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Ein Tag im Leben von Alex Capus

Wie die große Weltgeschichte Liebende und Familien zueinanderbringt und auseinanderreißt, Lebensentwürfe durcheinanderwirbelt und neu zusammenfügt - das zeigt der Schweizer Schriftsteller Alex Capus in seinen vielfach ausgezeichneten Romanen.

Stand: 10.09.2015

Alex Capus | Bild: BR

Der Dokumentarfilm "Ein Tag im Leben von Alex Capus" führt nach Marseille. Hier lebte die Varietésängerin Laura d’Oriano, die mit 29 Jahren in Italien als feindliche Agentin, und als einzige und erste Frau in der Geschichte Italiens, hingerichtet wurde. In seinem Roman "Der Bombenbauer, der Fälscher und die Spionin" folgt Alex Capus ihren Spuren.

Alex Capus

Wie in diesem Roman machen sich viele seiner Protagonisten auf ins Unbekannte, in ferne exotische Welten. Robert Louis Stevenson, der "Die Schatzinsel" nicht nur schrieb, sondern womöglich auch fand, oder Werner Munzinger, der Schweizer, der nach Afrika ging, dort zum Gouverneur in ägyptischen Diensten aufstieg und nach einem Gefecht seinen Verwundungen erlag. Capus erzählt auch in anderen Romanen von Menschen, die es in der Realität gegeben hat, seien es eigene Vorfahren in Paris, pommersche Werftarbeiter am Tanganjika-See oder Basler Bankräuber.

Wer ist dieser Autor, Schweizer mit französischem Vater, einer der großen und erfolgreichen Schriftsteller deutscher Sprache, der mit seinen Kindern und seiner Frau Nadja, Professorin der Rechte, im kleinen schweizerischen Olten ein eher sesshaftes Leben führt? Eva Severini geht in ihrem Film der Frage nach, wie er arbeitet, und wie er seine Bücher recherchiert.

Darüber erfahren wir mehr im Gespräch mit seinem ehemaligen Klassenlehrer Peter André Bloch, der Lektorin Martina Schmidt und Freunden aus Jugendtagen.


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