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Musik aus Bayern "Oansno"

Gesungen wird in bayrischer Mundart, aber die Wurzeln der vier Musikanten liegen in Südafrika, Italien, Ungarn, Griechenland und Niederbayern. Der musikalische Stil: Bayrische Balkanpolka trifft auf Wirtshaus-Punk.

Von: Matthias Beckel

Stand: 29.10.2018

Der Franz aus Niederbayern beherrscht die Tuba spielend, Philip aus Tirol schlägt sein Bierwagerl-Schlagzeug stehend, Menya, der Ungar, trompetet auf feinste Balkan-Art und Michi, griechischer Vater, quetscht sein Akkordeon bis eine neue Schublade aufgeht.

"Oansno ist so bunt und vielfältig wie München. Da haben wir einen Haufen Schubladen. Wir sind sozusagen schon eine ganze Kommode."

Philip, Schlagzeug

Oane no oder Bier her!

Menya

Auch wenn es in vielen Stücken um Bier geht, klingt in den Texten auch immer ein Schluck Sozialkritik an. Gegen Bauwahn, Gentrifizierung und allmächtiges Wirtschaftsgebaren. Den multinationalen Einheits-Bierbrauern wird ebenfalls sauber eingeschenkt.

"Mit 'Dadian' (bayrisch für austrocknen, verdursten) haben wir ein Liedl geschrieben, wo es um das Becks Bier geht und das soll schon eine Art Konzernkritik sein."

Philip

Der Tubist im Himmel

Michi

Auf der Oidn Wiesn entfachten sie vor Kurzem einen punkigen Pogo-Tanz-Wahn. Ihr Bierzelt-Diplom haben sie dort verdient und ihr Album "Oansno" vorgestellt. Im beigelegten Booklet sind alle Texte in Mundart abgedruckt. So kann man nachlesen, was man nicht versteht.

"Ich hab F-Tuba gelernt. Tuba, weil ich immer schon ein göttliches Instrument spielen wollte und in der Bibel heißt es ja: Gott, der Tubist im Himmel!"

Franz, Tubist

Ska, Balkanbeats, Hip-Hop, Reggae, Dreigsang und Gstanzlpoesie, das ist die musikalisch universelle Vielfalt Münchens. Drei Ohrwaschl de Luxe.

Weiterführende Informationen

CD-Tipp: "Oanso", erschienen bei Sony

Live-Auftritte:
22.11. in Aldersbach
23.11. in Garching an der Alz
17.12. auf dem Tollwood in München

https://www.oansno.de


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