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Wildes Deutschland Der Main

Die Landschaft entlang des Mains bietet unerwartete Naturräume: Auwaldreste, Feuchtgebiete und Trockenhänge. Entsprechend vielfältig ist auch die Tierwelt. Seltene Arten finden hier noch Lebensraum.

Von: Marion Pöllmann

Stand: 28.07.2014

Mainschleife | Bild: BR/Blue Paw Artists

Weißwurstäquator wird der Main liebevoll genannt. Er zieht sich in vielen Windungen über 542 Kilometer von Ost nach West durch Deutschland, vom Fichtelgebirge bis nach Mainz. Er ist der zweitlängste Fluss, der auf seiner ganzen Strecke in Deutschland fließt. Gleichzeitig ist der Main einer der am meisten verkannten Flüsse Deutschlands.

Die Natur kommt zurück

Unser Bild vom Main ist geprägt durch die Wirtschaftswunderzeit nach dem Krieg, in der Fortschritt alles, Natur nichts bedeutete und die dazu führte, dass der Main in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts mehr einer Kloake als einem Fluss glich. In den letzten Jahrzehnten korrigierte man Fehler der Vergangenheit, so dass der Main nun auf der gesamten Strecke wieder viele unerwartete Naturräume zu bieten hat.

Am Main zeigt sich die unglaubliche Anpassungsfähigkeit von Tieren und Pflanzen, selbst unwirtliche Lebensräume zu nutzen. So bietet der Main Raum für rare Spezialisten und seltene Arten wie Schwarzstorch, Wildkatze oder gar Luchse und Fischadler.

Foto-Impressionen:

Vielfältiger Main: gezügelt und doch unbändig

Auf seinem langen Weg fließt er an vier großen deutschen Mittelgebirgen vorbei, Fichtelgebirge, Steigerwald, Spessart und Hassberge liegen an seinen Ufern. Auwaldreste, Feuchtgebiete und Trockenhänge säumen seinen Weg. Der Main ist ein Spiegelbild der deutschen Natur, gezügelt und doch unbändig.

Sendehinweis

"Wildes Deutschland: Der Main" sehen Sie am Samstag, 16.08.2014 um 19.00 Uhr in "natur exclusiv" im Bayerischen Fernsehen.


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