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Hintergrund Pflege

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Hilfsangebote Tipps & Hilfe für die Pflege

Wer sich plötzlich mit dem Thema Pflege befassen muss, ist oft wie erschlagen von der Bürokratie. Pflegeberater und Pflegestützpunkte versuchen, das Dickicht aus Formularen und Anträgen zu lichten. Was viele nicht wissen: Seit 2009 gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf diese Hilfe.

Stand: 24.10.2013

Tafelzeichnung neben Mutter und Tochter mit Daumen hoch | Bild: colourbox.com; Montage und Illustration: BR/Tanja Begovic

Zum einen gehört es zu den Aufgaben der Pflegekassenberater, den Betroffenen und seine Angehörigen bei der Organisation der Pflege zu unterstützen, von der Vermittlung von Pflegediensten oder Haushaltshilfe bis zur Wahl eines Pflegeheims. Die Berater sollten beim Ausfüllen von Anträgen helfen, einen Versorgungsplan erstellen und Ansprechpartner sein, wenn sich die Situation verschlechtert. Allerdings sind diese Pflegeberater auch ihrer Kasse verpflichtet, sodass nicht auszuschließen ist, dass sie auch nach wirtschaftlichen Aspekten beraten.

Beratungsnummern

Mehr über Leistungen und die öffentliche Verwaltung erfahren Sie unter der Behördennummer 115 oder kostenlos beim Pflegeservice Bayern unter der 0800-7721111.

Neutrale Beratung für pflegende Angehörige

Neutrale Beratung rund um die Pflege sollen die Pflegestützpunkte und die Fachstellen für pflegende Angehörige bieten. Das Netz der Fachstellen ist dicht: In rund hundert Kommunen im Freistaat findet sich ein solches Beratungsangebot. Pflegestützpunkte sind hingegen seltener, derzeit gibt es in Bayern acht davon in Coburg, Roth, Nürnberg, Neuburg-Schrobenhausen, Schweinfurt, Haßberge, Rhön-Grabfeld und Würzburg.


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