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natur exclusiv Quallen: Schreckliche Schönheiten

Dem Gift der Seewespe fallen mehr Menschen zum Opfer als dem gefürchteten Weißen Hai. Obwohl sie zu den erfolgreichsten Arten der Evolution gehören, hat die Forschung Quallen lange unbeachtet gelassen. Florian Guthknecht begibt sich auf die Spuren der interessanten Tiere.

Von: Kurt Mayer, Judith Doppler

Stand: 27.02.2019

Die Leuchtqualle, auch Feuerqualle genannt, lebt weltweit in wärmeren Meeren. Sie tritt meist in Schwärmen auf. | Bild: BR/Institut für Meereswissenschaften/C. Lott

Die Seewespe ist hochgiftig, der australische Meeresbiologe Jamie Seymour hat sich ein großes Ziel gesteckt: Die tropischen Traumstrände sollen wieder sicher werden, ohne die Tiere auszurotten oder in den biologischen Kreislauf einzugreifen. Seymour forscht an einem Mittel, das durch Auftragen auf die Haut die gefährliche Wirkung des Quallengiftes neutralisiert. Thomas Holstein von der Uni Darmstadt hofft, mit Quallen die Humanmedizin zu revolutionieren. Er konnte nachweisen, dass Quallen praktisch unsterblich sind. Aus den zerkleinerten Tieren bilden sich unter optimalen Bedingungen neue unverletzte Exemplare. Gelingt es, diesen Prozess zu entschlüsseln, wäre es möglich, auch die Entwicklung menschlicher Stammzellen zu steuern, um z. B. menschliche Organe zu züchten.

Foto-Impressionen:

In Norwegen versucht Ulf Bamsted ein ganz anderes Problem in den Griff zu bekommen. Quallen haben den ganzen Fischbestand in einem Fjord vernichtet und breiten sich immer weiter aus. Gegen ihre Waffen ist kein Kraut gewachsen: Zwölf, bis zu einem halben Meter lange Tentakeln sind von oben bis unten mit giftigen Nesselzellen gespickt. Filmautor Florian Guthknecht begibt sich auf die Spuren von Quallen.

Sendehinweis

"Quallen: Schreckliche Schönheiten" sehen Sie am Sonntag, 17.03.2019 um 14.30 Uhr in "natur exclusiv" im BR Fernsehen.


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