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HipHop Der "Reime-Riese" Afrob

Da gehört schon was dazu, wenn man mit 40 Jahren ein Best-of-Album veröffentlichen kann. Dieser Mann macht es: Afrob. Er gilt als Urgestein des HipHop.

Stand: 26.02.2018

Mit seinem neuen Album "Beats, Rhymes & Mr. Scardanelli", das er mit der bayerischen Band "Tribes of Jizu" aufgenommen hat, blickt er zurück und liefert ein "Best-of 18 Years".

Wut und Wille

Für Robbe, wie seine Freunde den von der eritreischen Mutter auf den Namen "Robel" Getauften nennen, sind Reime immer auch Therapie. Ein Album hieß "Made in Germany" und einen Wut-Song nannte er "Der Afroasiate".

"Das war so meine 'Angry Black Man'-Phase, wo man sich nicht so verstanden gefühlt hat und erst einmal um sich schlägt. Ich erzähl' von einem Schwarzafrikaner in Mitteleuropa. Und das muss eigentlich reichen."

Afrob

Wilder Vokabel-Wirbler

Afrob ist ein Meister der geschickt geschüttelten Vokabeln. Das könnte heißen: Ich werd' zwar wie ein Fremder angesehen, aber meine Sprachfähigkeit ist besser als eure. Der kunstvolle Umgang mit dem Deutschen: eine Kompensation?

"Mein Beruf als Rapper und meine Sprache hat mich nie interessiert, ich fand Musik immer cooler als rappen. Wenn ich das mit der Sprache gut kann, nehme ich das mal so mit und denke ich bin ein guter Botschafter für dieses Land und für die Sache."

Afrob

"So eine Band habe ich mein Leben lang gesucht"

Mit der bayerischen Band "Tribes of Jizu", deren Mitglieder in Regensburg und München leben, hat er nicht nur dieses erste Band-Album eingespielt, mit ihnen geht’s im März auf Sechs-Städte-Tour. Die Afrob-Story geht weiter.

Tipps und Link

Vinyl-Tipp: Afrob - "Beats, Rhymes & Mr. Scardanelli"

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Autor des Filmbeitrags: Matthias Beckel


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