BR Fernsehen - Münchner Runde


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Röntgenbilder im Netz: Wie sicher sind meine Gesundheitsdaten?

Hochsensible medizinische Patientendaten sind millionenfach frei zugänglich im Netz gelandet – darunter Röntgenbilder und Brustkrebsscreenings. Wie gefährlich ist das? Wie schützen wir Patientendaten und sorgen gleichzeitig für eine vernünftige Digitalisierung in der Medizin?

Stand: 30.09.2019

Roentgenbilder, Bildschirm | Bild: picture-alliance/dpa

Unsere Gäste am 02.10.2019

Dirk Schrader, IT-Fachmann

Er sucht als Certified Information Security Manager Schwachstellen von IT-Netzwerken und bietet Lösungen an. Dirk Schrader hat den Skandal um die Patientendaten im Netz mit aufgedeckt und warnt: "24 Millionen Datensätze könnten teilweise verkauft werden" und damit in falsche Hände geraten.

Prof. Dr. Helmut Ostermann, Leiter Abteilung Patientenmanagement, Uniklinik München (LMU)

Patientendaten der Uniklinik München sind im Rahmen von BR-Recherchen offen im Netz gefunden worden. Professor Ostermann gibt dies zu. Aber für ihn habe es sich dabei um "menschliches und nicht um ein strukturelles Versagen" gehandelt.

Dr. Karen von Mücke, Internistin

Sie ist, zusammen mit anderen Ärzten und Psychotherapeuten aus Bayern, Initiatorin der Online-Petition "gegen die Speicherung von Patientendaten auf Servern und in Clouds" (www.gesundheitsdaten-in-gefahr.de). Sie ist der Ansicht: "Das größte Problem am Missbrauch mit Patientendaten ist: Es entsteht ein lebenslanger Schaden."

Dr. Ursula Kramer, Pharmazeutin und App-Entwicklerin, Digital Health

Ursula Kramer hat die Impf-App "My Impf-Uhr" entwickelt. Für das Vergleichsportal "Health on" testete sie tausende Apps auf Qualität. Sie befürwortet Gesundheitsapps. Sie sagt: "100 Prozent Sicherheit wird es nicht geben. Die gab es auch nicht im prädigitalen Zeitalter."

Moderation

Durch die Sendung führte Ursula Heller.


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