BR Fernsehen - natur exclusiv


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natur exclusiv Wildes Kanada - Der wilde Westen

Kanada ist ein Land mit gigantischen Ausmaßen und ebenso unterschiedlichen wie faszinierenden Lebensräumen. Vor allem aber ist es immer noch ein Ort spektakulärer Naturschauspiele.

Von: Sacha Mirzoeff, Jeff Turner

Stand: 03.11.2017

Wildes Kanada: Grizzlybär | Bild: BR/Brian Leith Productions/WDR/Ben Wallis

Von den magischen Regenwäldern der Pazifikküste zu den majestätischen Gipfeln der Rocky Mountains, vom endlosen Grasmeer der Prärie zu den Eisfeldern der Arktis - das riesige Kanada mit seinen vielen, höchst unterschiedlichen Lebensräumen ist eine Welt für sich.

"Im Garten Eden"

Im Zentrum der zweiten Folge steht die Region zwischen der kanadischen Pazifikküste und dem mächtigen Gebirgszug der Rocky Mountains. Als der englische Kapitän und Entdecker George Vancouver 1792 erstmals in der Umgebung der heutigen nach ihm benannten Stadt an Land ging, glaubte er sich "im Garten Eden", wie er es in seinen Aufzeichnungen beschrieb. Vancouver sah in dieser Landschaft wilde, unberührte Natur - er ahnte nicht, dass schon die Ureinwohner jahrtausendelang die scheinbar ursprüngliche Region bewirtschafteten: Sie brannten das Unterholz der Wälder nieder, um ihre Chancen bei der Hirschjagd zu erhöhen. Sie ernteten die essbaren Wurzeln der Prärielilie ebenso wie nahrhafte Eicheln - und gestalteten so das Land mit, in dem sie lebten. 

Der Zug der Lachse

Aber an der Westküste Kanadas gab es noch eine andere Nahrungsquelle: Diese ist bis heute verbunden mit einem eindrucksvollen Naturschauspiel, das sich jedes Jahr wiederholt - dem Zug der Lachse. Seit Millionen von Jahren kehren Lachse aus dem Pazifischen Ozean zum Laichen in jene Gewässer zurück, in denen sie selbst geboren wurden. Die großen Fische sind eine unverzichtbare Nahrungsquelle für Wölfe, Schwarzbären und verschiedene Vogelarten. In manchen der Baumwipfel finden sich riesige, bis zu zwei Tonnen schwere Gebilde - die Nester der Weißkopfseeadler. Die Adlerküken konkurrieren von klein auf um das Futter. 

Foto-Impressionen:

Lebensraum für Greifvögel

Neben den Küstenregenwäldern sind auch die Gebirgszüge landeinwärts ein wichtiger Lebensraum für Greifvögel. Die Bergregionen sind das Revier des Steinadlers. Dieser ist kräftig genug, um auch größere Tiere zu erbeuten. In einer dramatischen Filmszene attackiert ein Steinadler eine Gruppe von Dall-Schafen, packt ein Lamm, das schwerer ist als er selbst und entführt es durch die Lüfte.

Wolf, Grizzlybär & Co.

Wölfe, die Lachse aus einem Fluss fischen, männliche Dickhornschafe, die um Weibchen kämpfen, indem sie ihre Schädel mit dem mächtigen Gehörn mit voller Wucht gegeneinander krachen lassen, und Grizzlybären, die jenseits des Polarkreises vom Schnee und Frost des heraufziehenden Winters in "Eisbären" der etwas anderen Art verwandelt werden - all das und noch viel mehr zeigt diese Folge über den Wilden Westen Kanadas.

Sendehinweis

"Wildes Kanada" sehen Sie in zwei Teilen:

  • "Land der Extreme" am Samstag, 11.11.2017 um 18.45 Uhr in "natur exclusiv" im BR Fernsehen.
  • "Der wilde Westen" am Samstag, 18.11.2017 um 18.45 Uhr in "natur exclusiv" im BR Fernsehen.

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