BR Fernsehen - Münchner Runde


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Nach dem Showdown in Straßburg: Wie geht es jetzt weiter?

Die Würfel sind gefallen: Ursula von der Leyen wird neue EU-Kommissionspräsidentin! Sie hat eine große Aufgabe und viel versprochen: Schafft sie es, Europa wieder zu vereinen? Und wie geht es weiter mit der GroKo in Berlin? Hält die Koalition? Ist mit Annegret Kramp-Karrenbauer als neue Verteidigungsministerin das Rennen um Merkels Nachfolge eröffnet?

Stand: 16.07.2019

Ursula von der Leyen lachen neue Kommissionspräsidentin | Bild: dpa-Bildfunk

Unsere Gäste am 17.07.2019

Manfred Weber, EVP-Fraktionsvorsitzender (wird am Sendungsbeginn für ein Interview aus Straßburg zugeschaltet)

"Das Spitzenkandidatenmodell ist richtig, auch wenn es diesmal im Europäischen Rat keine Mehrheit dafür gab. Aber das Modell ist richtig: dass man Gesicht zeigt. Und dieses Modell müssen wir bis zur nächsten Europawahl 2024 rechtsverbindlich absichern, dass sowohl die Staats- und Regierungschefs als auch das Europäische Parlament dieses Prinzip in Zukunft respektieren." (Münchner Runde, 17.07.2019)

Natascha Kohnen, stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD

"Der Fehler ist im Europaparlament ja auch im Miteinander entstanden. Das muss man konstatieren. Und was dann als Hinterzimmer interpretiert wurde, kommt ja auch daher, weil plötzlich jemand völlig anderes aus dem Hut gezaubert wurde. Das Einheitlichkeitsprinzip, dass in der EU immer alle gleich entscheiden müssen, muss ein Mehrheitsprinzip werden." (Münchner Runde, 17.07.2019)

Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin

"Die Spitzenkandidatendiskussion war eine sehr deutsche Diskussion - eine bayerische zusätzlich. Wo - wenn nicht in einem "Hinterzimmer" sollen 27 oder 28 Mitgliedsstaaten mit sieben sich neu gründenden Fraktionen über fünf Spitzenkandidaten verhandeln??? Das ist einfach das falsche Bild!" (Münchner Runde, 17.07.2019)

Stephan Mayer, BR-Chefreporter und Europakorrespondent

"Manfred Weber selber bestreitet es ja, aber ich sehe es schon so, (dass die CSU ausgebootet wurde). Es bestand ja die Möglichkeit, Manfred Weber im Amt des EU-Kommissionspräsidenten zu sehen. Und er ist jetzt auch nicht, wie es im Gespräch war, Parlamentspräsident geworden. Insgesamt wäre für Bayern unter anderen Bedingungen mehr drin gewesen." (Münchner Runde, 17.07.20199

Norbert Röttgen, Chef des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, CDU

"In den nächsten fünf Jahren wird - so wie noch nie - entschieden: nicht nur über die Zukunft, sondern über die Existenz, die Perspektive der Europäischen Union. Das werden schicksalhafte Jahre werden. Der Zusammenhalt ist ganz entscheidend, die Spaltung ist tief." (Münchner Runde, 17.07.2019)

Moderation

Durch die Sendung führte Ursula Heller.


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