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Journalismus unter Todesbedrohung Der libysche Reporter Salah Zater

In seiner Heimat wurde er bedroht: Der libysche Journalist Salah Zater. Jetzt ist er für ein Jahr lang Gast der "Stiftung für politisch Verfolgte" in Hamburg.

Stand: 28.05.2015

Salah Zater | Bild: NDR

Er sei nicht freiwillig gegangen, sagt Salah Zater, aber es sei notwendig gewesen. Gerne wäre er in seiner Heimat geblieben, aber ihm sei damit gedroht worden, entführt oder ermordet zu werden. Der Gedanke, möglicherweise zu sterben, habe ihn immer begleitet, sobald er das Haus verließ.

Nach dem Sturz von Gaddafi hatte der Journalist gehofft, sein Land würde demokratisch werden. Aber nun, vier Jahre danach, ist davon nichts zu sehen. Bürgerkrieg, chaotische Zustände. Salah Zater berichtete darüber, als Journalist machte er Korruption, Drogenhandel und Folter öffentlich - und wurde dafür mit dem Tod bedroht. Als er im Gefängnis heimlich Häftlinge, die gefoltert worden waren, mit dem Handy aufnahm, wurde er zusammengeschlagen.

In Hamburg ist er zunächst erst einmal in Sicherheit, doch Salah Zater will seinen Beruf nicht aufgeben, die Arbeit fehlt ihm. Die Zustände in seinem Land hat er nach wie vor vor Augen, sie verfolgen ihn. Und Frieden ist dort nicht in Sicht.


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