatelang haben sie demonstriert, nun schöpfen die Nationalparkgegner neue Hoffnung: Der designierte Ministerpräsident Markus Söder hat sich „skeptisch“ zu den Plänen geäußert, in der Rhön oder in den Donau-Auen einen dritten Nationalpark zu realisieren. War es das also mit Horst Seehofers Park-Projekt? CSU-intern soll bereits mit einem Plan B geliebäugelt werden: Kein Nationalpark, dafür zusätzliche Gelder für bestehende Schutzgebiete. Doch damit wollen sich die Parkbefürworter nicht zufriedengeben.

Abschiebung um jeden Preis? Bayerns Behörden in der Kritik

Die Sicherheitslage in Afghanistan ist prekär, trotzdem wurden auch in dieser Woche wieder Flüchtlinge dorthin abgeschoben. Bayern zeigt sich dabei besonders eifrig: Von 121 Afghanen, die im vergangenen Jahr nach Kabul zurückgeflogen wurden, kamen 56 aus dem Freistaat. Laut Staatsregierung sind nur Straftäter, Gefährder und sogenannte „hartnäckige Identitätsverweigerer“ betroffen. Doch viele Fälle in Bayern zeigen, dass die Behörden den Begriff „hartnäckige Identitätsverweigerung“ sehr weit auslegen. Flüchtlingshelfer sind entsetzt und sprechen von Willkür. Und sie fragen sich: Setzt die CSU vor der Landtagswahl auf Abschiebungen um jeden Preis?

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elfriede.olufodun, Freitag, 26.Januar, 18:22 Uhr

28. Entwicklung von quer

Sehr geehrter Herr Süß,
schon seit einiger Zeit kann ich mit Ihrer Moderation der Sendungen nichts mehr anfangen. Immer versuchen Sie zu vermeiden, dass Sie hinter den kritischen Berichten auch tatsächlich stehen. Wenn es um Flüchtlinge geht, wollen Sie nicht als Gutmensch dastehen, wenn es um Umweltverschmutzung geht, wollen Sie die bayerische Regierung nicht gar zu arg kritisieren.
Tatsächlich lohnt es sich nicht mehr, die Sendung anzuschauen.

  • Antwort von Dr. Hans Doepner, Montag, 29.Januar, 14:33 Uhr

    Geht mir ähnlich. Ich empfinde Herrn Süß auch als unglaublich überheblich und arrogant. Ein selbsternannter Intellektueller, der für alle andren nur Verachtung bereit hat. Ein Muster, das "Linke" wie "Rechte" eint. Dabei ist seine Weltsicht zwar anders als die von Trump, aber genauso platt : Mehr Staat, mehr Umverteilung und alles wird gut.

  • Antwort von WWAGNER, Montag, 29.Januar, 17:05 Uhr

    @elfriede.olufodun, Freitag, 26.Januar, 18:22 Uhr,
    da muss ich Ihnen widersprechen, Hr.Süß macht das schon ganz gut so.
    Er spricht vielleicht ab und zu etwas zuuu schnell, aber sonst S U P E R

  • Antwort von MR. Lustig, Mittwoch, 31.Januar, 01:01 Uhr

    Vielleicht sollte man selbst differenzieren und nicht sich identifizieren mit der Einzelmeinung eines Moderators? Vielleicht ist es gar nicht die Aufgabe eines Satiriker und Moderators, dass man den Zuschauern eine Meinung aufdrückt, sondern anregt zum selber denken?

Pribatisierer, Freitag, 26.Januar, 17:06 Uhr

27. Wo bitte hat Privatisierung mehr nutzen gebracht?

Post?
Bahn?
Gesundheitssysteme?
Kommunalwirtschaft z.B. Müll, Schwimmbäder?
ÖPP?
Sozialer Wohnungsbau?

Nein beim besten Willen. Der gelackmeierte war und ist immer der Steuerzahler. Privatisierung, nein danke!

  • Antwort von Hans Doepner , Dienstag, 30.Januar, 13:13 Uhr

    Das ist ein sehr sehr schwieriges Feld. Aber der Einwand, dass der Staat seine Aufgaben eben nicht erfüllt ist schon berechtigt. Sehen sie sich die Schulen an, baulich verkommen, im Lehrplan 30 Jahre hinten, überlastet, überfordert. Oder die Justiz: Verfahren dauern ewig, die Qualität hängt allein davon ab, ob der Richter Lust hat oder nicht. Hat er keine Lust, kannst Du nix machen.
    Ich würde gerne das Berufsbeamtentum komplett abschaffen, das sorgt für Druck im Kessel und dann kommen vielleicht auch die staatlichen Institutionen auf Trab, wenn für Faulheit und Ideenlosigkeit dem Mitarbeiter die Kündigung droht.

Isa, Freitag, 26.Januar, 17:01 Uhr

26. Sendung ist der Wahnsinn!

Besonders, die Süß Sisters Schickmickis.

Einmalig und unverzichtbarer Bestandteil des ÖR. Quer alleine sind die Gebühr schon wert.

Marcel Schmidt, Freitag, 26.Januar, 10:15 Uhr

25. Schließung von Krankenhäusern

Die Schließung von kleinen Krankenhäusern ist das einzig richtige, was die Politik tun kann. Man braucht nicht in jedem Kaff ein Krankenhaus. Kleine Häuser sind unwirtschaftlich und haben keine gute Ausstattung, daher fahren bereits heute die Patienten lieber in Häuser der Maximalversorgung. Jedoch sollte auch gleichzeitig die ambulante Versorgung ausgebaut und zentralisiert werden. Hier bieten sich Gesundheitszentren an, sodass man möglichst viele Fachrichtungen und auch eine Apotheke unter einem Dach hat.
Für einzelne mag das längere Wege bedeuten, aber was sind auf dem Land schon 12 km wie im Beitrag genannten Beispiel?

  • Antwort von Dr. Hans Doepner , Montag, 29.Januar, 14:41 Uhr

    Sie haben zugleich Recht und auch Unrecht: GELD kann man nicht sparen mit der Schliessung kleiner Häuser ! Das ist ein Irrtum. Kleine Häuser sind auch per se nicht unwirtschaftlicher als grössere. Es kommt eben drauf an, was und wen man wo behandelt.
    Medizinisch macht die Schließung von kleinen Häusern in der Regel schon Sinn, weil die fachlichen Anforderungen immer höher werden.
    Die Schliessung kleiner Häuser spart in der Summe kein Geld, diese Hoffnung der Politik wird nicht aufgehen.
    Für mehr fehlt mir hier der Platz.

Kopf Schüttler, Freitag, 26.Januar, 06:35 Uhr

24. Krankenhäuser

Naja, es rentiert zwar, aber lästig ist halt des Krankenhaus auf dem Land in Hersbruck. Da wünscht mer den Raffgierigen Verantwortlichen einen Unfall in Lungsdorf und dass dann jede Hilfe zu spät kommt. Früher hätte man sich für solches Gebaren noch gschämt, gell Maly (angelblich SPD), Grüneberg und Becke. O Zeiten O Sitten.