BR Fernsehen - Münchner Runde


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Countdown zur Wahl: Wohin steuert Europa?

Wie geht es weiter mit dem Brexit? Und einigt sich Europa auf eine gemeinsame Flüchtlingspolitik? Wie wollen die Klimaziele eingehalten werden? Bei den Europawahlen am 26. Mai können Bürger über diese Fragen mitbestimmen, wenn sie ein neues Europaparlament wählen. Wie werden die Rechtspopulisten abschneiden? Der Countdown läuft.

Stand: 06.05.2019

brüssel | Bild: picture-alliance/dpa

Unsere Gäste am 08.05.2019

Cerstin Gammelin, stv. Redaktionsleiterin für Wirtschaftspolitik der Süddeutschen Zeitung in Berlin

"Das Besondere an dieser Europawahl ist, dass sie in einer Zeit stattfinden, in der Nationalismus und Nation-first-politik zunehmend den Ton angeben. Wenn aber nationale Deals das Ziel sind, verliert die EU, die ja eine europäische Konsensmaschine ist, das heißt darauf angelegt ist, nationale Interessen auszugleichen und Kompromisse zu finden, praktisch ihre Existenzgrundlage. Deshalb muss jeder seine Stimme abgeben." (Münchner Runde, 07.05.2019)

Klaus Buchner, Abgeordneter im EU-Parlament, ÖDP

"Es macht sich eine Politikverdrossenheit breit, die durch die häufige Missachtung des Willens der Bevölkerung durch die Regierungen entstanden ist. Auch der Rechtspopulismus wächst in Europa, aber es wäre leider zu kurz gegriffen zu glauben, dass nur dieser alleine zu Politverdrossenheit geführt hätte. (...) Der überwältigende Erfolg beim Bienen-Volksbegehren….mitentscheiden können." (Münchner Runde, 07.05.2019)

Klaus H. Goetz, Lehrstuhl für Politische Systeme und Europäische Integration, LMU München

"Alle Umfragen deuten darauf hin, dass sich die Machtverhältnisse im Europäischen Parlament tiefgreifend wandeln werden. Zum ersten Mal seit Einführung der Direktwahlen im Jahre 1979 werden die beiden großen Fraktionen, die bislang das Europäische Parlament dominiert haben - die Europäische Volkspartei und die Sozialdemokraten - zusammen nicht mehr über eine Mehrheit im Parlament verfügen. Gleichzeitig ist es recht wahrscheinlich, dass sich auf der Seite der rechten Europaskeptiker und Europagegner eine neue Fraktion herausbildet, die stärkeren Einfluss auf das Parlament und seine Tätigkeit ausüben kann." (Münchner Runde, 07.05.2019)

Theo Waigel, ehemaliger Bundesfinanzminister, CSU

"Diese Europäische Union ist das Beste, was in den letzten Jahrhunderten passiert ist, und es lohnt sich auch in meinem jugendlichen Alter von 80 Jahren dafür zu kämpfen." (BR24, 03.04.19)

Moderation

Durch die Sendung führte Ursula Heller.


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