BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 12.07.

Betontunnel vergiften seltene Amphibien // Hungerbäume // Müll im Fisch //Hilft die CSU-Strategie der AfD im Wahlkampf?// Marodes Denkmal - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 11.07.2018

Bumerang-Politik: Hilft die CSU-Strategie der AfD im Wahlkampf?

Jahrzehntelang erfüllte die CSU die Maxime von Franz Josef Strauß: rechts von uns keine demokratisch legitimierte Partei! Doch die kompromisslose Haltung in der Flüchtlingspolitik könnte die CSU die erhoffte absolute Mehrheit kosten. Das legen zumindest die neuesten Umfragen nah. Viele CSU-Granden wie Alois Glück und Hans Maier warnen inzwischen, dass der harte Kurs der Volkspartei schadet. Auch langjährigen Mitgliedern geht die kompromisslose Linie zu weit, und erste Kommunalpolitiker treten bereits aus der CSU aus. quer fragt sowohl bei CSU-lern als auch bei AfD-Sympathisanten nach, ob die CSU-Strategie, den rechten Rand besser abzudecken, funktioniert. Ergebnis: ja, für die AfD.

Tödlicher Tierschutz: Betontunnel vergiften seltene Amphibien

Manche Tunnel, die Kröten eigentlich vor dem Verkehrstod bewahren sollten, kosten jährlich zahllose Amphibien das Leben. Der Grund: Das verbaute Material gibt giftige und ätzende Stoffe ab. Außerdem können junge Frösche, Lurche und Kröten mit ihrer empfindlichen Haut kleben bleiben und gehen dann jämmerlich ein. Das Schlimme: Der Bund Naturschutz und die Bauämter hätten es wissen können, denn das Problem ist längst bekannt.

Hungerbäume: Pseudo-Brauch soll Ehen stiften

Langjährig unverheiratete Paare laufen in manchen Gemeinden neuerdings Gefahr, von Freunden einen sogenannten Hungerbaum in den Garten gestellt zu bekommen. Der Baum wird verunziert mit allerlei hässlichem Gerät und ist mit einem „Vertrag“ verbunden, der das Paar verpflichtet, entweder bald zu heiraten oder z.B. jährlich Strafe in Form von Freibier und Brotzeit zu zahlen. Ein Brauch, der in manchen Regionen gerade ein Revival zu feiern scheint. Was daran nur verwundert: es ist gar kein alter Brauch, obwohl alle, die ihn pflegen, das glauben.

Müll im Fisch: Mikroplastik durch Grillpartys? 

Erschreckend hohe Mikroplastikwerte wurden jüngst in der Donau bei Deggendorf gemessen. Die Fischer sind alarmiert. Bei der Ursachenforschung kam man auf eine überraschende Quelle. Es ist nicht nur das Mikroplastik aus der Kosmetik und Fasern aus der Wäsche, sondern viel banaler: Müll. Und die Experten meinen schon die Schuldigen ausgemacht zu haben: Grillpartys in München. Tatsächlich: Einiges spricht dafür, dass dieses Freizeitvergnügen an der Isar für einen großen Teil der gefundenen Partikel verantwortlich ist.

Marodes Denkmal: Altes Bauernhaus wird zum Ärgernis

Ein 200 Jahre altes Bauernhaus sorgt für Streit in Zorneding. Die Besitzer wollen es abreißen, doch das Denkmalamt sagt: Nein. Seit Jahrzehnten rottet das Haus nun vor sich hin. Ein Ärgernis für die Bürger. Der Staat könnte Eigentümer zwar zwingen, ihre Denkmäler zu sanieren, tut es aber oft nicht. Und finanzielle Förderung gleicht einem Glückspiel. Daher scheinen manche abzuwarten, bis dem Denkmal seine jahrhundertelange Geschichte zum Verhängnis wird und es irgendwann zusammenfällt - Problem gelöst. Kürzlich lösten sich Teile des Dachs. Da konnten die Behörden endlich etwas tun: Sie ordneten eine halbseitige Straßensperre an, damit Fußgänger und Fahrzeuge durch herabfallende Gebäudeteile nicht zu Schaden kommen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 12.07.2018. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Andreas Stich, Dienstag, 17.Juli, 09:24 Uhr

35. Ortsumfahrung Weßling nicht nur für Kröten ein Problem

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie richtigerweise berichtet haben, ist die seit Ende 2016 fertig gestellte Ortsumfahrung Weßling ein Problem für Kröten.
Jedoch nicht nur für diese. Die Ortsumfahrung wird von den Autofahrern aus Herrsching und dem restlichen Aubachtal nicht angenommen.
Grund: Die meisten Autofahrer fahren morgens nach München. Die Ortsumfahrung führt jedoch zu der ca. 5 bis 6 Kilometer vom Ziel entfernteren Auffahrt "Wörthsee", statt zur Auffahrt "Oberpfaffenhofen" oder "Gilching" je auf die A 96. In der Regel bedeutet dies, sie stellen sich ca. 5 bis 6 Kilometer weiter hinten in den Stau. Die Aubachtaler sind, entgegen der Ansicht der Planer der Ortsumfahrung nicht neben dem Hirn auch noch blöd, sondern fahren weiter durch Weßling. Ihr Sprecher Peter Weiß wohnt meines Wissens nach in Weßling, fragen Sie ihn. Vielleicht ist es Ihnen eine Beitrag wert, auch vor dem Hintergrund, dass die Fehlplaner nicht zur Rechenschaft gezogen werden können. MfG Andreas Stich

Enno Ostendorf, Dienstag, 17.Juli, 00:56 Uhr

34. Wie man schnell ganz reich wird

Ihr sprecht mir aus tiefster Seele mit diesem Beitrag!
Gut auch, dass es erstmal um Clickworker als KI Ersatz ging, eine gute seriöse Tarnung um dann hintenrum einfach nur wahr zu sprechen! Klare Kante. Ob das meine Chefs auch so sehen? Ich hab ihnen den Beitrag mal in den öffentlichen Channel gepostet, das clickworker intro dürfte mich dazu berechtigen, denn das ist für uns auch interessant. Mal schauen, wie lange ich noch dabei bin :D

Agnes Rößle, Sonntag, 15.Juli, 22:34 Uhr

33. Plastik

Ein Problem wird beim Thema "Plastik" nie erwähnt: die Silofolien. Jeder Siloballen wird mit vielen Lagen Plastik umhüllt, die Enden hängen weg. Sie reißen ab, wenn der Bauer den Ballen holt, der Wind treibt sie über's Land und wenn Sie an der Ammer entlang Richtung Mündung wandern, hängen in den Sträuchern, die ins Wasser reichen, überall solche Folien. Mindestens genausoviel finden doch den Weg in den Ammersee. Kein Mensch (Journalist, Politiker) spricht über dieses Problem. Siloballen sind schließlich "gute fachliche Praxis". Wäre das nicht ein Thema für "quer"?

Richard Göhring, Sonntag, 15.Juli, 10:06 Uhr

32. quer - Markus-Söder-Puppe

Sehr geehrte Damen und Herren,

wäre es nicht möglich, dem Highlight der Sendung "quer", der Handpuppe "Markus Söder", eine passendere Stimme zu geben? Falls man mit geschlossenen Augen "den Söder" hört, erkennt man ihn nicht. Früher war das optimal; es müsste sich doch ein geeigneter Synchronsprecher finden - oder nicht?

Mit freundlichen Grüße

Richard Göhring

  • Antwort von Robert, Mittwoch, 18.Juli, 09:54 Uhr

    die neue Stimme ist furchtbar!
    warum macht es nicht mehr der Wolfgang Krebs?

Bruno Schillinger-Safob, Samstag, 14.Juli, 17:42 Uhr

31. Abwasser - quer war schneller - SpiegelOnline kommt erst Samstag hinterher

Schadstoffe in Gewässern Was ist Ihnen sauberes Wasser wert? Samstag 14.07.2018 15:37 Uhr
Das Wasser aus deutschen Kläranlagen könnte Flüsse und Seen sehr viel sauberer machen. Doch viele Betreiber scheuen den Einbau neuer Technik. Auch, weil die Regierung das Thema seit Jahren zu wenig beachtet....Hier stößt selbst die aktuelle Technik der neuen Reinigungsstufe noch an Grenzen. Auch wenn es Anzeichen gibt, dass leichte Reduzierungen bei Keimen und Mikroplastik erreicht werden.......
Unsere Übersetzung: Sogar neueste Kläranlagen können nichts gegen Mikroplastik machen!

Das ehemalige "Sturmgeschütz" Spiegel kommt wie die yellow press an - fragt nicht mal nach, was das kosten würde, oder wohin die ganzen "Gebühren" bisher verschwunden sind, u.a. in fehlgeschlagene dubiose Finanztransaktionen die nun durch längerfristige "Kredite" in Gebühren umgemünzt werden oder die sehr guten Gehälter der Chefs/Aufwandsentschädigungen der Kontrollorgane (beide aus lokaler Politik)