BR Fernsehen - Münchner Runde


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Mautzwang Der Streit um Tirols Fahrverbote!

Der Konflikt um gesperrte Straßen in Tirol spitzt sich zu. Am kommenden Wochenende soll es auf weiteren Straßen Fahrverbote geben. Für Reisende in der Urlaubszeit könnte es zu erheblichen Behinderungen kommen. Wer hat Schuld an dem Chaos? Wird der Streit auf dem Rücken der Autofahrer ausgetragen? Das Bundesverkehrsministerium will gegen das Fahrverbot in Tirol klagen, auch Bayern hält die Sperrungen für nicht rechtens. Wie geht es weiter?

Stand: 02.07.2019

straßensperrung in österreich | Bild: picture-alliance/dpa

Unsere Gäste am 03.07.2019

Ingrid Felipe, Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreterin, Die Grünen

Brüssel will zwischen den Ländern vermitteln. "Wir brauchen keine Versprechungen, Memoranden oder weitere Notmaßnahmen – es müssen großräumige und grenzüberschreitende Lösungen her. Diese Vorschläge gibt es. Sie sind allerdings nur unter Beteiligung aller betroffenen Regionen und Staaten umsetzbar." (Münchner Runde, 02.07.19)

Georg Dettendorfer, Spediteur, Nußdorf im Inntal

"Der Verkehr hat aufgrund der guten Konjunktur und Wirtschaftslage und nicht zuletzt durch einen regen Wirtschaftsaustausch überall zugenommen nicht nur in unserer Region. Die Politik hat es  verschlafen die Infrastruktur sowie  sinnvolle Erleichterungen im Bahnverkehr aufzubauen!" (Münchner Runde, 02.07.19)

Hajo Gruber, Bürgermeister in Kiefersfelden, Unabhängige Wählergemeinschaft

"Das Inntal ist eine der hauptbelasteten Verkehrsachsen von Nord nach Süd. Und wenn der Tiroler Landeshauptmann Maßnahmen ergreift, damit das Inntal für die Tiroler noch lebenswert bleibt, hat er von mir sogar gewisse Sympathie, weil ich ja direkt Grenz-Bürgermeister bin, und die Maßnahmen die das Tiroler Inntal schützen, vor Gestank, vor Lärm, vor Verkehr, schützen natürlich auch das bayerische unmittelbar angrenzende Inntal." (Bayern 2)

Hans Reichhart, Staatsminister für Wohnen, Bauen und Verkehr, CSU

"Ich fände es ein wichtiges Signal, wenn wir die Probleme in Tirol so lösen könnten, wie ich es letzte Woche mit dem für Verkehr zuständigen Salzburger Landesrat Stefan Schnöll getan habe: einvernehmlich. Für Salzburg und Bayern heißt das: Bayern baut an der A8 eine dritte Spur für die Grenzkontrollen, im Gegenzug verzichtet Salzburg auf Straßensperren mit Ableitungen durch bayerische Dörfer." (Münchner Runde, 02.07.19)

Moderation

Durch die Sendung führte Christian Nitsche.


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